20140422

Fall 1 - XXVIII

Ibrahim bremst kurz, dann rollt der Wagen langsam zur Straßenseite. Immer noch nicht breit genug, dass ein anderes Auto daneben passen würde. Hinter uns beleuchtet ein loderndes Feuer die Klippen. Er guckt mich an. Ich schaue stumm zurück, öffne die Seitentür, steige aus. Schaue mich um.

Keine anderen Fahrzeuge in Sichtweite. Der leichte Nieselregen spült unbeirrt von den Ereignissen alles langsam die Klippen herunter. Es wird Stunden dauern, bis das Fahrzeug ausgebrannt ist, und der Regen hilft nicht dabei, das Feuer zu löschen. Es ist wie ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Vermutlich ist es dem Wetter zu verschulden, dass heute hier nichts los, bei rutschiger Straße hier ein Rennen auf Zeit zu fahren wäre lebensmüde. Ich lehne mich vorsichtig an die steinerne Brüstung, die den Straßenrand vom Abgrund trennt. Selbst mit dem Feuer kann ich nicht erkennen, ob irgendjemand überlebt hat. Gleichzeitig verleihen die flackernden Flammen der Umgebung ein unwirkliches Rot. Ein ungutes Zeichen für meinen Weg nach Norden.

Als ich mich umdrehe, knallt es laut. Über meine Schulter kann ich sehen, wie weitere Teile des Wagens von Explosionen geschüttelt werden, die dafür sorgen, dass das Wrack gänzlich in der Tiefe verschwindet. Das war dann wohl der Benzin-Tank. Ich steige wieder ein. Nicke Ibrahim zu, der lässt den Motor aufheulen und beginnt, weiter zu fahren. Als er das Radio wieder anmacht, sage ich kein Wort dazu. Er schaut kurz zu mir, aber im Moment ist mir nicht danach, über seine Stationswahl zu meckern.

Der Empfang ist schlecht, selbst durch den leichten Nieselregen.

Irgendwann passieren wir schließlich den Straßenabschnitt und kommen wieder auf einigermaßen gemachtes Land. Man kann die Lichter in der Entfernung sehen, welche White Springs ausmachen. Wir fahren an einer halbbeleuchteten Plakatwand vorbei, von der jemand die Hälfte abgerissen hat, dass jetzt nur noch ""White" zu lesen ist, weil der Rest irgendwo im Winde umherflattert. Selbst die seitliche Beleuchtung der Plakatwand scheint defekt. Irgendwo am Rande der Dunkelheit kann ich die Lichter der großen Industrieanalagen sehen, deren Einfluss sich auch bis hier ausgebreitet hat.

Wir fahren an den ersten Häusern vorbei. Einfache Gebäude. White Springs ist ein typisches Küstenstädtchen, eigentlich etwas verschlafen, mit einem kleinen Fischereihafen mitsamt einigen wenigen Booten von örtlichen Fischern. Hier gibt es eigentlich nichts zu sehen, außer vielleicht mal ab und zu den einen oder anderen ausgestopften Prachtfisch über der Tür. Nur vereinzelt ist die Straßenbeleuchtung überhaupt an und Ibrahim hat schon bei unserer Einfahrt in die Siedlung seine Geschwindigkeit drastisch reduzieren müssen. Die Straßen sind leer, aber nicht vollkommen tot. Hier und da kann man ein paar Menschen sehen, die sich in den Gassen und Seitenwegen bewegen, aber jedweden Kontakt mit den Taxi-Scheinwerfern vermeiden. 

Ein Stückchen voraus kann ich eine Kneipenbeleuchtung erkennen. Ich tippe Ibrahim auf die Schulter.

Ibrahim - Eh?

Zeichner - Wir können dort nach dem Weg fragen.

Er winkt ab

Ibrahim - Ehh, nicht wichtig, ich kennen Weg!

Zeichner - Und wo ist die Adresse?

Er wedelt mit der Hand herum, um die gesamte Siedlung einzufassen.

Ibrahim - Ist irgendwo...hier.

Ich kann nicht anders als zu grinsen.

Zeichner - Schon ok. Halte da vorne und ich frag eben nach.

Ibrahim - Du bist Boss.

Wir kommen neben ein paar anderen Autos und einem Motorrad zum stehen. Eine einsame flackernde Lampe beleuchtet den Eingang über eine kleine Holztreppe zu einer erhöhten Plattform, von der aus man die Eingangstür erreichen kann. Die Treppe, deren Geländer in weiß gestrichen ist, hat wohl schon länger mit abbröckelnder Farbe und Abnutzungserscheinungen zu kämpfen, da manche der Stufen nicht mehr so gut aussehen, wie sie es vielleicht sollten. Auch die hölzerne Außenwand, in einem dunklen Rotton scheint sich schon seit längerem von der Verkleidung lösen zu wollen.

Zeichner - Bin gleich wieder.

Ich steige aus, und mache mich dran, den Weg die Treppe hoch. Dabei fällt mir auf, dass ich gar nicht auf die Uhr geschaut habe. Naja, einfach mal gucken ob der Schuppen noch auf hat. Als ich auf den obersten Stufen, welche bedenklich knarzen, ankomme, kann ich von drinnen durchaus laute Geräusche hören. Ich trete an die Tür, ziehe sie mit einem kräftigen Ruck auf und trete herein.

Mir schlägt eine Welle warmer, rauchgeschwängerter Luft entgegen, die sich so vollkommen anders als die Küstenbrise im Regen von draußen anfühlt. Als ich hereinkomme, verstummt für einen kurzen Moment die gesamte Schar und nur ein an der Decke hängender Fernseher brabbelt weiter vor sich hin. Hinter mir fällt die Tür zu. Der Raum ist groß, zentral beherrscht von einer Rundkneipe, an der ein raubeiniger Typ steht, der in Lederweste und fast-weißem Unterhemd ein Geschirrtuch über die Schulter geschlagen hat und sich erst mal einen Finger durch Nase und Vollbart zieht, als er mich sieht. Der restliche Raum hat diverse Rundtische, an denen ein paar Gäste zu sitzen scheinen mit jeweils vier Tischen. An den meisten Tischen steht eine Stattliche Anzahl von Gläsern. Der Laden ist nicht wirklich voll, aber eine Stammbelegschaft ist mindestens anwesend.

Ich schaue mich etwas um, aber ich kann kein Gesicht erblicken, das mir bekannt vorkommt. Als ich die ersten Schritte Richtung Bar mache, nehmen die verteilt sitzenden Anwesenden ihre Gespräche wieder auf, wenngleich deutlich leiser als vorher. Mir schlägt eine klare Welle der Ablehnung entgegen. An der Theke angekommen, zücke ich die Visitenkarte, spiele ein wenig damit in den Händen herum, damit ich nicht allzu nervös wirke. Der Barkeeper guckt mich mit einem Ausdruck irgendwo zwischen Mitleid, Belustigung und Abscheu an.

Barkeeper - Was darf’s sein?

Ich schaue mir die deutlich gewachsene Sammlung an Spirituosen hinter ihm an. Hat er...ja. Hat er.

Zeichner - Scotch.

Er rümpft die Nase, ob über meine Wahl oder etwas anderes vermag ich nicht zu sagen, greift zum Whiskey und gießt mir ein paar Finger voll ein. Dann schiebt er mir das Glas rüber. Ich nehme es betont langsam hoch und gucke ihn an.

Barkeeper - Sonst noch was?

Ich nehme einen tiefen Schluck, lasse das Getränk langsam meinen Mund entlang und meinen Hals hinunterlaufen. Spuren des tiefen Aromas, verbleiben nur für den Hauch einer Sekunde, brennen sich wie Flammen durch meinen Körper. Das Glas ist schneller leer als mir lieb ist. Ich reiche ihm die Visitenkarte, stelle das Glas wieder hin, schieb es zu ihm zurück.

Zeichner - Ich will zu der darauf bezeichneten Adresse. Wo finde ich das?

Er nimmt die Karte entgegen, starrt kurz drauf. Ich bin mir sicher, dass seine Brauen für einen Moment zucken. Er verbindet etwas mit der Adresse oder dem Namen, aber was, kann ich noch nicht bestimmt sagen.

Barkeeper - Da kommen sie zu spät.

Jetzt ist es an mir, eine Augenbraue hoch zu ziehen.

Zeichner - Wieso?

Er gibt mir die Visitenkarte zurück, nimmt das Glas und füllt es gemächlich.

Barkeeper - Das Haus ist vor einigen Tagen abgebrannt. Keiner weiß, wo der Fettsack abgeblieben ist, aber der Sheriff vermutet, dass er unter den Trümmern begraben ist.

Ich bekomme ein ungutes Gefühl in der Magengegend, aber ich kann es nicht genau festmachen. Er scheint nicht direkt zu lügen, aber er sagt mir auch nicht alles, was ich wissen will.

Zeichner - Wie kam es zum Brand?

Barkeeper - Gasrohrexplosion. Es hat mitten in der Nacht laut geknallt und Teile sind durch die gesamte Umgebung geflogen.

Zeichner - Hmm. Können sie mir trotzdem sagen, wo ich die Ruine finden kann?

Barkeeper - Kommen sie aus der Stadt?

Zeichner - Jep.

Barkeeper - Dann sind sie fast dran vorbeigefahren. Richtung Süden müssen sie ca. eine halbe Meile auf dem Feldwege fahren Richtung Industriegebiet. Sie können es inzwischen nicht mehr übersehen, seitdem es eine Ruine ist.

Er reicht mir die Visitenkarte unter dem Glas zurück. Ich nehme beides. Mir fällt auf, dass während unseres Gesprächs ein paar Augen der umliegenden Gäste auf uns gerichtet waren. Ich trinke schnell, viel zu schnell, als dass es diesem feinen Getränk gerecht wird, knalle da Glas auf den Tisch und schmeiße ihm ein paar halb geknüllte Banknoten hin. 

Zeichner - Sollte reichen.

Als ich aufstehe scheinen ein paar von ihnen sehr interessiert daran zu sein, mich nicht einfach so gehen zu lassen, aber es macht keiner Anstalten, mich wirklich aufzuhalten. Ich erreiche ungehindert die Tür, während ein paar Stühle hinter mir unter schwerem Geschabe hochgeschoben werden, damit jemand aufstehen kann. Ich trete heraus und mache mich schnell die Treppe runter. Auf dem Parkplatz kann ich Ibrahim sehen, wie er mit heruntergezogener Mütze ein Nickerchen zu halten scheint. Schnell renne ich die Treppenstufen herunter und breche mir fast den Hals, als eine davon nachgeben will, als mein Fuß Druck ausübt. Im rechten Moment gefangen, knalle ich aufgrund meiner zu hohen Geschwindigkeit gegen das Taxi, reiße unter kleinen Schmerzen die Tür auf und rüttle an ihm.

Zeichner - Wir müssen los!

Ich kann oben sehen, wie die Tür aufgerissen wird und eine Gruppe von Männern sich nach draußen macht, während der verdatterte Ibrahim den Wagen startet. Er fährt los, während sie noch die Treppe hinunter stürzen. Hinter uns sehe ich wie sieh zu ihren Fahrzeugen stürzen, während wir Gas geben. Mit halsbrecherischer Geschwindigkeit braust das Taxi durch den Ort, während ich Ibrahim beschreibe, wo wir als nächstes hinfahren.

20140419

Fall 1 - XXVII


Ich sitze im Taxi. Erstaunlicherweise hat Ibrahim diesmal keine Musik laufen. Der Motor läuft, wir kreuzen ein paar längere Straßen.



Nachdem ich eingestiegen bin habe ich ihm gesagt, er soll erst mal ein bisschen durch die Stadt fahren, da ich meine Gedanken sortieren müsse. Ohne einen weiteren Kommentar ist er angefahren und wir haben uns in den Verkehr außerhalb der Gasse eingereiht. Inzwischen ist es dabei, dunkel zu werden. 



Straßenlaternen gehen nach und nach an und erhellen die langen Teer- und Asphaltstraßen der Stadt. Die Scheinwerfer verschiedener Fahrzeuge ziehen an uns vorbei, ein leuchtendes Meer von Rot und Weiß, Gelb und Blau. Und umgeben wird dieses Meer von den Inseln am Straßenrand, die mit ihren Neon-Zeichen darauf hoffen, ein paar dieser Straßenkreuzer an Land zu ziehen. 



Für ein ungeübtes Auge mag es an Reizüberflutung grenzen. An jeder Straßenecke, sogar an Kreuzungen und Laternen hängen Schilder und Beleuchtungen von nahen Etablissements, den pulsierenden Adern im Herzen der Stadt. 



Und wir, inmitten der launischen Wellen. Gerade zieht eine lange schwarze Limousine an uns vorbei, aus der ein paar junge Damen kreischend und schreiend aus dem Fensterdach gucken, während sie teuren Champagner trinken und den Exzess feiern.



An einer Kreuzung läuft ein Dealer zu einigen der stehenden Wagen und verteilt kleine Kügelchen und Beutel gegen horrende Preise. Ein paar Straßen weiter kommt uns ein Gefangenentransport entgegen, der aus allen Nähten zu platzen droht. Es ist alles überfüllt. Wie eine überreife Frucht. die zu platzen droht, und trotzdem durch den süßlichen Geruch, der bei der Verwesung entsteht noch mehr Parasiten anzieht.



Vielleicht sollte ich tatsächlich mal aus der Stadt fahren. Das sanfte Abendrot beginnt den Horizont zu untermalen. Ein paar Wolken sind dabei, die Sterne zu verdecken. Vielleicht wird es regnen. Ein Sturm?



Ich habe den Kopf fast gegen die Scheibe gelehnt, wie ich nach draußen starre. 



Zeichner - Ibrahim.



Ibrahim - Hmm?



Zeichner - Kannst du mich nach White Springs bringen?



Ibrahim -  Hmmm.



Er überlegt. Ist ganz still. So still habe ich ihn die vergangenen Stunden noch nicht erlebt. Ob es an der fehlenden musikalischen Untermalung liegt?



Ibrahim - Muss tanken, dann gehen.



Zeichner - Wenn du meinst, dass ich übernehmen soll dann



Er fällt mir ins Wort.



Ibrahim - Bah! Habe Tankkarte von alten Chef. Kann tanken für nix.



Zeichner - Wenn du das sagst. 



Ich drehe den Kopf wieder zur Fensterscheibe, an die Seite gelehnt, den Blick nach draußen. Die Wolken verdichten sich. Nach und nach sucht sich Ibrahim einen Weg durch die Straßen, bis wir eine der Stadtautobahnen erreichen. Richtung Norden. Richtung White Springs. 



Inzwischen ist die Nacht über uns hereingebrochen. Dunkle Wolken verdichten sich über der Region, aus einigen wenigen ist inzwischen ein ganzer Haufen von ihnen geworden. Die Straßen werden heute Nacht sauber sein.



Ungefähr auf halber Strecke hält Ibrahim an einer der wenigen freien Tankstellen der Strecke, einer alten Station, die auch noch aus den Fünfzigern stammen könnte mit ihren uralten Zapfsäulen und dem heruntergekommenen Hauptgebäude. Wir sind um diese Uhrzeit der einzige Wagen, der überhaupt zum Tanken hier ist. 



Inzwischen hat ein leichter Nieselregen eingesetzt, der Fahrzeug und Umgebung benetzt. Wie wir durch die Nacht fahren, erhellt nur eine einsame Straßenlaterne hier und da, sowie die Scheinwerfer des Taxis, überhaupt die Umgebung. Vereinzelt kann man ein paar Nadelbäume erkennen, leichter Wuchs entlang der Küste, eher spärlich, karg.



Die Spuren des Regens auf dem Fenster zeichnen sich wie Krallen auf dem Glas nach.



Ich weiß, dass ich irgendwann weggenickt sein muss. Als ich hochkomme leuchtet nur ein Teil des Armaturenbretts überhaupt im Wagen, die typische Nachtbeleuchtung. Vor uns kann man ein paar Industrierohre erkennen, die ab und zu durch die Landschaft schlängeln. Die großen Industrieanlagen im Norden der Stadt. Hässliche, brutale Bauten, die sich hauptsächlich durch Chemie- und Industriewerke kennzeichnen, mit meilenlangen Rohren und seltsamen Becken, in denen stinkende Brühe dazu gerührt wird, eines Tages irgendwo illegal ins Meer entlassen zu werden. Warum bin ich wach geworden? Von hier aus ist es noch eine knappe Stunde Fahrt.



Ein Blick auf das Mobiltelefon in meiner Tasche. Es hat vor kurzem einen Anruf empfangen, ohne dass ich abgenommen habe. Kein Wunder, ich hab es kaum mitbekommen. Unbekannter Anrufer. Ob es Deepthroat wieder war? Oder hat Rieé schonwieder Bedürfnis nach schnellen Ergebnissen? Ich frage mich immer noch, was er sich davon verspricht.



Ibrahim schaut über die Schulter kurz zu mir.



Ibrahim - Haben Feinde?



Zeichner - Was?



Ibrahim - Feinde? Auto verfolgt uns.



Ich drehe mich auf seine Aussage hin ruckartig um, schaue nach hinten. Etwas fünfzig Meter hinter uns befindet sich ein Fahrzeug. Es scheint stetig mit uns mitzuhalten.



Zeichner - Bist du dir sicher?



Ich muss mir ob diesem Ereignis erst mal ein bisschen Staub aus den Augen reiben.



Ibrahim - Ist selbe Auto seit Stunden. Zu groß Zufall. Leute auf Schuhe getreten?



Zeichner - Eigentlich dachte ich nicht. Kann es Zufall sein?



Ibrahim - Gibt kein Zufall. Oha, nehmen Fahrt auf.



Der hinter uns fahrende Wagen beschleunigt stark und ist schon bald nur wenige Meter hinter uns. Irgendwann müssten wir eigentlich aus dem Industriebereich zu den Klippen wechseln, hinter denen dann White Springs anfängt.



Im nächsten Moment springt das Auto, als wir von hinten unsanft angestoßen werden. Der andere Wagen hinter uns lässt seinen Motor erneut aufheulen, drückt von hinten gegen uns. Ich überlege, die Waffe zu zücken.



Zeichner - Kannst du ihn abschütteln?



Ibrahim - Wohin? Rohre und Meer versperren Weg! Soll Unfall verursachen?



Zeichner - Solange es nicht unser Unfall ist!?



Im nächsten Moment setzt Ibrahim zur Seite aus, und mit einem Mal sind wir mit dem anderen Auto auf gleicher Höhe. Mit wird erst jetzt deutlich, dass es sich um einen schwarzen Kombi handelt. Im nächsten Moment rattert unser Wagen, als wir von der Seite gerammt werden. Die Seitentür sieht nicht mehr gut aus.



Ibrahim - Festhalten!



Er reißt das Lenkrad zur Seite und wir knallen mit Wucht gegen ihre Seite, wie sie vorher gegen unsere getroffen sind. Nun, zu mindestens scheinen beide Fahrzeuge nicht gut davon wegzukommen. Unser Fahrzeug hat bereits begonnen an Geschwindigkeit zu verlieren. Da! Eine der Scheiben wird heruntergelassen, ein Mann in dunklem Anzug und einer Pistole beugt sich heraus und zielt auf uns.



Zeichner - Waffe!



Kaum habe ich geschrien, reißt Ibrahim uns erneut gegen ihre Flanke und beide Wagen werden durchgeschüttelt. Es scheint den Schützen aus dem Gleichgewicht gebracht zu haben, denn er wackelt und hält sich krampfhaft an der Außentür fest. Meine Hand geht derweil zur Pistole, die ich mir von Mickey geholt habe.



Ibrahim - Uh oh!



Als ich ihn höre, blicke ich nach vorne, und erstarre beinahe.  Der Klippenabschnitt beginnt, und er ist bei weitem nicht breit genug für zwei Fahrzeuge auf den kleinen Spuren.Der Weg wurde nicht umsonst schon vor Jahren für Groß-Fahrzeuge gesperrt, was aber viele nicht davon abhält, ihn illegal nachts für Straßenrennen weiter zu benutzen.



Für mich viel schlimmer ist in diesem Moment die Tatsache, dass unsere Verfolger erneut versuchen, uns von der Straße zu rammen, vermutlich, weil sie uns in den Klippen zerschellen sehen wollen.



Ibrahim - Festhalten!



Ein weiterer Ruck und wir knallen erneut aneinander. Beide Autos sehen inzwischen enorm ramponiert aus und das hintere Rad auf der uns zugewandten Seite scheint dem Verfolger fast abzufallen. Ich ziehe die Pistole, lade durch, drücke die letzten Reste Fensterglas beiseite, welches schon beim ersten Zusammenknall zersplitterte.



Zeichner - Näher ran! Ich muss den Reifen treffen.



Es wird zu einer Zerreißprobe. Ich versuche im Halb-Dunkeln auf den Vorderreifen zu zielen, während Ibrahim verhinder muss, dass wir erneut gerammt werden und gleichzeitig selber nicht rammen soll.



Eine Kugel pfeift mir um die Ohren. Der Schütze? Aber es kommt schlimmer. An der Seite des Schützen hat eine weitere Person auf der Rückbank durch das offene Fenster am Schützen auf unserer Seite in unsere Richtung geschossen. Teufelskerl, das hätte mächtig ins Auge gehen können.



Muss unbeirrt bleiben, drücke in kurzer Abfolge mehrere Schüsse raus. Ich kann nicht klar sagen, ob ich mehr als nur die Karosserie treffe, klar ist aber, dass im nächsten Moment der andere Wagen zu schlingern beginnt. Dann knallt es laut, als sie durch die dünne hölzerne Absperrung brechen und für einen Moment frei im Raum schweben, den Klippen unter uns entgegen. 



Mir steht der Schweiß auf der Stirn, brennt mir in den Augen von der Anstrengung. Mein Herz rast. Schlägt mir bis zum Hals. Von vorne höre ich ein amüsiertes, ja befreites Auflachen. Dann ein lauter Knall hinter uns. Ich kann das Feuer nicht sehen, aber wohl die Schatten und die Rauchentwicklung. Ein seltsames Ende für eine Bande von ... tja, wem eigentlich?

20140416

701

700 Einträge
....Wow. Ist schon ein ganzes Weilchen her seitdem ich den Blog angefangen habe zu schreiben. Die letzte statistische Erhebung müsste demzufolge auch schon ein Weilchen auf dem Buckel haben.

Exakt heute vor 7 Jahren habe ich mit dem Blog angefangen. Seitdem sind viele lustige Höhen und Tiefen durchschritten worden und am Ende stehen wir für den Moment erstmal hier. Hmm.

Na. Wir reden dann bei 1000 Einträgen weiter, ehh..

Fall 1 - XXVI

Der Raum vor mir scheint eine Art Besprechungszimmer oder Interview-Raum zu sein. Nicht sehr groß, vielleicht vier mal fünf Meter. Eine schwarze Couch auf der einen Seite, eine undurchsichtige Glaswand mir gegenüber, eine weitere Tür die als Durchgang durch den Raum selbst dient. Ein kleiner Stelltisch an der Seite und ein Drehstuhl hinter dem großen Couchtisch, der zwischen Glaswand und Couch steht. Seltsame Aufmachung. Wobei mir die Gestaltung des Raumes irgendwie bekannt vorkommt. Kann auch daran liegen, dass neben dem Couchtisch ein Kamerastativ steht, wenngleich die Kamera da drauf fehlt. Also werden hier vermutlich Interviews gemacht.

Mit ein paar Schritten bin ich an der nächsten Tür. Immerhin hatte die Sekretärin gesagt, dass ich durchgehen darf. Ein einfacher Drehknauf, eine dünne Holztür. Ob die Wände hier ebenso dünn sind? Als ich die Tür öffne, kommt mir ein Schwall von warmer Luft entgegen, deutlich wärmer als noch im Vorraum. Etwas undeutlich erkennbar, sitzt ein Mann am anderen Ende des Büros, in das ich hier komme an einem offenen Fenster und raucht, während der Dampf eines von außen hereinwehenden Geräts anscheinend die Umgebung verpestet.

Das Büro ist deutlich größer als man von außen erwarten würde, gut zehn Meter breit alleine, sowie mehrere Meter in die Tiefe gehend. Der Fußboden jedoch verrät, was für eine billige Absteige es ist, denn es bleibt weiterhin Filz, anstatt in eine teureren Bezug über zu gehen. Gegenüber von der Eingangstür, getrennt durch einen stabil wirkenden modernen Büroschreibtisch in Elendsgrau mit Monitor und diversen Unterlagen und Bildern sitzt neben dem alten Drehstuhl daneben auf der Fensterbank noch dahinter jemand, den ich vermutlich als die Geschäftsführung vermuten sollte.

Ein kurzer Blick zu den Seiten verrät mir deutlich mehr über das Büro. Eine einsame halbtote Grünpflanze steht auf einem Aktenschrank an der rechten Seite des Raumes neben einer kleinen Sessel-Sofa-Kombination die sich deutlich mit der Couch im Vorraum abwechseln könnte und werden durch einen kleinen Kaffeetisch eingegrenzt, auf dem zwei benutzt Becher stehen und eine junge Frau, die versucht, ihren Blick irgendwo anders als auf mich zu werfen. Auf der anderen Seite steht ein Regal mit seltsam geformten Medaillen und Preisen, Auszeichnungen und persönlichen Bildern. Leuten, die grinsend die Hände schütteln, während die Kamera zuschaut. Eine veritable Sammlung von Haifischen, wenn man genauer hinsieht.

Ich schließe die Tür hinter mir und schreite zu einem der Stühle vor dem Schreibtisch, setze mich jedoch noch nicht hin. Mal gucken, wohin das Gespräch hier geht. Der Mann am Fenster ist ein übergewichtiger, leicht untersetzter Mann irgendwo in den Dreißigern, möglicherweise auf die Vierziger zugehend, wenn man die Falten in seinem Gesicht deuten kann. Ein rundliches Gesicht, die zurückgehende Haarlinie, das verbleibende schwarze Haar und der dichte Schnurrbart rahmen ein sehr klischeehaft wirkendes Gesicht ein. Gleichwohl blitzen die kleinen Augen mit einem scharfen Blitzen hervor, als er seine Zigarre mit dem Mund gefasst im Mund lässt, sich vom Fenster abwendet und sich mir zuwendet.

Ein kurzer Blick zur Seite, die junge Frau, ein enges Top, kurzer Rock und leicht verschmierter Lippenstift, die kurzen Haare in einem wilden Pink gefärbt, dass es einem entgegen schreit. Die Art und Weise in der sie verschämt wegguckt, als ich rüber blicke, spricht Bände über die Dinge, die hier vermutlich vorgefallen sind. Ein junges Licht auf dem Weg zum großen Star, eh? Eine schmutzige Karriereleiter, wenn ich jemals eine gesehen habe.

Ich wende mich dem Herrn zu. Er beugt sich über den Schreibtisch, hält mir eine Hand hin. Ich greife danach. Will sie schütteln. Als er sie zu packen bekommt zerrt er plötzlich an mir, ich werde unsanft nach vorne gezogen und er qualmt mir den kompletten Zigarrenrauch ins Gesicht. Ich kann nicht umhin, kurz zu husten, meine Augen brennen leicht. Arschloch! Er grinst dabei noch, als ich mir Tränen aus den Augen wische.

Herr - Sie sind Zeichner, eh? Setzen sie sich. Was kann ich für sie tun?

Zeichner - Ja. Ich komme *koff* wegen eines Klienten. *hust*

Natürlich mache ich keinerlei Anstalten, mich zu setzen. Wie sollte ich auch? Mir Höflichkeit nach einer solchen Masche anzubieten, der Mistkerl will hier ein Dominanz-Spielchen draus machen. Wegen der jungen Frau an der Seite oder weil er meint, dass er sich so besser vor eventuellen Fingerzeigen schützen kann?

Herr - Und?

Zeichner - Naja, Mister...?

Ich lasse die Frage im Raum stehen. Auch wenn es sich so ausmacht, dass er dadurch vermuten könnte, dass ich vielleicht nicht von dem angeblichen Klienten komme, so bleibt mir im Gespräch wenig Wahl, um ihn zu packen, brauche ich so schnell es geht seinen Namen. Andererseits, es ist im Nachhinein ja immer nur eine Rechtfertigung, wenn meine Zunge mal schneller als mein Geist dabei ist. Ich muss wieder anfangen meine Worte mit Bedacht zu wählen.

Herr - Matthews. Conrad Matthews, Eigentümer und Besitzer von Spritzer Entertainment.

Zeichner - Nun, Mister Matthews, es geht, wie ich schon ihrer Sekretärin versuchte zu erklären, um eine Sache mit meinem Klienten, Herrn von Altenstamm.

Er guckt kurz an mir vorbei, wohl Richtung der Sitzecke. Ich kann selbst ohne Augen im Hinterkopf die Angst des Mädchens hören, das offensichtliche Schlucken, das ihr im Halse stecken bleibt.

Matthews - Candy, Mädchen, geh rüber und mach dich frisch, wir reden weiter sobald der Herr gegangen ist.

Ich kann hören wie sie von der Couch aufsteht, die Zimmertür sich öffnet und schließt. Derweil lässt Matthews sich in seinen Drehstuhl fallen, der Mühe hat, ihn dabei aufzufangen. Er knarzt bedenklich, dabei ist der Mann nicht extrem übergewichtig. Vermutlich ist der Stuhl zu alt. Von draußen weht immer noch ein leichter weißer Dunst herein, der die Sicht leicht trüben würde, wenn er massiver aufkommen sollte. Ab und zu kann man einen Teil des Straßenlärms vernehmen, hupende Autos und ein paar Sirenen die sich hier und da durch den Tag jagen. Mir wird bewusst, dass ich seit Stunden noch nichts gegessen habe, das letzte war heute Morgen vor meiner Entlassung der ekelerregende Krankenhausfraß, den sie einem immer als nahrhaft und gesund verkaufen wollen. Ich kann nur hoffen, dass mein Magen nicht plötzlich sich zu melden beginnt.

Matthews - Miss Avner erwähnte etwas Wichtiges? Hat Altenstamm ihnen den Briefumschlag mitgegeben?

Briefumschlag. Erwartet er Anweisungen? Geld? Wenn es Geld ist, ist es Schweigegeld oder bezahlt ihn der Mann für eine Dienstleistung? Oder noch mehr, für vorhergehende Dienste? Erwartet er einen Kurier? Ich muss mehr aus ihm herauslocken.

Zeichner - Nein. Es geht um Tatianna. Es gab einen...Zwischenfall.

Er seufzt laut auf. Greift zu einer Schublade, holt einen kleinen Zigarrenkasten heraus. Hält mir eine hin.

Matthews - Zigarre?

Zeichner - Danke Nein, ich bevorzuge normale Zigaretten.

Er grunzt, wühlt in einer Hemdtasche und gibt mir dann eine Schachtel "Dark Taste". Eine ehemalige Marke aus dem letzten Jahrtausend. Ihre Produktion wurde eingestellt, weil der Markt angeblich nicht positiv auf ihre Einführung mit einem solchen Namen reagiert hätte. Ich greife die Schachtel, ziehe eine heraus, mit einem von ihm gegebenen Feuerzug zünde ich sie an.

Zeichner - Danke.

Matthews - Keine Ursache. Zwischenfall, eh? 

Er fährt sich durch das verbliebene Haupthaar, zerstreut schaut er durch das Büro, greift dann zu ein paar Unterlagen auf dem Tisch, schiebt diese beiseite und offenbart eine kleine Box mit Visitenkarten, die er durchgreift. Er holt eine heraus. Hält sie mir hin.

Matthews - Hier ist die Adresse von Fouquíer. Sagen sie ihm, er diesmal etwas aufpassen, ich hatte schon vermutet, dass nach der Behandlung mit ihr irgendwas nicht richtig war.

Ich nehme die Visitenkarte entgegen. Die Adresse ist in White Springs, einem kleinem Vorort entlang der Küste nördlich der Stadt. Eine Fahrt von mindestens einer Stunde von hier aus. Außer dem Namen und der Adresse ist auf der weißen Visitenkarte sonst nichts verzeichnet. Keine Telefonnummer, kein Ansprechpartner, keine eMail. Nichts. Ich stecke sie ein. Warte noch einen Moment. Erwartet er, dass ich jetzt schon wieder abhaue?

Er guckt mich etwas entnervt an.

Matthews - Worauf warten sie noch? Sie werden nicht fürs stehen bezahlt!

Sein Ton ist schroff geworden. Er ist es gewohnt, Befehle zu geben. Er schaut mich an. Verdächtigt er mich bereits? Ich grinse kurz, schüttele die Schultern, drehe mich um, gehe Richtung Tür.

Matthews - Und sagen sie ihm, dass er nicht so rau mit ihnen sein soll. Wir haben nicht so viele davon, dass er sie immer so behandeln kann.

Ich winke über die Schulter zuckend ab, öffne die Tür und gehe raus. Auf dem Weg die Treppe hinunter muss ich über das nachdenken, was er offenbart hat. 

Seine Worte lassen mich verwundern. Sie haben nicht so viele? Geht es hier nicht um eine einzige Person? Oder ist Tatianna nur ein Codename für eine Art von Person? Wer ist Fouquíer und was verbirgt sich in White Springs? Meines Wissens nach ist es ein verschlafenes kleines Fischerstädtchen, das in den letzten Jahren immer mehr den Anschluss an die Stadt bekommen hat, seitdem sich der Moloch angefangen hat auszubreiten. Angeblich soll der Stadtrat schon seit Jahren dafür Lobby-Arbeit betreiben, die Kommune zu schlucken. Und warum geht Matthews davon aus, dass sowas passieren konnte? Das was genau passieren konnte? Was machte man in White Springs mit ihr? Oder Ihnen? Als ich unten angekommen bin und die Tür aufmache, höre ich ein seltsame auf quietschen.

Einen Spalt weiter, und wer auch immer vor der Tür stand wäre herunter gefallen, auf eine ziemlich unsanfte Art und Weise. Ich dränge mich durch die Tür soweit es gerade geht, ohne dabei das kaputte Geländer zu nutzen, und bemerke, als ich draußen bin, dass die als "Candy" angesprochene junge Dame draußen steht, Zigarette in Mund, zitternd wie ein Stapel Espenlaub im Winde. Sie guckt mich an. Das verschmierte Make-Up unter ihren Augen lässt mich vermuten, dass sie geweint hat. Sie guckt mich etwas erschrocken an. Hat sie sich nicht denken können, dass hier jemand runter kommt? Als ich mich gerade umdrehen will, höre ich so etwas wie ein kleines Fiepen aus ihrer Richtung. Drehe mich um. Über ihr stößt eine Klimaanlage gerade etwas Dampf aus, der die gesamte Umgebung in einen leichten weißlichen Dunst einhüllt.

Candy - Hey Mister.

Ich schaue sie an. Es ist schwierig einzuordnen, sie wirkt so verbraucht wie jemand, der seit Jahren auf den Straßen umher wandelt, obwohl sie von ihrer Figur und dem Äußerlichen vermutlich die Zwanzig noch nicht überschritten hat. Hartes Leben.

Zeichner - Hmm?

Ich gebe mich betont cool. Es ist eine nutzlose Geste, verschwendet sogar, aber ich kann nicht anders, als es hier heraushängen zu lassen.

Candy - Sie sind kein Kunde, oder?

Zeichner -Ich wüsste nicht, was dich das angeht.

Candy - Ich hab sie im Fernsehen gesehen.

Eine kleine Alarmsirene. Je nachdem, wie sich der Dialog entwickelt. Ich muss abtasten, was sie weiß.

Zeichner - Glaube ich kaum. Allerweltsgesicht. Wirst mich vermutlich verwechseln.

Sie zuckt mit den Schultern, mir wird fast schmerzlich bewusst, wie dürr sie sein muss, dass ihre Schulterblätter gut erkennen kann.

Candy - Keine Sorge, ich hab auch schon überlegt zu springen. Ich weiß wie das ist.

Natürlich. In meiner ersten Nacht sagte Frau Schwarz, dass ich in den Nachrichten wäre. Vermutlich hat irgendwer eine halbwegs sinnvolle Beschreibung abgegeben. Meine fünfzehn Minuten. Fuck.

Zeichner - Und?

Candy - Sie fahren zu ihm, oder? Zu Fouquír.

Zeichner - Was wenn?

Candy - Von mir aus könnten sie dem Schlächter eine Kugel in den Kopf jagen. Aber. Egal. Einfach nur, wenn, wenn sie...bringen sie niemanden dahin, ok? Ich hab sie und Conrad über ein Mädchen sprechen gehört. Sie wollen sie nicht zu Fouquír bringen. Glauben sie mir.

Interessant. Ist es nur die Gerüchteküche oder weiß sie wirklich mehr? Ich kann die Chance nicht ungenutzt lassen.

Zeichner - Warum nicht?

Candy - Weil er ein Schlächter ist, kein Chirurg. Ernsthaft. Ich hab einen Freund, einen Bekannten hier in der Stadt, an den Docks, James Torn. Er ist ehemaliger Arzt aber tausend Mal besser als der Amateur in White Springs. Zu mindestens kommt man bei Torn noch gesund und halbwegs heil wieder heraus. Ich hab gesehen was Fouquíer mit manchen Mädchen gemacht hat. Es...war nicht schön, OK?!

Zeichner - Ok. Danke für den Tipp. Ich werde drüber nachdenken.

Ich tippe mir an die Stirn, stupse den Zigaretten-Stummel beiseite und mache mich auf den Weg zu Ibrahims Taxi. Als ich einsteige kann ich sehen, wie sie mir winkt, und dann die Treppe hoch verschwindet.