20160429

QUILL VI - An Seine Majestät

Unser vierter Brief.  

Alberich von Herbenstadt. Nach dem Begräbnis von Roberto konnten wir uns der Herzlichkeit unseres alten Freundes Antonio versichern, mit welchem wir auch nach der Trauerzeit wieder mehr verkehrt haben. Nun ist uns aber etwas zu Ohren gekommen, das uns, so wir denn zu handeln bereit, den Kopf kosten könnte...

Zur Erinnerung:
Gelehrter - Federführung: 2 - Sprache: 3 - Herzlichkeit: 1
An Eure Majestät
Profil
Unser Brief geht an seine Majestät, Maximilian I, den wir nur zu einer einzigen Gelegenheit getroffen haben. Er gilt im Volke als Tyrann, unbeliebt und verhasst, seine Kriege sind unpopulär, seine Reformen gelten als diktatorisch. Trotz alledem ist er Kaiser und König, Gesalbt und Erwählt von päpstlichen Gnaden. Wir schreiben ihm nun, um ihn darüber zu informieren, dass ein wahrlich bedenklicher Kerl sich vor Ort rumtreibt, von dem wir glauben, dass er ein Spion sein könnte, oder gar ein Attentäter! Wir müssen seine Majestät davon überzeugen, dass wir kein tobender Irrer sind und unsere Bedenken ernstnehmen, während wir Höflichkeit und Distanz bewahren.

Korrespondenz-Regeln

- Seine Majestät verdient nur das beste Blatt. Es müssen alle Würfe auf Herzlichkeit und Federführung einmal wiederholt werden. Das zweite Ergebnis zählt, selbst wenn schlechter.
- Um dem Anspruch gerecht zu werden, nutzen wir hoch-qualitatives Pergament und ein Siegel, welches wir von unserem Freund, dem Erzherzog erlangt haben, was uns +1W auf Federführung gibt.
- Höflinger erhalten ob ihrer Nähe zum Hofleben +1W auf Herzlichkeit für dieses Schreiben

Tintenfass

Maximilian/Eure Majestät; Schmiede/Schmied; Amüsanter Bursche/Eigenartiges Individuum; Versteckt/Verborgen; Gift/Tödliche Tollkirschen; Großer Typ/Imposanter Mann; Kuhstall/Scheune; Beharrte Lippe/Schnurrbart; Gammliges Gesicht/Vernarbtes Antlitz; Bedenklich/Alarmierend

Unser Brief

Königliche Hoheit,

ich bitte vielmals um Verzeihung, euch mit meinem Schreiben zu belästigen, ehrenwerter (Schnörkel > Herzlichkeit > 2 > -) (Schnörkel > Herzlichkeit > 2 > -) Eure Majestät(Wort > Sprache > 4,4,5 > +) , aber ich kam nicht umhin, euch davon zu berichten, dass dieser Tage es mir bangt um Euch, Eure Sicherheit.(Satzende > Federführung > 1,5,6 > +) (Satzende > Federführung > 1,4,5 > +)

Ich will in wenigen Worten berichten, was geschah, und bitte um inständige Vergebung, denn eure Zeit ist kostbar, und ich will sie nicht verschwenden. Ich war dereinst dieser Tage der geschwätzigen(Schnörkel > Herzlichkeit > 2 > -) (Schnörkel > Herzlichkeit > 6 > +)  Schmiede(Wort > Sprache > 1,3,3 > -) auszuweichen, wie mir ein eigenartiges Individuum(Wort > Sprache > 5,5,5 > +) über den Weg lief, ein Kerl, der, so bemerkte ich rasch, nur darauf auf sein konnte, mit all seinem Gehabe etwas heimlichst(Schnörkel > Herzlichkeit > 5 > +) (Schnörkel > Herzlichkeit > 3 > -) zu verbergen(Wort > Sprache > 5,6,6 > +) .(Satzende > Federführung > 2,4,4 > -) (Satzende > Federführung > 1,2,4 > -)

Es war, so schrecklich es sein muss, verwerflichstes(Schnörkel > Herzlichkeit > 3 > -) (Schnörkel > Herzlichkeit > 4 > -) Gift(Wort > Sprache > 2,4,4 > -) , was meinem Blicke nicht entging, denn ich habe stets ein Auge auf solche Dinge, und wagte es deshalb, so gebe ich zu ob meiner schrecklichen Neugierde, nur, diesem seltsamen(Schnörkel > Herzlichkeit > 1 > -) (Schnörkel > Herzlichkeit > 4 > -) , Imposanten Mann(Wort > Sprache > 2,3,5 > +) zu folgen, dessen Schritte uns zu einer nahegelegenen, stinkenden(Schnörkel > Herzlichkeit > 2 > -) (Schnörkel > Herzlichkeit > 3 > -)Scheune(Wort > Sprache > 1,4,6 > +) brachten.(Satzende > Federführung > 1,5,5 > +) (Satzende > Federführung > 2,3,5 > +)

Diesen verzogenen(Schnörkel > [Herzlichkeit] > 1,3 > -) (Schnörkel > [Herzlichkeit] > 2,6 > +)Schnurrbart(Wort > Sprache > 1,4,6 > +) könnte ich jederzeit wieder erkennen, und weiß doch, dass das dazugehörige, vernarbtes Antlitz(Wort > Sprache > 2,4,6 > +) , das ich fürderhin hier nie zuvor sah, nur einem Schurken angehören könnte.(Satzende > Federführung > 1,6,6 > +) (Satzende > Federführung > 3,5,5 > +)

Es war für mich höchst(Schnörkel > Herzlichkeit > 4 > -) (Schnörkel > Herzlichkeit > 2 > -) alarmierend(Wort > Sprache > 3,4,5 > +) , diese Gestalt zu beobachten, wie sie Erkundigungen in der gesamten Stadt einholte. Als ehrenwerter Bürger und stetiger Diener der Herrschaftlichkeit konnte ich nicht umhin, euch zu benachrichtigen.(Satzende > Federführung > 2,5,6 > +) (Satzende > Federführung > 2,2,4 > -)

In tiefster Loyalität,
Alberich von Herbenstadt

Das Ergebnis
Wörter: +,+,+,+,+,+,+,+
Verschnörkelungen: -,+,
Federführung:+,+,+

Konsequenzen

Seine Majestät, Maximilian I., schreibt uns persönlich und drückt uns seinen größten Dank aus. Er hat seine Garde bereits in Position und ist zuversichtlich, den Schurken zu schnappen. Als Instigator dieses Ereignisses lädt er uns an seinen Hofe als seinen persönlichen Ehrengaste ein.

Der Brief in Reinform
Königliche Hoheit,

ich bitte vielmals um Verzeihung, euch mit meinem Schreiben zu belästigen, Eure Majestät, aber ich kam nicht umhin, euch davon zu berichten, dass dieser Tage es mir bangt um Euch, Eure Sicherheit.

Ich will in wenigen Worten berichten, was geschah, und bitte um inständige Vergebung, denn eure Zeit ist kostbar, und ich will sie nicht verschwenden. Ich war dereinst dieser Tage der geschwätzigen Schmiede auszuweichen, wie mir ein eigenartiges Individuum über den Weg lief, ein Kerl, der, so bemerkte ich rasch, nur darauf auf sein konnte, mit all seinem Gehabe etwas zu verbergen.

Es war, so schrecklich es sein muss, Gift, was meinem Blicke nicht entging, denn ich habe stets ein Auge auf solche Dinge, und wagte es deshalb, so gebe ich zu ob meiner schrecklichen Neugierde, nur, diesem, Imposanten Mann zu folgen, dessen Schritte uns zu einer Scheune brachten.

Diesen verzogenen Schnurrbart könnte ich jederzeit wieder erkennen, und weiß doch, dass das dazugehörige, vernarbtes Antlitz, das ich fürderhin hier nie zuvor sah, nur einem Schurken angehören könnte.

Es war für mich alarmierend, diese Gestalt zu beobachten, wie sie Erkundigungen in der gesamten Stadt einholte. Als ehrenwerter Bürger und stetiger Diener der Herrschaftlichkeit konnte ich nicht umhin, euch zu benachrichtigen.

In tiefster Loyalität,
Alberich von Herbenstadt

20160423

QUILL V - Brief an den Vater eines Freundes


Unser dritter Brief.  

Alberich von Herbenstadt, trägt eine schwere Bürde. Obschon er inzwischen auf das prinzliche Antlitz blicken darf, das über dem Familien-Kamin hängt, und er sich klar der Gunst des Erzherzogs erfreuen darf, muss sein Blick getrübt sein.

Zur Erinnerung:
Gelehrter - Federführung: 2 - Sprache: 3 - Herzlichkeit: 1
An seinen Vater
Profil
Wir korrespondieren mit Antonio Vittore della Communita, einem alten Bekannten, einem Freund, dessen Sohn, Roberto, nahe unserem Anwesen tot aufgefunden wurde. Wir schreiben nun Antonio, um ihn über das Verscheiden seines Sohnes zu informieren. Wir müssen sensibel sein und erlären, was passiert ist, und wie wir Roberto gefunden haben.

Korrespondenz-Regeln

- Antonio bevorzugt es, die Nachricht des Todes von einer Person des Glaubens zu hören. Mönche und Ähnliche erhalten einen zusätzlichen Würfel auf Sprache für dieses Szenario

Tintenfass

Dein Bursche/Dein teurer Sohn; Leiche/Körper; Unzüchtiges Haus/Trankstube; Brutal/Aufwühlend; Es tut mir leid/Mein unendliches Mitleid; In Friede/Im Himmel; Ein Wächter/Die Garde; Trauer/Kummer; Regen/Wolkenbruch; Kiste/Sarg

Unser Brief

Antonio, alter Freund,

Tief grämt es mich, dir nach der langen Zeit diese Zeilen zu schreiben. Kein Moment der Freude ist sein Anlass, keine Festlichkeit, keine frohe Kunde, die ich verbreiten kann und will. Dein feiner, (Schnörkel > Herzlichkeit > 6 > +) teurer Sohn(Wort > Sprache > 4,6,6 > +) , Roberto, ist tot.(Satzende > Federführung > 2,2 > -)

So schwer es für mich ist, dir diese Zeilen zu schreiben, so schwer muss es für dich sein, sie zu lesen. Wir fanden ihn in den frühen Morgenstunden. Sein aufgequollener(Schnörkel > Herzlichkeit > 4 > -) Körper(Wort > Sprache > 4,5,6 > +) , noch gezeichnet von der Schwere seiner Bürde, seine Kleidung, deutliche Spuren seines Besuche in einer berüchtigten(Schnörkel > Herzlichkeit > 6 > +) Trankstube(Wort > Sprache > 3,4,6 > +) .(Satzende > Federführung > 2,5 > +)

Sein Antlitz, höchst(Schnörkel > Herzlichkeit > 6 > +) aufwühlend(Wort > Sprache > 1,3,5 > +) . Ich kann nicht sagen, was er durchlebt haben mag, in jenen letzten Momenten. Mein unendliches Mitleid(Wort > Sprache > 1,5,5 > +) , alter Freund.(Satzende > Federführung > 2,2 > -)

In seinem Dahinscheiden hat sein Gesicht nun Ruhe gefunden. Er hat sein Leben gelebt, und ist nun im Himmel(Wort > Sprache > 1,5,6 > +) . Selbst jetzt noch wütet der abscheuliche(Schnörkel > Herzlichkeit(VERSTÄRKT) > 4,6 > +) Wolkenbruch(Wort > Sprache > 1,2,5 > +) , wie ein Zeichen der Welten Kummer(Wort > Sprache > 2,4,5 > +) selbst.(Satzende > Federführung > 5,6 > +)

In Angedenken an unser Versprechen, habe ich den Schreiner beauftragt, deinem Sohn den stattlichsten(Schnörkel > Herzlichkeit > 6 > +) Sarg(Wort > Sprache > 3,5,6 > +) zu zimmern, auf dass sein Leib wohl gebettet sei, wenn er in die Heimat überführt werde. Sofern das dein Wunsch sei.(Satzende > Federführung > 4,6 > +)

Ich verbleibe
in tiefer Trauer,
Alberich von Herbenstadt

Das Ergebnis
Wörter: +,+,+,+,+,+,+,+,+
Verschnörkelungen: +,+,+,+,+
Federführung: +,+,+

Konsequenzen
Antonio empfiehlt uns für unseren Brief und wünscht, mit uns auf der Bestattung seines Sohnes zu sprechen, zu der er uns auch einlädt.

Der Brief in Reinform
Antonio, alter Freund,

Tief grämt es mich, dir nach der langen Zeit diese Zeilen zu schreiben. Kein Moment der Freude ist sein Anlass, keine Festlichkeit, keine frohe Kunde, die ich verbreiten kann und will. Dein feiner, teurer Sohn, Roberto, ist tot.

So schwer es für mich ist, dir diese Zeilen zu schreiben, so schwer muss es für dich sein, sie zu lesen. Wir fanden ihn in den frühen Morgenstunden. Sein Körper, noch gezeichnet von der Schwere seiner Bürde, seine Kleidung, deutliche Spuren seines Besuche in einer berüchtigten Trankstube.

Sein Antlitz, höchst aufwühlend. Ich kann nicht sagen, was er durchlebt haben mag, in jenen letzten Momenten. Mein unendliches Mitleid, alter Freund.

In seinem Dahinscheiden hat sein Gesicht nun Ruhe gefunden. Er hat sein Leben gelebt, und ist nun im Himmel. Selbst jetzt noch wütet der abscheuliche Wolkenbruch, wie ein Zeichen der Welten Kummer selbst.

In Angedenken an unser Versprechen, habe ich den Schreiner beauftragt, deinem Sohn den stattlichsten Sarg zu zimmern, auf dass sein Leib wohl gebettet sei, wenn er in die Heimat überführt werde. Sofern das dein Wunsch sei.

20160420

Digitaler Rundumschlag

 Game of Thrones - Telltale
Ich gebe zu, ich bin vermutlich ein Fanboy. Game of Thrones ist eine gute Buchreihe. Klar, es gibt Probleme, durch die man mit einem Panzer fahren kann, insbesondere Logiklöcher, durch die Daenerys Drachen passen würden. 

Die Story des Spiels ist auch durchaus nicht uninteressant, aber es gibt ein klares Problem bei der GoT-Umsetzung des Spiels. Game of Thrones klar, benötigt die Möglichkeit, ganz klare Änderungen und Entscheidungen zu haben, welche es ermöglichen, die Story anzupassen. 

Genau hier aber versagt die Telltale-Variante. Obwohl es so einige Sachen gibt, die ich interessant finde, haben wir das grundlegende Problem, das die Geschichte des Spiels immer gleich sein wird. Bis auf einige wenige Ausnahmen macht es quasi nur wenig Unterschied, welche Entscheidungen man trifft. Und die Plotrüstung mancher Charaktere geht einem im Spiel nur noch mehr auf den Keks (Ramsay Snow....grrrr). 

Dazu kommt, das das Spiel nicht wirklich logisch bestimmte Möglichkeiten oder Optionen präsentiert. Was frustrierend ist, wenn man als Spieler die Intrige bereits vorausahnt, aber nichts dagegen tun kann/darf. 
 Nur 2 von 5 Drachen.

Tales from the Borderlands - Telltale
Als alter Sam&Max-Fan bin ich natürlich den verrückten Humor gewöhnt, der sich bei besonders absurden Spielen ergeben kann, und das ist auch einer der Gründe, warum mir die die Borderlands-Reihe mit ihren teilweise doch sehr abgedrehten Charakteren und Inhalten mir da doch sehr zusagt.

Und hier muss man Telltale lassen, dass ihr Storytelling durchaus funktioniert, denn in seiner Abgedrehtheit ist Borderlands genau so ein Setting, bei dem es passt, wenn man über die Ereignisse nicht die meiste Kontrolle, insbesondere, wenn etwas, das als klassische Corporate-Intrigue-Story beginnt, dann zu einem Heist-Movie wird und massive Action-Anteile besitzt, so furious über die Bühne geht.

Mit einem wunderbaren Maß an Abgedrehtheit zieht TotB dabei die Story von Borderlands nach Borderlands 2 und dem Pre-Sequel fort, ohne dabei zu aufgesetzt zu wirken, und hat, wenn gleich weniger mit Gefühlen, doch einiges an Witz und Spannung enthalten, und ein paar der amüsantesten Begegnungen der Spielgeschichte. Und obwohl ich es jetzt bereits zum zweiten Mal durch habe, kann ich mich nur immer wieder darüber freuen, wie es ablief.
 Ganze 4,5 von 5 Handsome Jacks!

Hyper Light Drifter
8-Bit Grafik. Guter Sound. Action. Fiese Möps, die es zu verprügeln gilt. Und eine Story, die man mehr erahnt, als dass sie einem vorgelegt wird.

HLD ist eines dieser Spiele, die man entweder liebt oder haßt, aber die einem auf jedem Fall im Gedächtnis bleiben. Obwohl ich mich nicht durchringen konnte dabei zu bleiben (Es war mir dann doch etwas zu bunt und die Steuerung ist mit der Tastatur deutlich quitschiger als es sein sollte), ist es sicherlich eine Erfahrung, das ganz mitzubekommen. Durchaus eines der Spiele, die ich wohl als LetsPlay anschauen würde, wenn jemand richtig expertenhaft da durch geht.

Dark Souls 3
Eigentlich war ich sogar richtig gehyped für dieses Spiel. Trotz allem habe ich das Spiel nicht gekauft. Obwohl es seit fast einem Monat draussen ist. Schade irgendwie, aber nach Demon Souls, Dark Souls I und II ist für mich, irgendwie...die Luft raus.

Seltsam eigentlich. Ich wäre sicherlich der erste, der zugeben würde wollen, dass Dark Souls einen ganz besonderen Platz in meinem Herz hätte, weil es spielerisch etwas darstellt, das ich jahrelang vermisst habe. Trotz allem kann ich mich im Leben nicht für dieses Spiel motivieren.

Schon wieder einen neuen Charakter hochspielen, neue Monster sehen, neue Locations, aber gleichzeitig auch effektiv wieder unzählige Stunden, Tode und Momente investieren. Und irgendwie....wirkt es einfach momentan nicht so, als ob es das wert wäre.

Man darf das nicht falsch verstehen. Ich bin zuversichtlich, dass DS3 ein gutes Spiel sein kann. Es ist einfach nur nicht das richtige Spiel für mich im Moment.

Plague Inc. Evolved
*Seufz.* Nachdem der Originalitäts-Faktor abgeklungen ist, hat Plague Inc irgendwie nicht mehr soviel für sich, dass ich es unbedingt spielen würde wollen, nur um die Menschheit schon wieder auszurotten

Im Grunde genommen dasselbe Spiel, wie damals auf dem Tablet, und sicherlich immer noch ein gutes Spiel, ist die Tatsache, dass so ziemlich immer dieselbe Taktik und Strategie als einzigstes erfolgsversprechend ist, doch auf Dauer etwas dröge, selbst wenn ich überlege, dass unterschiedliche Elemente dafür sorgen können, dass man etwas Abwechslung rein bekommen mag.
Immerhin 2,75 von 5 tödlichen Plagen.

SLAIN!
METAL! BLUT! ACTION! MIESE STEUERUNG! Und noch so einige andere Probleme. SLAIN ist das beste Beispiel dafür, was passiert, wenn ein Spiel nur auf eine, oder 2 Sachen, hier die Präsentation setzt. Das Spiel ist wunderschön, optisch ein echter Augenschmaus der 16-Bit-Ära, soundtechnisch auch gut. Aber der gesamte Rest ist eigentlich für die Tonne.

Die Steuerung ist ein Graus, es fehlen Bedienelemente, mit dem Controller wird es auch nicht unbedingt besser und dazu kommt noch, das das Spiel selten dämlichst in seinem Schwierigkeitsgrad ist. Wo Dark Souls letztlich taktisches Vorgehen belohnt, ist das in SLAIN überhaupt nicht möglich. Da fass ich noch leiber Nidhoggr an, und das war schon bizarr genug...
Nur 1 von 5 METAL-Wikinger

20160417

QUILL IV - Brief an eine Kunsthändlerin


 
Unser zweiter Brief. Wie bloss wird sich Alberich von Herbenstadt, Gelehrter der Academia Cordia Magnum hier schlagen? Vergessen wir nicht, im letzten Szenario haben wir uns die guten Beziehungen zu Erzherzog Godfrey erhalten. Zur Erinnerung:

Gelehrter - Federführung: 2 - Sprache: 3 - Herzlichkeit: 1

 Soweit so gut. Auf auf, ins zweite Szenario:
Die Kunsthändlerin
Profil
Wir korrespondieren mit Kristina Bogenbrück, renommierte Kunsthändlerin von ausnehmend enthusiastischer Persönlichkeit und einer geradezu an Anbetung grenzenden Verehrung der Monarchie. Wir schreiben ihr, weil wir ein Porträt des Prinzen Eduard IV erwägen zu erwerben, aber gerüchteweise soll das Bildnis eine Fälschung sein, weswegen wir diese Information entlocken müssen, ohne sie zu beleidigen.

Korrespondenz-Regeln

Fräulein Bogenbrück legt großen Wert darauf, mit wunderschöner Kalligraphie beeindruckt zu werden, weswegen wir große Vorsicht beim Schreiben haben müssen. Alle Federführung muss erneut gewürfelt werden, wir müssen immer das zweite Ergebnis nehmen, selbst wenn es schlechter ist.

Tintenfass

Der Prinz/Seine Königliche Hoheit Prinz Eduard IV; Fälschung/Reproduktion; Farben/Spektrum; Es tut mir Leid/Ich bitte vielmals um Entschuldigung; Springbrunnen/Große Brunnen von Aleah; Anschauen/Inspizieren; Fähigkeit/Hochachtungsvolle Expertise; Meine Mama/Meine Werte Mutter; Unterschrift/Inschrift; Euch Verärgern/Euch Kränken

Unser Brief

Ehrenwertes Fräulein Bogenbrück,

mit Verlaub mag es mir vergönnt sein, zu erwähnen, dass ich hörte, dass euch ein Bildnis, ein Porträt zur Verfügung stünde. Es würde mich wahrlich entzücken, sofern ihr erwägen würdet, mir dieses, das zeigen soll erhabenswerterweise seine Königliche Hoheit Prinz Eduard IV (Wort > Sprache > 3,4,5 > +), womöglich zu veräußern. (Federführung > 2,3 > -) (Federführung > 2,4 > -)

Gleichwohl, so möchte ich doch nicht hoffen, seid ihr sicherlich darüber im Bilde, dass es vonnöten wäre, eine solche Anschaffung auch in Augenschein zu nehmen, es verlässlich Inspizieren (Wort > Sprache > 4,6,6 > +) und von bester Fachmannschaft untersuchen zu lassen. (Federführung > 1,5 > +) (Federführung > 4,6 > +)

Ich bitte vielmals um Entschuldigung (Wort > Sprache > 4,4,5 > +), sofern euch diese Bitte zu rasch, oder gar überheblich erscheinen mag, es ist keinesfalls meine Absicht, euch zutiefst (Schnörkel > Herzlichkeit, Verstärken! > 3,5 > +) zu kränken (Wort > Sprache > 2,5,5 > +). (Federführung > 2,3 > -) (Federführung > 3,5 > +)

Vielmehr wünschte schon meine werte Mutter (Wort > Sprache > 4,5,6 > +), als ich sie einst geleiten durfte, über den Plaza Della Fonta, dass, ob unserer großen Achtung gegenüber der königlichen Familie, es uns erlaubt wäre, nicht nur die Gravuren des großen Brunnen von Aleah (Wort > Sprache > 2,4,5 > +), sondern auch im heimatlichen Gefilde solch ein Werk, ein Meisterstück an schönen (Schnörkel > Herzlichkeit > 3 > -) Farben (Wort > Sprache > 1,2,3 > -) zu erhalten. (Federführung > 2,4 > -) (Federführung > 5,5 > +)

Ich vertraue auf eure erhebliche (Schnörkel > Herzlichkeit > 5 > +) Hochachtungsvolle Expertise (Wort > Sprache > 2,3,6 > +), die Wahrhaftigkeit des Gemäldes sicherzustellen, und hoffe, in Absehung einer Unterschrift (Wort > Sprache > 1,3,4 > -), nur darauf, eines Tages eure angenehme Antwort entgegegen zu nehmen. (Federführung > 1,4 > -) (Federführung > 2,4 > -)



Ich verbleibe, in Spannung,
Alberich von Herbenstadt

Das Ergebnis
Wörter: +,+, +, +, +, +, +, +
Verschnörkelungen: +, +
Federführung: 2,3,4

Konsequenzen
Das Fräulein Kristina Bogenbrück ist geradezu überwältigt vom Brief und wünscht, uns das Gemälde als Geschenk zu geben.

Der Brief in Reinform

Ehrenwertes Fräulein Bogenbrück,

mit Verlaub mag es mir vergönnt sein, zu erwähnen, dass ich hörte, dass euch ein Bildnis, ein Porträt zur Verfügung stünde. Es würde mich wahrlich entzücken, sofern ihr erwägen würdet, mir dieses, das zeigen soll erhabenswerterweise seine Königliche Hoheit Prinz Eduard IV, womöglich zu veräußern.

Gleichwohl, so möchte ich doch nicht hoffen, seid ihr sicherlich darüber im Bilde, dass es vonnöten wäre, eine solche Anschaffung auch in Augenschein zu nehmen, es verlässlich Inspizieren und von bester Fachmannschaft untersuchen zu lassen.

Ich bitte vielmals um Entschuldigung , sofern euch diese Bitte zu rasch, oder gar überheblich erscheinen mag, es ist keinesfalls meine Absicht, euch zutiefst zu kränken.

Vielmehr wünschte schon meine werte Mutter, als ich sie einst geleiten durfte, über den Plaza Della Fonta, dass, ob unserer großen Achtung gegenüber der königlichen Familie, es uns erlaubt wäre, nicht nur die Gravuren des großen Brunnen von Aleah, sondern auch im heimatlichen Gefilde solch ein Werk, ein Meisterstück an Farben zu erhalten.

Ich vertraue auf eure erhebliche Hochachtungsvolle Expertise, die Wahrhaftigkeit des Gemäldes sicherzustellen, und hoffe, in Absehung einer Unterschrift, nur darauf, eines Tages eure angenehme Antwort entgegegen zu nehmen.

20160414

QUILL III - Brief an den Erzherzog


Unser erster Brief. Ich bin schon ganz aufgeregt. Aber halt, Moment. Wer sind wir überhaupt? Wir sind hmm...Alberich von Herbenstadt, Gelehrter der Academia Cordia Magnum. Das sollte soweit reichen fürs erste. Ein kurzer Rückblick:
Gelehrter - Federführung: 2 - Sprache: 3 - Herzlichkeit: 1
 Soweit so gut. Auf ins erste Szenario.
Der Erzherzog
Profil
Wir korrespondieren mit dem Erzherzog Godfrey, einem mächtigen Mitglied der königlichen Familie, bekannt für sein ernsthaftes Gemüt, dessen Schwester, Marie von Linchester, vor einer Woche an Auszehrung (Quasi Tuberkolose) verschied. Wir kannten sie aus Schulzeiten, in denen wir die selbe Scholae besuchten. Wir wollen unser Mitgefühl aussprechen, über die Vergangenheit und gemeinsame Taten von uns und Marie sprechen.

Korrespondenz-Regeln
- Höflinge/Aristokraten erhalten +1 auf Herzlichkeit
- Unser Pergament ist von höchster Qualität. Wir erhalten +1 auf Federführung.

Tintenfass
Bäume erklettern/Eichen erklimmen; Tod/Dahinscheiden; Lehrer/Gelehrte; Pferde Geritten/Hengste Geritten; Stadt/Flusstadt; Enten/Wildente; Engel/Seraphim; Felder/Heidefelder; Kirche/Lichte Kathedrale; Junger Knabe/Junge Harold von Whent

Die Bedingungen sind gesetzt. Ans Werk, werte Mitstreiter!

Unser Brief

Wertester Godfrey,

mit Trauer vernahm ich vom bedauerlichen (Schnörkel > Herzlichkeit, Verstärken! > 2, 3 > Versagt) Dahinscheiden (Wort > Sprache > 2,2,5 > Erfolg!) Marie´s. Mich selbst erreichte die Kunde erst vor kurzem und doch bin ich zutiefst erschüttert von ihrem Inhalt. (Federführung > 3,4,5 > Erfolg!)

Es sind einige Jahre ins Land gegangen, seitdem ich sie zuletzt gesehen habe, waren wir doch beide gleichig leidende unter den gestrengen (Schnörkel > Herzlichkeit > 1 > Versagt) Lehrern (Wort > Sprache > 1,2,2 > Versagt) der Scholae Reginum. Schon damals war sie eine wahre Persönlichkeit und hatte sich ihren Platz unter den jungen Wilden erkämpft, wenn sie mit uns ungestümen (Schnörkel > Herzlichkeit > 6 > Erfolg) Hengste geritten (Wort > Sprache > 2,6,6 > Erfolg) hat. (Federführung > 1,4,4 > Versagt)

Ich erinnere mich gut daran, wie sie, das helle Haar im Winde wehend, die großen (Schnörkel > Herzlichkeit > 4 > Versagt) Eichen erklomm (Wort > Sprache > 1,4,5 > Versagt), um den Blick weithin und hinaus auf die beschauliche (Schnörkel > Herzlichkeit > 6 > Erfolg) Flussstadt (Wort > Sprache > 1,4,5 > Erfolg) zu haben, und man nur bezaubert von ihr sein konnte. (Federführung > 1,2,6 > Erfolg)

Ich weiß, dass es in jenen Tagen gewesen sein muss, an denen sie ihre Liebe und Spiritualität wahrlich erkannt hat, denn wann sie zu ersuchen war, wusste ich sie im Herzen zu finden, in der schon ungewohnt gemütlichen (Schnörkel > Herzlichkeit > 4 > Versagt) lichten Kathedrale (Wort > Sprache > 3,5,6 > Erfolg) des Ortes, eher einem hellen (Schnörkel > Herzlichkeit > 5 > Erfolg) Felde (Wort > Sprache > 2,2,4 > Versagt) gleich, eine Rose unter Gottes Aug. (Federführung > 1,2,4 > Versagt)

Auch wenn sie von uns genommen, nun den höchsten, hehren Choralen der Himmel angehören mag, ein gott-gegebener (Schnörkel > Herzlichkeit > 5 > Erfolg) Seraphim (Wort > Sprache > 4,5,5 > Erfolg) unter seinen Kreaturen, weiß ich, dass ihr Blick sicherlich auf uns ruhen wird, und auf dem verlorenen (Schnörkel > Herzlichkeit > 2 > Versagt) jungen Harold von Whent (Wort > Sprache > 4,5,6 > Erfolg) immer verweilen wird. (Federführung > 2,5,6 > Erfolg)

Ich verbleibe ergebenst,
euer Freund, Alberich von Herbenstadt

Das Ergebnis
Wörter: Hoch, Hoch, Hoch, Hoch, Hoch > 5 Punkte
Verschnörkelungen: Hoch, Hoch, Tief, Hoch > 2 Punkte
Federführung: 1,3,5 > 3 Punkte

Der Brief wird günstig aufgenommen, positive Konsequenzen ergeben sich daraus, dass der Erzherzog durchaus mit wohlwollen zur Kenntnis nimmt, wie ihr über seine verstorbene Schwester schreibt.

Der Brief in Reinform

Wertester Godfrey,

mit Trauer vernahm ich vom  Dahinscheiden Marie´s. Mich selbst erreichte die Kunde erst vor kurzem und doch bin ich zutiefst erschüttert von ihrem Inhalt.

Es sind einige Jahre ins Land gegangen, seitdem ich sie zuletzt gesehen habe, waren wir doch beide gleichig leidende unter den Lehrern der Scholae Reginum. Schon damals war sie eine wahre Persönlichkeit und hatte sich ihren Platz unter den jungen Wilden erkämpft, wenn sie mit uns ungestümen Hengste geritten hat.

Ich erinnere mich gut daran, wie sie, das helle Haar im Winde wehend, die Eichen erklomm, um den Blick weithin und hinaus auf die beschauliche Flussstadt zu haben, und man nur bezaubert von ihr sein konnte. 

Ich weiß, dass es in jenen Tagen gewesen sein muss, an denen sie ihre Liebe und Spiritualität wahrlich erkannt hat, denn wann sie zu ersuchen war, wusste ich sie im Herzen zu finden, in der schon ungewohnt lichten Kathedrale des Ortes, eher einem hellen Felde gleich, eine Rose unter Gottes Aug. 

Auch wenn sie von uns genommen, nun den höchsten, hehren Choralen der Himmel angehören mag, ein gott-gegebener Seraphim unter seinen Kreaturen, weiß ich, dass ihr Blick sicherlich auf uns ruhen wird, und auf dem jungen Harold von Whent immer verweilen wird.

Ich verbleibe ergebenst,
euer Freund, Alberich von Herbenstadt

20160411

QUILL II - Einen Brief verfassen

Wie versprochen, will ich mich im Rahmen der nächsten Einträge dann mal daran machen, ein bisschen SOLO-Rollenspiel zu betreiben, und gleichzeitig meine Erfahrungen dazu hier auf zu zeichnen.

Aber wie soll das ganze denn vonstatten gehen?

Wir erinnern uns, in QUILL verfasst man, im Rahmen eines Szenarios einen Brief. Dazu erstellt man einen Charakter, der 3 verschiedene Attribute hat. 

Diese sind Federführung, Sprache und Herzlichkeit.

Desweiteren benötigen wir 3w6. Diese simuliere ich mal in Form von RANDOM.ORG, welche so freundlich sein werden, meinen unabhängigen Richter und Würfelwürfler darzustellen. Jedes Attribut kann dabei von einem bis drei Würfel enthalten und teilt uns mit, wie gut unser Charakter im entsprechenden Attribut ist.

Federführung beschreibt die Schönheit dessen, 
was wir geschrieben haben und sorgt dafür, dass der Brief gut aussieht. 

Sprache wiederum beschreibt, wie eloquent unser Geschreibsel ist, 
und wie gut unser Sprachgefühl ist.

Herzlichkeit wiederum zeigt an, wie viel Anstrengung wir in den Brief setzen werden, 
und mit wieviel Persönlichkeit wir selbst im Brief auftauchen werden.

Schliesslich währen wir noch eine Fertigkeit welche wir einmalig pro Szenario verwenden dürfen, und dann legen wir los.

Wir gucken uns also zuerst einmal die möglichen Charaktere an, unter denen wir wählen können. Da wäre zum ersten der Mönch, mit wunderbaren Schriftbild, aber einem kühlen Schreibstil. Sein Gegenstück ist der Ritter, mit seinem mäßigen Sprachgefühl, aber viel Herzlichkeit. Oder dem Dichter, welcher die Sprache vollendet beherrscht, aber eine Sauklaue hat. Dem Aristokraten, der wie der Mönch schön schreibt, aber wenig Sprachliche Feinheiten kennt. Dem Gelehrten, der wenig herzlich, aber mit Finesse und durchschnittlichem Schriftbild schreibt. Und zu guter letzt dem Höfling, der herzlich, aber mit Sauklaue und nur mäßigem Sprachverstand durch die Welt geht.

Für unsere Belange, würde ich sagen, wir nehmen den Gelehrten. Denn mit einem akzeptablen Schriftbild, einem wunderbaren Sprachgefühl und wenig Herzlichkeit, wollen wir versuchen, unsere Zielperson von dem zu überzeugen, was wir erreichen wollen, und gleichzeitig mir den geringsten Stressfaktor mitgeben, das ganze auch zu schreiben *zwinker*.

Gelehrter - Federführung: 2 - Sprache: 3 - Herzlichkeit: 1

Zuletzt, bevor wir uns alsbald ans erste Szenario wagen, wollen wir eine Fähigkeit auswählen. Wir können inspiriert, erleuchtet oder verstärkt sein. Für unsere Belange sollten wir "Verstärkt" sein, in der Hoffnung, dass unsere Herzlichkeit dadurch etwas erleichtert wird.

Um nun ein Szenario zu beginnen, wird zunächst in den Rahmenbedingungen gesetzt, warum und an wen wir schreiben wollen (Profil genannt), welche besonderen Bedingungen es gibt (Korrespondenz-Regeln) und welche Wörter wir als Teil des Briefens nutzen werden (Das Tintenfass).

Unser Ziel ist es, den bestmöglichen Brief mittels der Wörter des Tintenfasses zu schreiben und damit einen möglichst guten Brief abzuliefern. Hierzu haben wir 5 Absätze. Jeder Absatz muss dabei ein Wort des Tintenfasses enthalten. Wir dürfen versuchen, Wörter mittels sogenannten Schnörkeln zu versehen, um Extra-Punkte zu erlangen, und nach jedem Absatz müssen wir einen Wurf auf Federführung machen, um zu sehen, wie gut wir unsere Sache präsentieren.

Wie beeinflusst das Tintenfass jetzt unseren Brief? Das Tintenfass enthält für ein Szenario immer eine Reihe von Worten, welche im Format Wald/Smaragdforst präsentiert werden. Das erste Wort stellt dabei das sogenannte "unterlegene", das zweite das "überlegene" Wort da. Wir versuchen daher immer, unsere Absätze mit letzterem, nicht so sehr mit ersterem zu füllen.

Dies tun wir, indem wir, wenn wir ein solches Wort hinzufügen wollen, einen Test auf Sprache machen. Jede 5+ ist ein Erfolg und mit mindestens einem Erfolg dürfen wir ein überlegenes Wort einsetzen. Klappt das nicht, müssen wir ein unterlegenes Wort verwenden. Jedes dieser darf dabei nur ein einziges Mal verwendet werden.

Gleichzeitig dürfen wir versuchen, mit Beschreibungen, also Adjektiven und Adverbien, den sogenannten Schnörkeln, ein Word zu bestärken. Dies erfordert einen Wurf auf Herzlichkeit vorher. Eine solche Verschnörkelung jedoch erfordert einen Herzlichkeits-Wurf VOR dem Sprach-Wurf, weswegen es passieren kann, dass wir ein unterlegenes Wort verschnörkeln. Das gibt Minus-Punkte in der Endnote.

Am Ende eines Absatzes machen wir einen Federführungs-Test, und hoffen auf eine gute Bewertung. Jede Fähigkeit kann nur einmal pro Szenario angewandt werden. Wir werden beim nächsten Mal sehen, wie unser erster Brief ankommt, und in welchem Szenario wir das ganze schreiben wollen.

Das erklärt eigentlich so ziemlich alles. Auf auf, an die Federn, meine Lieben!

20160408

Fall 1 - XLVIII

Ich schaue, eine Augenbraue hochgezogen von einem zum anderen. Was soll ich dazu jetzt auch noch sagen?

Er zuckt mit den Schultern, wedelt kurz angebunden mit der rechten Hand, worauf hin der als "Blitz" angesprochene junge Mann auf der anderen Bettseite sichtlich entspannter wird. Das Klicken im Hintergrund und die plötzlich von unten hervor kommende Handfeuerwaffe deuten mir an, dass ich hier im wahrsten Sinne des Wortes einer Kugel entronnen zu sein scheine.

Gleichzeitig verbirgt Blitz die Waffe nicht wirklich, als er sich, etwas breitbeiniger und mit Blick auf meine Position an der rechten Wand platziert. Die Hände übereinander gelegt, die Waffe, ein .38er Revolver, zwischen den vor der Brust aufgelegten Händen. Der Blick bleibt eisenhart, auch wenn die Schultern jetzt etwas hängen. Zu meiner Linken der Weißkittel, der noch immer die Brieftasche in den Händen haltend, diese nun spöttisch auf mein Bett wirft.

Weißkittel - Natürlich verrät mir das immer noch nicht, warum sie hier sind.

Noch während er spricht, dreht er sich mit dem Rücken zu mir um, und werkelt an einem kleinen Beistelltisch rum, kommt dann wieder hoch und hat eine Spritze in der Hand, gegen die er ein paarmal mit dem Finger gegen tappt, während er kurz testet, ob die Flüssigkeit erfolgreich aus der Kanüle kommt. Sein Blick wirkt deutlich unnahbarer, während er langsam an meine Bettkante, nun mit der Nadel in der Hand, zurück kehrt. Wie dunkle Schatten über seinen Augen ist es mir schwer, in diesem Moment seinen Blick zu deuten.

Weißkittel - Oder was sie dem armen jungen Ding angetan, das sie her gebracht haben.

Schweiß, nun nicht nur von Schmerzen und Anstrengung, sondern sicherlich auch sichtlicher Angstschweiß stehen mir auf die Stirn geschrieben. Er meint die junge Frau, die ich bei Fouquier rausgeholt habe. Oh, bleib schön mit der Nadel weg!

Zeichner - Hey! Hey! HEY! Vorsicht mit der Spritze, Doc!

Sein Blick verengt sich, und in einem langsamen und bedrohlichen Schwung kommt er mit der Spritze näher. Auf der anderen Bettseite wird Blitz immer nervöser. Fingert am Revolver rum. Ist er etwa auch noch heran gerutscht an der Wand?

Weißkittel - Sagen wir es so, ich überlege mir einfach, ob mir ihre Antwort gefällt...

Bedrohlich nahe inzwischen, ich kann die seltsame Flüssigkeit, die in der Spritze steckt, immer genauer sehen, während er mit einem zackigen Bewegung auf meine rechte Schulter tappt, ehe ich mich irgendwie rühren kann.

Der Schmerz, der mich durchfährt, zwingt mich, mundtot zu machen!

Zeichner - 'Yaaarghhh'....Ich ...Ich hab ihr ...gar nichts angetan!

Mit einem harten Griff fasst er jetzt meinen linken Arm, während er diesen schon wie ein Schraubstock in seinen Fingern presst, und anfängt, die Spitze anzusetzen, was angesichts meines beginnenden Strampelns, ausgelöst durch Schmerz und Panik, sicherlich nicht besser wird.

Weißkittel -  Und das soll ich Ihnen einfach so glauben? 

Er setzt ein geradezu diabolisches Grinsen auf. Durch die seltsam gesetzte Beleuchtung kann ich Teile seines Gesichtes schon nicht mehr richtig erkennen, wie es in den Halbschatten gelegt ist, während die blanken Zähne entsetzlich weiß strahlen und mich zu blenden drohen. Die Spritze ist kurz davor, in meinen Arm gestochen zu werden!

Zeichner - Drogen...werden nicht....helfen! Sie...hätten mich....längst unter dem....Einfluss derselben..ausfragen können!

Das ergibt überhaupt keinen logischen Sinn! Wenn er wirklich eine Art Wahrheitsserum nutzen will, warum nicht bereits injizieren in einer Dosis, dass ich in jedem Fall beim Aufwachen hätte antworten müssen?!

Er zuckt mit den Schultern.

Weißkittel - Vielleicht bin ich auch einfach nur ein...Sadist. Wo haben sie das Mädchen gefunden?

Zeichner - Gefunden?! ....ich habe sie nicht gefunden, ich habe sie gerettet. ARGH! SCHEI...SSE! Aaaarghh...

Weißkittel - Inwiefern gerettet, Zeichner?

Zeichner - Fouquier...ich habe den Mistkerl aufgesucht, um...etwas über Tatianna herauszufinden...und habe sie dort aufgebahrt gefunden. Der letzte ...echte ....lebendige Mensch dort...

Die beiden tauschen eifrige Blicke auf, während mir Schweiß, Staub und Tränen die Sicht verhageln. Das wird er mir büßen! Einen unschuldigen Mann so zu foltern. WENN ES NUR NICHT SO VERDAMMT WEHTUN WÜRDE.

Der Weißkittel streicht sich mit einer Hand durchs Haar, tappt noch ein paarmal gegen die Kanüle. Schaut mich dann an. Ein halber Lichtstrahl erhellt seine nun etwas mir abgewandte Gesichtshälfte in einem grässlichen bläulichen Licht, wie in einem Krankenhaus, klinisch rein, sauber, tot.

Weißkittel - Eine letzte Frage. Arbeiten sie für Conrad Matthews?

Zeichner - Nein, verfickt!

Weißkittel - Verflucht Zeichner, ich habe ihnen doch gesagt dass ich von Candy weiß, dass sie bei Spritzer waren! WOHER SONST HÄTTEN SIE VON FOUQUIER ODER TATIANNA GEWUSST?!

Speichelreste fliegen umher, sein Blick, für einen Moment im Lichtschein erkennbar, eine grimmige Maske des Zorns, die Zähne verbissen.

Zeichner - Weil ich Privatdetektiv bin, fuck! Ich wurde angeheuert, der Sache nachzuspüren! Oder glauben sie, ich hätte Fouquier sonst über den Haufen geballert?!

Stille. In einiger Entfernung kann ich ein sanftes Piepen vernehmen. Ansonsten erfüllt nur mein angestrengtes Atmen den Raum. Dann das drehen einer Revolver-Trommel. Fuck, Nein Nein Nein Nein Nein!

Blitz zielt auf mich. Ich kann den kühlen Lauf an meiner Schläfe spüren. Seine grüner Mohawk wackelt nervös hin und her, während sein Blick immer wieder zu mir und dann zum Weißkittel gehen. Selbst seine Stimme, ungewöhnlich hoch für einen solchen Kerl, zittert wie ein Drahtseil im Sturm.

Blitz - Soll ich, Doc?! Ich muss nur abdrücken! Es muss auch keiner was erfahren. Nicht dieses Mal...

Weißkittel - Was...meinen sie....damit...Zeichner?

Mein Blick ist fixiert auf das scheinende Metall, das momentan an meinen Kopf gedrückt dafür sorgt, dass meine Gedanken sich vor allem darum kreisen, wie ich diesen wahnsinnigen davon abbringen könnte, jetzt nicht einfach reflexhaft abzudrücken.

Zeichner - Ich habe gesehen..was Fouquier da unten gemacht hat. Die Leichen in seiner Kühlkammer...die...Toten, die er....im ....Hochofen...

Mir wird schwindlig. Obwohl ich in einem Krankenbett liege, beginnt die Welt sich zu drehen, als die Bilder des Hochofens wieder vor mein Inneres Auge treten. Wie schwerster Seegang, während ich spüre, wie meine Beine, meine Arme verkrampfen. Mein Atem flach, dann stockend.

Zeichner - Gesehen...wie das ....Fleisch...von...der Haut....fl...floß...

Mit einem Mal spüre ich den drückenden Lauf nicht mehr an meinem Kopf, als ein Großteil des Lichtes durch den vom Schatten verdunkelten, weißen Kittel ersetzt wird, der im nächsten Augenblick mein Blickfeld einnimmt. Das Stechen einer Nadel, die, beinah unbemerkt, eine Ader erreicht, und ihre Ladung entlässt.

Meine Muskeln werden zu Gelee. 

Weißkittel - Ruhig. Ruhig. Blitz, pack das Ding weg.

Ich kann von der Seite eine gewisse Enttäuschung hören, geradezu spüren, als er seinen Revolver wieder einpacken muss. Mein Blickfeld wird immer noch vom Weißkittel eingenommen. Erst auf diese Entfernung fällt mir auf, dass der Kittel Risse hat.  Ein kleines, halbes Namensschild auf der Seite lässt noch die Worte J.M... lesen, ehe er sich wieder von mir weg beugt.

Weißkittel - Ich gebe zu, ich weiß noch nicht so recht, wo dran ich bei Ihnen bin, Zeichner. Aber das wird sich im Laufe der Zeit sicherlich klären.

Zeichner - Was..haben...sie mir....gegeben?

Weißkittel - Oh? Ein Muskelentspannungspräparat. Sie hatten schon vorher, während der Notbehandlung Anzeichen gezeigt, schockartig in Anfälle zu verfallen, daher hatte ich das vorbereitet. Ruhen sie sich aus, Zeichner. 

Fast schon gütlich lächeln, schaut er zu mir. Seine Gestalt entfernt sich. Wie beim Blick durch ein Fernrohr, das verkehrt herum gehalten wird.

Weißkittel - Wir sprechen wieder miteinander, wenn es Ihnen etwas besser geht.

Seine Stimme wirkt dumpf. Da war noch etwas anderes drin. Ganz...bestimmt....

Die Helligkeit umfängt mich. Mein Bewusstsein schweigt.