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20210925

Rant - Detroit:Become Human (-)

Warum ich "Detroit: Become Human" nicht mag. Ein Rant. Von mir.

20170705

Baldur´s Gate oder Gygaxscher Wahnsinn

Im Rahmen meines Streams bin ich dieser Tage dabei, die Baldur´s Gate Saga zu streamen. Das ist langwierig, anstrengend, faszinierend durch den Einblick, und vor allem eines. Erleuchtend für den Wahnsinn mit welchem sich ADnD versucht, innerhalb des Videospiels anzuwenden.

20170530

Computerspiele der letzten Tage

Nachfolgend ein kleiner Blick darauf, was ich denn in letzter Zeit so alles gespielt habe, und was ich von den Spielen denn dabei so hielt. Dabei im Überblick:
- PREY
- NieR:Automata
- Serpent in the Staglands
- Dragon Age Inquisition
- STRIFE Veterans Edition (1996)

20170430

Im Bann des Spieles...

Eigentlich sollte hier ein Text über Tempelstadt, GoG und Spielmechanismen stehen, stattdessen kommt hier aber nur mit deutlicher Verzögerung überhaupt etwas online. Der Grund dafür ist einfach. Mich hat etwas in seinen Bann geschlagen....

20161213

Shadow Tactics - Blades of the Shogun

Wir schreiben die Jahre der frühen Edo-Zeit, irgendwann zwischen 1600 und 1700. Das Schogunat hat sich nach dem Sengoku Jidai etabliert, und unter dem aktuellen Schogun die Kontrolle über Japan erringt. Aber das Land ist immer noch unter Spannungen, denn eine nebulöse Gestalt, genannt Kage-sama droht, den Frieden durch Intrigen und unehrenhafte Handlungen zu zerreissen. Alles hängt an einer Anti-Schogunats-Rebellion um die Feste von Osaka, wo der Shinobi Hayato, beauftragt das Tor zu öffnen, Zugang erlangt, und sich alsbald in einer Intrige wiederfindet, welche ganz Japan bedrohen wird...

Shadow Tactics, von MiMiMi Games und herausgebracht von Daedalic, welche eher für ihre Adventure-Reihen, als für ihre Strategiespiele bekannt sind, ist das, was passiert, wenn man Commandos und Desperados kreuzt und die Handlung in Japan ansiedelt. Wir haben also taktische Überlegungen, hochkomplexe Karten und Patrouilliengänge welche durch eine Gruppe von 2-5 Personen bewältigt werden müssen, darunter ein tapferer Samurai, Shinobi und ein altehrwürdiger Musketenschütze, welche mit ihren speziellen Fähigkeiten dazu dienen, Stück für Stück den Zielen der jeweiligen Mission gerecht zu werden und näher zu kommen.

Gemacht wird das, indem man Hindernisse ausschaltet und sich nach und nach auf höchst strategische Art und Weise zum Ziel arbeitet, eventuelle Leichname versteckt oder feindliche Gruppen umgeht, immer darauf achtend, wo der Sichtbereich des Feindes liegt, und wo man sich selbst entlang schleichen kann.

Man merkt dem Spiel dabei die Erfahrung durchaus an, und viele der Elemente in der Steuerung werden einem bekannt vorkommen, wenn man jemals ein Commandos angefasst oder gespielt hat. Das umschließt genauso die Spezialfähigkeiten der einzelnen Gruppenmitglieder, wie auch die Möglichkeit, den Sichtbereich feindlicher Einheiten mit einem einfachen Rechtsklick aufzurufen.

Dabei durchläuft man mit den Missionen einen stetig ansteigenden Schwierigkeitsgrad, welcher vom Tutorial an über Tage im Regen, im Schnee, und in der tiefsten Nacht beinhaltet, in einer Schlacht und inmitten eines lauten Stadtfestes. Dabei ist Shadow Tactics durchaus nicht einfach, und was das Spiel als normalen Schwierigkeitsgrad empfindet, ist schon knackig.

Dazu kommt, dass man nicht in jeder Mission jedes Gruppenmitglied zur Verfügung hat, was dazu führt, dass man bei der Planung umdenken muss, und auch manchmal Aktionen planen muss, die man so nicht machen würde wollen, oder die nicht in jeder MIssion gleich funktionieren.

Optisch sieht Shadow Tactics durchaus sehr gut aus für das, was man von Japan der Spätrenaissance erwartet, und gibt in den verschiedenen Missionen durchaus stilistisch-typische Ansichten, vom Fischerdorf, zur Großstadt, vom Badehaus, zum Mönchskloster auf den Bergen.

Leider ist aber auch im Lande Nippon nicht alles grün, was blüht, und so blüht einem bei Shadow Tactics auch so manches Mal die Hasskappe. Dass man die Ansicht ständig dreht für das dreidimensionale Gelände ist ja kein Problem, aber man verklickt sich des öfteren, die Performance der Game Engine ist nicht sehr hoch und selbst auf meinem völlig überhöhten System kommt es zu performance-unabhängigen Rucklern an ungünstigsten Momenten. Dazu kommt ein Schwarmbewusstsein der Wachen, die gefühlt sofort wissen wo man ist, wenn man von einer einzigen entdeckt wurde, und eine garantierte ZIelgenauigkeit und das schnellste Nachladen von Musketen die ich jemals gesehen habe. Wenn man dann noch ein paar der Missionen anguckt und ihre Zielstellungen, sind graue Haare vorprogrammiert.

Insgesamt habe ich knapp 23h an Shadow Tactics gesessen, und mir dabei so manches Mal die Haare gerauft über seine Probleme, aber letztlich, für Fans solcher Taktik-Spiele, die auch mit Desperados und Commandos Spaß hatten, wird hier aber ein Fest abgefeiert.

Also, eine Empfehlung mit Einschränkungen.

20161109

Twitch.tv

Eine amüsante Nebennote. Im Laufe des heutigen Abends werde ich, wohl Richtung 20h, auf Twitch meinen Stream für Odallus, The Dark Call fortführen. 

Um mich selber dazu zu bekommen, endlich einmal ein paar der Kamellen meiner Steam-Bibliothek anzufassen und andererseits, weil ich eigentlich schon seit längerem versuchen wollte, wie das mit Twitch wohl so ist, habe ich nämlich angefangen, einen Twitch-Stream zu basteln. 

Es ist noch etwas holprig, aber ich bin zuversichtlich, dass es mit der Zeit besser wird. Hoffe ich. Denke ich. Also, vielleicht. Mal gucken.

Diejenigen von euch, die ein Interesse daran haben, ein Oldschool-8-Bit-Metroidvania zu erleben, können ja ab 20h dabei sein und zugucken. 
Der Link ist Hier.

20161023

Videospiel-Rundumschlag

Civilization VI (6)
Der King ist back. Das Schwergewicht des Casual-Strategy-Gaming kämpft wieder um seinen Thron...und wie ging dieser Kampf aus? Gucken wir uns einmal an, wie sich das neue ciVI schlägt. Schon beim Einstieg fällt auf, dass sich das Spielgefühl gewandelt hat.  Civ 6 bringt Distrikte mit sich, nunmehr sind Gebäude die man in seinen Städten baut ausgelagert auf weitere Felder rund um die Stadt selbst herum, eine Idee die wir schon aus Endless Legend kennen, die hier aber nur zögerlich, für meinen Geschmack zu zögerlich, verbreitet wurde. Dazu kommt das immernoch vorherrschende 1UPT (1 Einheit pro Feld)-Regel, welche weiterhin auf einem Hexfeld-Muster spielt, und durch später ermöglichte Einheitenkombinationen ausgehebelt werden kann. Gleichzeitig wurde die Grafik deutlich überarbeitet (Jetzt auf DirectX11-Niveau, schick-schick!) und Religion und Spionage sind von Start weg ebenso wie die ideologische Ausformung in Form der Dreier-Achse Demokrat/Faschist/Kommunist wie wir sie aus unzähligen Spielen über den zweiten Weltkrieg kennen...

Aber ist es denn auch ein gutes Spiel? 
Mhhhjaaaeeeiinnn.....
Ich bin unentschlossen. Die Spielperformance ist tragisch, die KI strohdoof, der Techbaum geschrumpft, die gewählten Anführer und Boni sind extrem ungleich in ihren Stärken verteilt und bestimmte Mechaniken funktionieren in meinen Augen auch nicht sehr gut, wie zum Beispiel Spionage. Dazu kommt, dass Religion recht albern gestaltet ist, da man entweder alles aufwischt wenn man früh rankomt oder sich ewig in Religionskriege verstrickt weil Einheiten der KI sich extrem dämlich anstellen und man auch ganze Religionswellen von verschiedenen Seiten bekommt. Da man dann auch nicht der KI sagen darf, nä, deine Missionare nicht oder verpisst euch, sondern gleich Krieg hat, läuft es wieder darauf hinaus, das man durchgehend im Krieg ist. Dazu kommt ein sehr mäßiges Interface, das von Leuten gebastelt wurde, die gefühlt noch kein einziges CIV davor gespielt haben, das Fehlen diverser Optionen fürs Gameplay wie auch für die Variablität sind weg und das Spiel ist im Multiplayer extrem instabil, etwas, womit ja gerade Civ 5 noch geglänzt hat mit, ist nun irgendwie schlechter geworden, und das soll ja auch nicht. Ich würde abschließend sagen, es macht Spaß, ich werde es sicherlich spielen, aber man sollte es sich nicht wie ich am Erstverkaufstag holen und dann sehen müssen, wie Amazon.de 1 Tag später den Kaufpreis erstmal um 15€ senkt...grrr

Stellaris + Leviathans
Das erste DLC zum neuen Sci-Fi-Zugpferd von Paradox ist draußen. Mit Leviathans kommt neben Patch 1.3 eine Ansammlung massiver Überarbeitungen ins Spiel, welche unter anderem den Schiffsdesigner und Raumschiffe, Waffen, Strategische Ressourcen Und Und Und überarbeitet, während das DLC selbst neben der "War in Heaven"-Funktion (Zwei uralte Rassen erkämpfen sich erneut ihren Platz der Galaxis) auch diverse neue "Großbedrohungen" in Form von echten Piraten, Weltraummonstern und unabhängigen Stationen mitbringt.

Für nen 10er ist Leviathans recht teuer, lohnt sich aber durchaus für den treuen Fan. Leider bekämpft es Stellaris größtes Problem nicht wirklich, nämlich die weiterhin mäßige Sektor-KI und die Tatsache, dass es neben dem Krieg keine echte Siegbedingung gibt, auf die man als friedlicher Spieler hinarbeiten kann. SimCity-Spielen bringt in Stellaris weiterhin nix. Und das Endgame ist immer noch nicht angefüllt, ebenso wie viele Ereignisse im Midgame fehlen, ich will Revolten, Intrigen etc. Aber ich denke mal, der Umschwung Richtung EU:Rome kommt noch, insofern bleibt nur das Abwarten. Trotz alledem, Kaufempfehlung.

Europa Universalis 4 + Rights of Man
EU4 ist ja schon länger das Schwergewicht im Ring, und mit der nunmehr neunten DLC-Erweiterung für nen satten 20er wird das gesamte Techsystem überarbeitet, unter anderem, man bekommt endlich Herrscher-Aspekte und es wurde einiges am Kampfsystem getan. Leider konnte ich noch nicht genügend Zeit investieren, um zu testen, wie gut sich das im Multiplayer einfügt, aber instabiler ist es, wie jede EU4-Erweiterung nach dem Release erstmal, wieder mal, was natürlich extrem nervig ist, denn nur im Multiplayer scheint das Spiel mit seinem Genius ja so erst so richtig durch. Ich empfehle, lieber warten bis es im Angebot ist.

Hearts of Iron 4
Anders hingegen der vierte Teil von Hearts of Iron, der von Anfang an mit massiven Änderungen aufwartet, welche sich einerseits am dritten orientieren, und gleichzeitig die Steuerung stärker zurück zu den Wurzeln von Teil 2 stellen, der ja weiterhin der Fan Favorite bleibt. HoI4 ist jedoch von mir leider bisher sträflich vernachlässigt worden. trotz der Tatsache, dass es mit dem zweiten Teil vermutlich die Spielreihe ist, die ich am meisten gespielt habe. Gleichzeitig habe ich bisher viel gutes darüber gehört, insofern kann ich nur hoffen, dass es einigermaßen gut ist, und werde mehr dazu sagen können, sobald das erste große DLC-Pack draußen ist.

Sunless Sea + Zubmariner
Ahh, wir kehren zurück in die unterirdische Zee von Sunless Sea. Mit dem bereits im Kickstarter versprochenen DLC Zubmariner wird nun auch die Unterzee befahrbar gemacht, wo neue, schrecklichere Kreaturen und Geheimnisse auf wagemutigen Kapitäne warten, unter anderem eine Insel aus Schiffsrümpfen, ein Riesenmaul in dem Menschen leben und andere, noch viel abstrusere, aber dem Setting deutlich angemessene Orte und Erlebnisse erwarten einen dort. Ich weiß, für 20€ ist es recht happig, aber ich habe die Stunden gerne investiert und kann das DLC jedem der mit Sunless Sea noch ein paar Stunden verbringen will, nur wärmstens ans Herz legen. Allen jedoch, die mehr davon erwarten als das Original-Spiel, werden hier eher enttäuscht zurückbleiben. Zu wenig hat sich am Rogue-Like geändert, welches das Herz des Spiels ausmacht. Aber das ist für einen Fan ja nicht schlimm...

Diary of a Spaceport Janitor
Etwas ganz anderes hingegen haben wir hier. Als eine Art künstlicher Müllschlucker, der davon träumt, eines Tages den dreckigen Raumhafen, den man jeden Tag sauber machen muss, endlich zu entfliehen, wird man hier mit allerlei Ulkigem, und durchaus warhmherzigen konfrontiert, und muss sich als diese Person, deren Name und Geschlcht unbestimmt und Spieler-überlassen sind, darauf einstellen, eine Welt zu erkunden, bzw. einen Raumhafen, in dem Aliens nicht mehr besonders, sondern langweiliger Alltag geworden sind. Und ihren Müll wirklich überall hinwerfen. Ich hatte viel Spaß, es kostet nicht viel und kann es nur wärmstens empfehlen, wobei ich weiß, dass der Einstieg etwas schwer sein kann, weil man wenig an die Hand genommen wird. Es lohnt sich aber durchaus, auch wenn der Mittelteil etwas zäh sein kann.

Majikoi + Majikoi S
Viel stärker in eine ganz, ganz andere Richtung gehen wir hingegen jetzt. Mit Majikoi, oder Maji de Jibun ni Koishinasai!, sitzen wir vor einer Visual Novel. Und die soll es in sich haben. Nach einem gut Achtstündigen Prolog, kommt erst das eigentliche, typische Entscheidungsspielchen, in dessen Rahmen man sich für den weiteren Spielverlauf wählt und ich kann nur sagen, dass zumindestens das Grundspiel in der Main-Route mir ans Herz gewachsen ist. Ich hab gelacht, ich hab geweint, und ingesamt viel Spaß gehabt. Umso trauriger war ich letztlich darüber, dass auch Majikoi letztlich, wie viele andere Spiele dieser Art, an dem Punkt, an dem die Beziehung erst so richtig anfängt, abbricht, und abblendet, bzw. auf den Nachfolger verweist. Der dann auch nur 1h neuen Content bringt, welcher sich hauptsächlich auf Hentai-Szenen erstreckt bzw. 5 neue Personen, die für den die eigentliche Ereignisse aber nebensächlich waren. Dass die 5 Fandiscs, die es seither gibt, da nur noch Futter für weitere Personen, aber keinen der ursprünglichen Stränge mehr geben, tut sein übriges.

Zum Grundspiel sage ich mal YAY, zu S und den Fandiscs, ein klares NAY.

20160827

Deus Ex - Mankind Divided


Nach 22h jetzt der Rückblick, weil mir der Breach-Modus den Buckel runter rutschen kann. Aber kommen wir erstmal zum wesentlichen.

Veröffentlicht am 23.8.2016 durch Eidos Montreal, ist der Nachfolger zum Überraschungshit DeusEx - Human Revolution die neueste Auflage der Abenteuer der Sci-Fi-Action-RPG-Reihe um Adam Jensen, Mensch-Maschine Hybrid seit einem Anschlag der Illuminaten auf seinen Arbeitgeber um seine Ex-Freundin zu entführen....lassen wir den Rückblick, das verursacht nur Kopfschmerzen.

DXMD beginnt die Handlung 2 Jahre nach dem Vorgänger, im Jahre 2029. Adam hat mittlerweise Sarif Industries verlassen, da er nach dem Ende des ersten Teils für ein Jahr von der Bildfläche verschwand und für tot gehalten wurde, und jetzt im Dienste von Interpol für TF29, eine internationale Gruppierung und Sondereinsatztruppe tätig werden soll. Das Spiel beginnt direkt mit einem Einsatz in Dubai, bei dem Jensens Team einen Waffendeal vereiteln soll.

Natürlich geht etwas schief, und gekopppelt mit einem Terror-Anschlag der nur kurze Zeit später die Nachrichten erschüttert beginnt Adam eine Untersuchung in die Ereignisse, immer auf der Hut vor dem Einfluss der Illuminaten und unter Leitung des mysteriösen JANUS, einem Superhacker, der als Anführer des Juggernaut-Kollektivs und anderen Anonymous-inspirierten "Hacktivisten" die Schandtaten der Nationen und Organisationen aufdecken will....

DXMD schließt dabei nicht nahtlos an den Vorgänger an. Man wird mit einem Haufen neuer Charaktere konfrontiert und muss erst nach und nach ergründen, warum Adam jetzt da ist, wo er ist, da das Spiel an dieser Stelle den Spieler, wie auch den Charakter, der erklärt er sei in einem Koma gewesen, dies erst ergründen muss. Umso anstrengender und verzwickter die Handlung. Dazu kommt, dass die Handlung des ersten Teils in einem 12-minütigen Introvideo nacherzählt wird. Entscheidungen aus Human Revolution haben dabei keinen Einfluss auf die Story, man kann zu keinem Zeitpunkt irgendwie etwas aus dem Vorgänger, ausser Vorwissen, einbringen.

Die Story selber wartet mit einem paar netten Wendungen auf, ist aber insgesamt sehr vorhersehbar und in ihrer dramatischen Struktur sehr stark an den Vorgänger angelehnt. Überhaupt hat sie einige starke Pacing-Probleme, so war das Ende, also der Moment, wo die Credits rollen, überraschend schnell erreicht und schneidet die Handlung recht brutal zu dem Zeitpunkt ab, was besonders frustiert, weil das Spiel zu dem Zeitpunkt überhaupt erst so recht an Fahrt gewinnt.

Zu den Spielinhalten ist wenig zu sagen, wer den Vorgänger kennt, wird sich schnell vertraut mit den Mechaniken zeigen, für alle anderen enthält das Spiel eine massive Anzahl an Tutorials, welche amüsanterweise oft erst angezeigt werden, wenn die Situation wo man sie gebraucht hätte vorbei ist. Es gibt ein paar neue Augments, also Cyberware mit Sonderfunktionen, von denen man, wenn man wie ich auf Schleichpfaden spielt, 99% niemals  brauchen wird, aber das ist halt ein Spielstil-Problem.

Insgesamt lässt das Spiel sich gut skalieren, man kann sowohl auf Schleichpfaden als auch auf Actionmanier durchkommen, überhaupt implizieren die Mittel die man bekommt, von Waffen, Augments etc gesehen, dass man sich öfter durchballern sollte, was aufgrund einer recht hakeligen und laggigen Steuerung aber nicht so recht das Vergnügen ist.

Dazu kommt, dass das Spiel offensichtlich erst für Konsolen entwickelt worden zu sein scheint, die Konvertierung ist nicht gelungen, mit fast 46 Gigabytes ist es absurd groß und wenig optimiert, selbst mit meiner GTX 970, wo ich Witcher 3 hochgestellt flüssig spielen kann mit 60 FPS komme ich bei DXMD nicht auf diese Zahlen, wobei mich die Vermutung beschleicht, dass ein FrameLocker mit drin gewesen sein könnte.

Überhaupt ist ein massiver Bruch durch die schlechte Optimierung drin. Klar, das Spiel sieht gut aus, keine Frage, aber die Performance ist ein Leidensspiel, wenn man von den vielen absieht, die es gar nicht erst spielen können, was einen Day-1 und Day-2 Patch nötig machte um die gröbsten Probleme auszumerzen.

Das Spiel enthält, wie auch der Vorgänger schon nicht, keinen Multiplayer-Part, sondern nur den sogenannten Breach-Modus, welcher dem Spieler als Hacker ermöglichen soll, eine Passage des Spiels, einen Netz-Hack in digital-visualisierter Form in verschiedenen Levels als kleines Spiel-im-Spiel quasi, zu machen, um die dunklen Geheimnisse der Konzerne aufzudecken, hat aber keine echte Langzeitmotivation, da die Verknüpfungen mit den Ereignissen der Hauptstory nicht zusammen passen. 

Überhaupt wirkt DXMD sehr stark zwiegespalten. Auf der einen Seite hat man das Gefühl, dass sich die Entwickler mit Prag enorm viel Mühe gegeben haben und einem eine wunderschöne Stadt im Aufruhr präsentieren wollen, auf der anderen Seite läuft man irgendwann als Spieler durch die meisten Lokalitäten nur noch durch, weil nicht wenige Inhalte des Spiels unter Zeitdruck erledigt werden müssen, ein Feature des ersten Teils, das nicht unbedingt hätte wieder kommen müssen.

Zu den Mikrotransaktionen kann ich nur sagen, mich störten sie nicht, das Spiel funktioniert auch gut ohne, also sind sie außen vor, da das Spiel keine echte Online-Komponente enthält, kann man es gut ignorieren und Einfluss haben sie ohnehin nur aufs Einzelspieler-Erlebnis.

Insgesamt mochte ich DXMD, was man auch daran merkt, das sich jetzt so kurz nach Release schon durch bin. Aber ich habe das Gefühl, gleichzeitig unbefriedigt zu sein. DXMD ist immer noch ein gutes Spiel, aber es erreicht die Qualität seines Vorgängers bei weitem nicht. 

Fazit: Kauft es, wenn es günstiger ist und ein paar Patches das Spiel deutlich optimiert haben. So für nen 20er zum Beispiel. 

20160824

Achtung Achtung - Durchsage

Aufgrund des gestrigen Release von Deus Ex (4) - Mankind Divided, verzögert sich der allgemeine Blog-Betrieb um einige tage. Wir bitten, den Ausfall zu entschuldigen und werden wie gewohnt sobald wie möglich mit qualitativen Beiträgen zurückkehren.
- Die Blog-Leitung

20160420

Digitaler Rundumschlag

 Game of Thrones - Telltale
Ich gebe zu, ich bin vermutlich ein Fanboy. Game of Thrones ist eine gute Buchreihe. Klar, es gibt Probleme, durch die man mit einem Panzer fahren kann, insbesondere Logiklöcher, durch die Daenerys Drachen passen würden. 

Die Story des Spiels ist auch durchaus nicht uninteressant, aber es gibt ein klares Problem bei der GoT-Umsetzung des Spiels. Game of Thrones klar, benötigt die Möglichkeit, ganz klare Änderungen und Entscheidungen zu haben, welche es ermöglichen, die Story anzupassen. 

Genau hier aber versagt die Telltale-Variante. Obwohl es so einige Sachen gibt, die ich interessant finde, haben wir das grundlegende Problem, das die Geschichte des Spiels immer gleich sein wird. Bis auf einige wenige Ausnahmen macht es quasi nur wenig Unterschied, welche Entscheidungen man trifft. Und die Plotrüstung mancher Charaktere geht einem im Spiel nur noch mehr auf den Keks (Ramsay Snow....grrrr). 

Dazu kommt, das das Spiel nicht wirklich logisch bestimmte Möglichkeiten oder Optionen präsentiert. Was frustrierend ist, wenn man als Spieler die Intrige bereits vorausahnt, aber nichts dagegen tun kann/darf. 
 Nur 2 von 5 Drachen.

Tales from the Borderlands - Telltale
Als alter Sam&Max-Fan bin ich natürlich den verrückten Humor gewöhnt, der sich bei besonders absurden Spielen ergeben kann, und das ist auch einer der Gründe, warum mir die die Borderlands-Reihe mit ihren teilweise doch sehr abgedrehten Charakteren und Inhalten mir da doch sehr zusagt.

Und hier muss man Telltale lassen, dass ihr Storytelling durchaus funktioniert, denn in seiner Abgedrehtheit ist Borderlands genau so ein Setting, bei dem es passt, wenn man über die Ereignisse nicht die meiste Kontrolle, insbesondere, wenn etwas, das als klassische Corporate-Intrigue-Story beginnt, dann zu einem Heist-Movie wird und massive Action-Anteile besitzt, so furious über die Bühne geht.

Mit einem wunderbaren Maß an Abgedrehtheit zieht TotB dabei die Story von Borderlands nach Borderlands 2 und dem Pre-Sequel fort, ohne dabei zu aufgesetzt zu wirken, und hat, wenn gleich weniger mit Gefühlen, doch einiges an Witz und Spannung enthalten, und ein paar der amüsantesten Begegnungen der Spielgeschichte. Und obwohl ich es jetzt bereits zum zweiten Mal durch habe, kann ich mich nur immer wieder darüber freuen, wie es ablief.
 Ganze 4,5 von 5 Handsome Jacks!

Hyper Light Drifter
8-Bit Grafik. Guter Sound. Action. Fiese Möps, die es zu verprügeln gilt. Und eine Story, die man mehr erahnt, als dass sie einem vorgelegt wird.

HLD ist eines dieser Spiele, die man entweder liebt oder haßt, aber die einem auf jedem Fall im Gedächtnis bleiben. Obwohl ich mich nicht durchringen konnte dabei zu bleiben (Es war mir dann doch etwas zu bunt und die Steuerung ist mit der Tastatur deutlich quitschiger als es sein sollte), ist es sicherlich eine Erfahrung, das ganz mitzubekommen. Durchaus eines der Spiele, die ich wohl als LetsPlay anschauen würde, wenn jemand richtig expertenhaft da durch geht.

Dark Souls 3
Eigentlich war ich sogar richtig gehyped für dieses Spiel. Trotz allem habe ich das Spiel nicht gekauft. Obwohl es seit fast einem Monat draussen ist. Schade irgendwie, aber nach Demon Souls, Dark Souls I und II ist für mich, irgendwie...die Luft raus.

Seltsam eigentlich. Ich wäre sicherlich der erste, der zugeben würde wollen, dass Dark Souls einen ganz besonderen Platz in meinem Herz hätte, weil es spielerisch etwas darstellt, das ich jahrelang vermisst habe. Trotz allem kann ich mich im Leben nicht für dieses Spiel motivieren.

Schon wieder einen neuen Charakter hochspielen, neue Monster sehen, neue Locations, aber gleichzeitig auch effektiv wieder unzählige Stunden, Tode und Momente investieren. Und irgendwie....wirkt es einfach momentan nicht so, als ob es das wert wäre.

Man darf das nicht falsch verstehen. Ich bin zuversichtlich, dass DS3 ein gutes Spiel sein kann. Es ist einfach nur nicht das richtige Spiel für mich im Moment.

Plague Inc. Evolved
*Seufz.* Nachdem der Originalitäts-Faktor abgeklungen ist, hat Plague Inc irgendwie nicht mehr soviel für sich, dass ich es unbedingt spielen würde wollen, nur um die Menschheit schon wieder auszurotten

Im Grunde genommen dasselbe Spiel, wie damals auf dem Tablet, und sicherlich immer noch ein gutes Spiel, ist die Tatsache, dass so ziemlich immer dieselbe Taktik und Strategie als einzigstes erfolgsversprechend ist, doch auf Dauer etwas dröge, selbst wenn ich überlege, dass unterschiedliche Elemente dafür sorgen können, dass man etwas Abwechslung rein bekommen mag.
Immerhin 2,75 von 5 tödlichen Plagen.

SLAIN!
METAL! BLUT! ACTION! MIESE STEUERUNG! Und noch so einige andere Probleme. SLAIN ist das beste Beispiel dafür, was passiert, wenn ein Spiel nur auf eine, oder 2 Sachen, hier die Präsentation setzt. Das Spiel ist wunderschön, optisch ein echter Augenschmaus der 16-Bit-Ära, soundtechnisch auch gut. Aber der gesamte Rest ist eigentlich für die Tonne.

Die Steuerung ist ein Graus, es fehlen Bedienelemente, mit dem Controller wird es auch nicht unbedingt besser und dazu kommt noch, das das Spiel selten dämlichst in seinem Schwierigkeitsgrad ist. Wo Dark Souls letztlich taktisches Vorgehen belohnt, ist das in SLAIN überhaupt nicht möglich. Da fass ich noch leiber Nidhoggr an, und das war schon bizarr genug...
Nur 1 von 5 METAL-Wikinger

20160315

Master of Orion

Eigentlich ein Moment der Freude.
Inzwischen mehr ein Beispiel dafür, was es bedeutet, wenn man nicht verstanden hat, was das Originalspiel so erfolgreich und zeitlos machte.

Seitdem das Spiel im Early Access ist, haben wir, als die Spielegemeinschaft, mehr Einblick in das erhalten, was Wargaming.net als eine Wiedergeburt eines Klassikers bezeichnet.

Leider bedeutet das im gleichen Atemzug, dass wir die Inhalte dessen, was das Original, in diesem Fall MOO2 ausmachen, verloren haben. Kein rundenbasierender Kampf mehr, kein direktes Reisen zwischen den Sternen, ein simpleres Managen der Planeten, ein strikter Tech-Baum statt Trade-Off-Forschung

Wieder ein Early Access-Titel, bei dem ich nicht traurig bin, nicht von vornherein zugegriffen zu haben, wenn da so ein Quark rauskommt.

20160229

Darkest Dungeon

Gothischer Horror. Ein Anwesen überrannt von Dunkelheit und Monstern jenseits unserer Vorstellungskraft. Und unvorstellbare Reichtümer und ein Erbe, für das Leute bereit sich, sich dem Tod zu stellen. Und es wird Tote geben....

Darkest Dungeon, seit dem 19ten Januar aus dem Early Access raus, ist ein Dungeon-Crawler Par Excellence in einem gothischen Horror-Ambiente alla Lovecraft, bei der man mit einer wachsenden Gruppe von Söldlingen ein gigantisches Anwesen und dessen Umgebung erkundet, um die Mächte der Dunkelheit entweder zurück zu schlagen oder dabei drauf zu gehen.

Dazu entsendet man eine Gruppe von 1-4 Söldnern unterschiedlichster Klasse in ein Raum-für-Raum basierten Lageplan der von den eigenen Leuten durchschritten wird (Node-Based-Design!) und hält an, um seltsame Kuriositäten zu erkunden oder sich Gefechte mit Monstren zu liefern, von Skeletten, banditen, zu Schweinemenschen und Fischwesen ist die gesamte Palette erhalten, selbst lovecraftsche Bestien sind auffindbar, wenn man sich denn traut, natürlich.

Dabei wird die Umgebung, in ihrer Größe und ihrem Schwierigkeitgrad von ein paar einfachen Faktoren bestimmt und zufallsgeneriert, wodurch man also jedesmal auf ein neues Muster von Räumlichkeiten trifft, sei es in den Ruinen des Anwesens, oder den dunklen Tropfsteinhöhlen der Schluchten-reichen Bucht am Meer.

Hierzu heuert der Spieler aus einem begrenzten Pool von Personen freiwillige Söldner die eine von 8 Klassen haben an, und hofft, dass sie lange genug überleben, um die Herausforderungen zu bestehen, Schätze zu sammeln und letztlich den Angriff auf das Hauptgebäude, den Hort des Schreckens selbst, zu überleben.

Schwieriger wird es dadurch gemacht, dass die Charaktere nicht nur auftrainiert werden müssen, sondern auch noch durch den ausgesetzten Horror der Umgebung zermürbt werden, und Charakterzüge sammeln können, wie Wahnsinn, Selbstsüchtig oder Flagellant, was Vor- und Nachteil bringen kann.

Diese Tatsache kombiniert mit dem Rollenspiel-Element und der Tatsache, dass man das eigene Lager, ein kleines Dörfchen am Rande des Anwesens, auch noch ausbauen kann, machen Darkest Dungeon zu einem sehr langlebigen, aber durchaus auch sehr frustrierenden Spiel, weil es durchaus vorkommen kann, dass mal eine ganze Truppe in der Dunkelheit verloren geht, von Wesenheiten des Jenseits attackiert wird und verschlungen, oder ein Charakter, durchdreht, an Herzversagen zusammen bricht, oder einfach durch eine Verkettung unglücklicher Umstände stirbt.

Für Freunde des längeren taktischen Rollenspiels, die nicht schade drum sind, auch mal ein paar Charaktere zu verlieren, ist dies ein Ohren- und Augenschmaus, denn Darkest Dungeon ist zudem auch noch ein wirklich gutes Spiel, dem man die verlängerte Entwicklungszeit im Early Access auch ansieht.

20160208

IMSCARED und das Problem des HORRORS

Ich werde nicht verleugnen, 
es hat mich durchaus in seinen Bann gezogen, 
aber letztlich eher trotz seiner Begrenzungen, 
statt wegen dieser.

Aber kommen wir zum wichtigsten Punkt...nämlich zum Anfang. Ich spreche von:
Einem kleinen Horror-.....ja, ich vermute mal, wir würden sagen, einfach ein Horror-Puzzle-Spiel. Es gibt kleinere Dialoge, auch wenn der eigene Charakter, den man selbst verkörpert, natürlich nur in eigener Form spricht und nicht auf dem Bildschirm, und es gibt einige kleinere Rätsel in Form von Gegenständen die miteinander kombiniert werden sollen. Es hat also sogar schon etwas fast "Adventure-artiges" an sich.

Grundsätzlich heißt es immer, man solle über Horror nicht zuviel spoilern, denn ein Großteil des Nervenkitzels kommt daher, dass man nicht weiß, was einen erwartet. Von daher, will ich hier auch nicht zuviele Elemente über den eigentlichen Spielinhalt verlieren, nur soviel, es geht um Grauen, Existenz und ein paar Spielereien mit der "Fourth Wall", also dem Durchbrechen derselben zum Spieler hin.

Gleichzeitig kann man hier aber auch schon das Problem erkennen. Ich habe in der Vergangenheit über Horror schon einmal gesprochen. Das Problem bei Horror liegt an mehreren Stellen, vor allem aber darin, dass das, was wir in Spiel und Film als Horror verstehen, letztlich nur der kurze, weil offensichtliche Schrecken durch a) EKEL oder b) ÜBERRASCHUNG (der sogenannte Jump-Scare) erzeugt wird.

Echter Horror ist eine beinah traumatische Erfahrung und lässt uns auch dann nicht los, wenn wir den Punkt verlassen, an dem er erzeugt wurde. Horror, echter Horror, also Schrecken, ist etwas das ins Mark und Bein fährt, das uns erschüttert und ein Trauma bilden kann.

Das ist aber letztlich nicht das, was uns die modernen Medien vorsetzen. Viel eher ist es so, dass wir heutzutage öfter damit konfrontiert werden, dass es darum geht, uns ein wenig kurzweilige Schreck-Momente zu geben, der mit einem Stakkato von Violinen angekündigte Mörder der plötzlich hinter dem Opfer auftaucht, der Statische Geräusch wenn SLENDERMAN hinter dem Spieler her jagt. 

Selbst das Medium, das die Chance hatte, beim Urvater des Schreckens abzugucken, CoCs:Dark Corners of the Earth, das seinen Schrecken wunderbar aus der ultimativen Erkenntnis des Fremdartigen hätte ziehen können, scheitert hier daran, dass das Konzept von Horror heute eher ein Schrecken um des Billigen Moments ist, nicht aber der langfristigen Schockierens.

Vor dem Hintergrund als Rollenspiel-Spielleiter kann ich natürlich nachvollziehen, dass ein Großteil dessen was Schrecken ausmacht, die Unmittelbarkeit und der Personenbezug ist. Dies für Filme oder Videospiele zu setzen ist demzufolge ungleich schwierigier. Gleichzeitig sehe ich hier aber auch nur, dass es nicht besser wird, denn es wirkt auf mich wie ein tieferer Trend dem die Gesellschaft unterliegt. Auf der einen Seite kann ich das Verstehen, aber auf der anderen Seite wirkt es etwas aufgesetzt. Mehr dazu, wenn ich mich mal wieder an ein Horror-Spiel setze.

20160205

The Aquatic Adventure of the Last Human

Die Tiefsee. 
Unendliche Weiten. 
Wir schreiben....DIE ZUKUNFT. 

Ein tapferer Astronaut wird in ein Wurmloch geschickt in der Hoffnung, dass er womöglich Erkenntnisse erlangt, welche der Menschheit bedeutende Fortschritte ermöglichen könnten. Als er zurückkehrt, gibt es keinen Funktkontakt, und ungebremst stürzt er auf die Erde zurück. 

Noch im Durchbrennen der Atmosphäre stellt er fest, dass die Welt von einer Eisschicht bedeckt ist, und seine Kapsel rast mit rapider Geschwindigkeit auf diese zu. Schon hat er mit dem Leben abgeschlossen, da durchschlägt die Kapsel das Eis. Und er befindet sich unter Wasser. Seinen Augen kaum trauend, macht sich der Astronaut auf die Suche nach Zivilisation. Nach den Spuren der Menschheit. Denn dies sind...

Effektiv angelegt wie ein Metroidvania-Spiel, aber mit sehr simplen Mechaniken, ist dieses Kleinod ein knochenschweres Spiel über die Reise durch eine Welt, die uns hinter sich gelassen hat.

Trotz der, an manchen Stellen, etwas fuzzeligen Steuerung kommt man einigermaßen gut klar mit dem Boot und nach und nach gelingt es einem sogar, das Boot aufzurüsten, wenngleich der Schwierigkeitsgrad nicht wirklich abnimmt.

Wenn ich eines wirklich kritisieren müsste, dann, das es mir öfter passiert ist, dass ich den Hintergrund und den Vordergrund verwechselt habe, da nicht immer ganz klar war, ob ein Objekt jetzt den Weg versperrt oder ob es etwas ist, das nur hinter dem Boot schippert und das dazu dient, die Atmosphäre zu bedienen.

Trotz dessen kann ich das Spiel einigermaßen empfehlen, wenn ihr denn auf solche Spiele, also bockig schwer, mit schöner Atmosphäre, Pixel-Grafik und dem Spielstil anfreunden könnt.

20160130

Oxenfree

Es hat etwas ausnehmlich seltsames, wenn man sich die letzten Monate so anschaut. Der Indie-Sektor an Spiele nwächst und wächst, und jeden Monat kommen neue Adventures raus. Manche mehr, manche weniger sinnvoll. Umso überraschter war ich letztlich von...


Die Geschichte ist schnell erzählt. Eine Gruppe von Jugendlichen fährt zu einer einsamen Insel auf welcher sie eigentlich Party feiern wollen, aber feststellen müssen, dass ein verlassener Marine-Stützpunkt auf der Insel Geheimnisse verbirgt, die keiner erahnen konnte.

Eine einfache Darstellung von Seitwärtigem 3D das einen 2D-Look immitiert dient dazu, um die Insel und alle Örtlichkeiten nebst Akteuren zu rendern und dem Spiel somit einen recht eingenwilligen, aber auch netten graphischen Touch zu geben. 

Natürlich leidet auch Oxenfree unter einigen Problemen. Die Handlung hat einige...sagen wir mal, logische Lücken, was man aber verschmerzen kann. Die Personen sind recht klar umrissen, aber dadurch auch nicht sehr drei-dimensional, während manche der Puzzle im Spiel etwas...verquer sind. Dass ich um eine Tür drum gehen muss indem ich einen gigantischen Umweg auf mich nehme, anstatt einfach die Tür niederzumachen ist und bleibt eine Absurdität des altmodischen Adventure-Designs. Aber auch einer der Gründe warum ich Telltale-Spiele so mag.

Faktisch was falsch machen kann man mit Oxenfree wohl nicht. Wenn ihr ein bisschen Bock auf 3-5h Story und Puzzlen wollt, kann ich das kleine Adventure euch nur ans Herz legen.

20160112

Life is Done

Gestern habe ich dann endlich Life is Strange in der ersten Staffel beendet. Und es hat mir gezeigt, dass so eine Geschichte, als Coming-of-Age, vor allem immer noch meine kleines, kaltes Herz berühren kann. Oder dass ich sehr nahe am Wasser gebaut bin. Denn am Ende der Geschichte habe ich geheult wie ein Schlosshund. Schlimm sowas, schlimm schlimm schlimm.

Aber darum soll es nicht gehen. Vielmehr darum, dass ich inzwischen sehr gut verstehen kann, warum für viele diese Adventure-Reihe in einer Reihe der Spiele des Jahres für 2015 stehen konnte und kann. Denn ich würde ihm diesen Rang definitiv nicht absprechen wollen, und das selbst in einem Jahr in dem Tales from the Borderlands und Games of Thrones Season 1 jeweils zuende gingen. Aber beide haben mich amüsanterweise nicht ansatzweise im gleichen Maße berührt. 

Effektiv hat Life is Strange etwas geschafft, was ich vorher nur Telltale´s The Walking Dead Season 1 zugetraut habe Mich emotional zu involvieren, und das in einer Geschichte, über die ich Objektiv viel zu meckern habe, vom Ende einmal ganz zu schweigen, denn was da für Mist gebaut wurde, darüber kann man Bücher füllen. Aber trotzdem hat es gereicht.

Sicherlich gibt es viel was man an dem Spiel besser machen könnte. Die Mechaniken sind unausgereift, die Entscheidungen letztlich, wenn man von den großen absieht, relativ belanglos, und wirklich ändern kann man den Verlauf der Geschichte, die einige sehr vorhersehbare Punkte hat, letztlich nicht groß, aber es macht trotzdem Spaß, ergreift und lässt einen mitfiebern.

Wenn ihr die Chance habt, guckt es euch an. Es war nämlich nicht nur das beste Adventure des letzten Jahres, sondern auch der beste Teen-Girl-Selfie-Simulator den ich jemals gesehen habe :D

PS: Ich weiß, dass es nicht für jeden etwas sein wird. Gerade manche Plottwists werden extrem stark telegraphiert und sowohl die Personen als auch die EReignisse sind durchaus "angestrengt" und "hipster" aber das muss es auch nicht sein. Da das Spiel inzwischen relativ günstig zu erlangen ist, und wenn ihr Adventure mögt, empfehle ich einfach, mal reinzugucken. Ganz unverbindlich.

20160109

Life is Strange

Life is Strange ist eine Telltale-artige Reihe von Adventure-Spielen welche einer Fernseh-Serie ähnlich ihre jeweiligen Spielteile in "Episoden" einteilt und das ganze am Ende eine "Season" oder Staffel nennt. Aus persönlichem Interesse habe ich vor kurzem mein Auge auf diese Serie gerichtet, die Ende des Jahres auf überraschend vielen Top 10 of 2015 aufgetaucht ist.

Zugegeben, vermutlich hätte es Sachen gegeben, die besser in meine Geschmacksrichtung gehen, als eine phantastische Soap Opera über ein junges Mädchen, das bemerkt das es die Zeit zurückdrehen kann und sich nun daran machen will, eine Katastrophe zu verhindern, aber nach einer durchaus guten ersten Episode hat mich die 2te Episode innerlich sehr aufgewühlt, weil ich mit dem Entscheidungskomplex des Charakters nicht klar komme.

Um es kurz auszudrücken, im Rahmen der Handlung gibt es einen Moment, an dem man sich entscheiden kann, entweder Option A oder Option B zu wählen. Es ist nicht unbedingt ersichtlich, welche Option besser ist, oder ob es überhaupt eine gute Option gibt, was sehr positiv ist, und auch schon von Telltale sehr gut angewandt wurde, denn so müssen echte Konflikte aussehen. Eine garantiert gute Option gibt es nur in Bioware-Spielen, nicht in guten Geschichten. Was mich nun aufregt ist der Effekt an einem bestimmten Handlungsmoment.

Um es kurz zu fassen. Zwei Charaktere vergnügen sich in der Wildnis mit einer gestohlenen Handfeuerwaffe. Dabei werden sie von einer zwielichten Person überrascht, welche sie mit einem Messer bedroht. Es folgt die Entscheidung, zu schießen, oder nicht zu schießen. 

Schießt man nicht, wird die Waffe gestohlen von der zwielichtigen Person und sie droht, später wiederzukommen, besonders da sie jetzt einen Revolver hat. Entscheidet man sich zu schießen, ist die Waffe plötzlich leer (6-Schuss-Revolver, nur 4 Schüsse abgefeuert, Waffe war vorher voll geladen, Kommt schon Leute, wollt ihr mich verarschen?) und die Waffe wird nicht gestohlen, aber die zwielichtige Gestalt verschwindet mit dem Hinweis, dass sie sich "merken würde, dass man bereit war, sie zu erschießen". 

Davon ab, wie unfähig man sein muss, wenn man eine Handfeuerwaffe bei sich hat, unabhängig davon ob sie geladen ist, sich von jemanden mit einem Messer bedrohen zu lassen, sich die Waffe klauen zu lassen, ist die Reaktion des Charakters, welcher schießen wollte hinterher "Oh nein, jetzt wird Zwielichtige Person mir noch gefährlicher auf die Pelle rücken". Hallo? Jemand hat mit einer Handfeuerwaffe auf mich gezielt und bedroht, und wenn die Waffe zufälligerweise nicht gerade auf einer leeren Kammer gewesen wäre, wäre ich jetzt tot. Ich glaube nicht, dass die logische erste Reaktion ist "Hmm, ich werde den jetzt noch viel stärker nachstellen".

Argh, wie mich so ein Blödsinn aufregt,
obwohl es doch so unbedeutend ist.

20151201

Rebel Galaxy

Gute Mucke? 
.....Check
Gute Grafik?
.....Check
Akzeptable Steuerung?
.....Check
Sci-Fi?
.....Sowas Von
Raumschiff-Basteln?
.....Check
Raumkämpfe wie Segelboote?
.....Ajup!
Gutes Spiel?
...Aber klar!

Dicke Kaufempfehlung. War beim letzten Steamsale für 16€ zu haben, kostet selbst Original nur 20 und hat ein paar gute Stunden Spielzeit mit einem coolen Firefly-artigen Feeling. Und da ab dem 13-18.Dezember oder kurz danach auch der Steam Winter Sale anfangen sollte, sollte das noch deutlich günstiger zum Fest zu bekommen sein. 

Schnappt es euch. Es lohnt sich. 

PS: Diejenigen unter euch, die glauben,
 dass ich mit diesem Post ablenken will, haben Recht.

20151128

Fallout 4 - Done

57h später....

Hmmm. Schwierig.

Vielleicht erstmal soweit. Fallout 4 ist von allen bisherigen Fallout-Titeln der schwächste, den ich bisher gespielt habe. Nicht nur, dass er mich zwingt, zwischen Fraktionen zu entscheiden, die ich alle als unsympathisch empfinde, einer recht simplen und dadurch deutlich schwächeren Story als Fallout 3 oder New Vegas, und der Fortsetzung von Design-Sünden der Vorläufer, sondern auch weil das Spiel sich letztlich durch das, was für mich am interessantesten wäre, das Entdecken der Welt, eigentlich am nervigsten wird. 

Fallout 3 hat auf MetaCritic von 3099 Reviews von seinen Nutzern eine 8,0 von 10 möglichen Punkten, was andeutet, dass es offensichtlich seine Sache immer noch sehr gut macht, keine Verwunderung dabei, da hier Gamebryo nach Oblivion zum ersten Mal für so ein Spiel zum Einsatz kam.

Mit Fallout 3:New Vegas kommt MetaCritic auf 2352 Reviews und eine 8,5 von 10 möglichen Punkten. Auch dies spiegelt meine eigene Meinung überraschend gut wieder, da New Vegas, insbesondere vermutlich auch weil es nicht von Bethesda selbst, sondern von Obsidian geschrieben und gebastelt wurde, deutlich stärker die Engine und die Möglichkeiten eines solchen Sandbox-Rollenspiels ausschöpft. New Vegas war das, was Fallout sein wollte. Eine gigantische Sandkiste.

Mit Fallout 4 kommt nun eine überraschende Wendung ins Feld mit MetaCritics 5316 Reviews und einer Wertung von 5,4 von 10 möglichen Punkten. Das ist in typischen Spielewertungen ein gigantischer Absturz.

Die Aufzählung von Metacritic muss sicherlich immer mit Vorsicht bedacht werden, aber das worauf ich hinaus will, hat das Schwarmbewusstsein der Spielerschaft überraschenderweise auch schon bemerkt. Fallout 4 ist einfach nicht gut.

Kein Tutorial, schwache Story, ein mäßiger Shooter, ein schlechtes Rollenspiel und sicherlich keine gute Post-Apokalypse-Städtebau-Simulation. Dazu noch die übliche Anhäufung von Bugs und Problemen. Bereits jetzt habe ich die ersten Artikel von Whiteknigts gelesen, Rittern in strahlender Rüstung, welche sich dazu aufschwingen wollen, das Spiel zu verteidigen und davon sprechen, dass Bethesda als eine der kleineren Spieleschmieden ja ein solches Spiel garnicht die Bugdichte verringern könnten unter anderem. 

Sorry, aber eine Spieleschmiede die auf dem Niveau von EA ein Spiel in der Art des sandboxigen GTA 5 produziert und innerhalb des ersten Monats 12 Millionen Exemplare über alle Plattformen verkauft, ist weder klein noch kann sie davon ausgehen, den Schutz des Indie-Entwicklers zu genießen, der mit einem winzigen Team vergleichbare Leistungen stemmen soll und darunter oft zusammenbricht.

Als ich anfangs von Fallout 4 sprach, insbesondere bei meinem ersten Post nach den ersten Spielstunden, sprach ich noch eine Empfehlung mit Bedenken aus. Das sehe ich inzwischen anders.

Ich kann nur wirklichen Hardcore-Fans überhaupt noch empfehlen, sich Fallout 4 zuzulegen. Der Rest ist besser damit bedient, die Finger von zu lassen, bis entweder das Spiel sich deutlich weiter entwickelt hat, oder darauf zu hoffen, dass Obsidian den Stand-Alone-Ableger produziert. Sie haben ja gerade mit Pillars of Eternity erst wieder gezeigt, dass sie immer noch mehr drauf haben, was Storytelling angeht, als Bioware.

20151122

Fallout 4

2287

Krieg....Krieg bleibt immer gleich.

Und so ist es auch mit Fallout. Seitdem die Reihe von Bethesda übernommen wurde, hat sich Fallout sehr verändert. Weniger Rollenspiel, mehr Actionspiel. Ein Wechsel, der auch mit Fallout 4 noch vollzogen wird, und nicht immer glücklich leider. 

Das heißt keinesfalls, das Fallout 4 ein schlechtes Spiel ist. Bei weitem nicht. Es löst exakt denselben Suchtfaktor aus, wie seine Vorgänger, man läuft innerhalb der ersten Stunde bereits umher und sammelt alles mögliche an Müll auf, mit dem neuen Crafting-System ist das sogar noch nötiger als jemals zuvor.

Dieser Eindruck entstand nach ungefähr 45 Spielstunden.

Grafisch ist Fallout 4 nicht so weit von seinen Vorgängern entfernt, wie man meinen möchte. Die Engine ist ist dieselbe wie bei Skyrim und hauptsächlich mit ein paar schöneren Texturen und jede Menge Licht- und Nebeleffekte aufgebohrt. Nicht immer ist das leider auch sinnvoll, denn meine alte Möhre von Grafikkarte leidet unter den ganzen Effekten gewaltig und ohne die Effekte sieht das Spiel bei weitem nicht so gut aus. 

Dazu kommt, das der Einstieg leider extrem holprig ist, man wird quasi mitten in ein Geschehen und einen Charakter reingeworfen, was die Andeutung einer Story mit Tiefe macht, gleichzeitig aber auch insgesamt das Spiel vermiest, weil man plötzlich eine feste Persönlichkeit in einem Fallout-Spiel spielt, wo man bisher immer seine eigene Persönlichkeit formen konnte. Das hat halt Vor- und Nachteile.

Das neue Modifikationssetup ist interessant und durch aus nicht schlecht, allerdings ist es extrem abhängig davon, dass man als Spieler wie ein Packesel umherläuft und jeden Blödsinn mitnimmt, was leider nicht nur nicht erklärt wird, sondern auch zwingt, ständig einen Lagerort einzurichten. Das hierbei das Interface deutlich besser hätte sein können, hätte Bethesda schon seit Fallout 3 wissen können.

Diese Müllsammlerei spielt auch in das große neue Feature des Selberbastelns für Siedlungen und Heimstätten rein. So kann man nach und nach das Ödland besiedeln und verteidigen, wodurch es zivilisierter wird und man diverse kleinere Vorteile erlangen kann. Leider ist das eine elendige Plackerei, weil es schnell erscheint, als wären die Ödland-Siedler ohne Spielereingreifen absolut überlebensunfähig und verlieren gegen Raider-Angriffe selbst mit überlegener Verteidigung.

Boston ist ohne Frage eine schöne Stadt, aber wie schon in den anderen Fallout-Teilen, ist auch in Fallout 4 das interessanteste das, was am abgefahrensten ist. Die Reise in den Hirn-Chip eines Fast-Toten und ähnliche Schmuckstücke, wie ein gigantisches verstrahltes Ödland sind eine Wucht beim Erleben. 

Leider reihen sich diese Momente an sehr lange Momente des rumlaufens und ballerns ein. Und Schießen muss man in Fallout 4 viel. Wo im Vorgänger noch alternative Lösungen möglich waren, oder in Fallout New Vegas sogar einen elementaren Spielanteil darstellten, ist in Fallout 4 es so ziemlich unmöglich geworden, einen Konflikt ohne Schießerei zu lösen. Zu oft und schnell wird gefeuert. 

Auch durch die Weltgeschichte zu schleichen wird einem vermiest, da die Gegner einen selbst auf meilen immer automatisch aufspüren, sobald man von einem entdeckt wurde, und gerade in den unteren Stufen ist Schleichen vollkommen absurd, egal ob in Power-Armor oder komplett nackig. Und in den höheren Stufen wiederum ist es durch die Bonus-Fähigkeiten die man bekommt dermaßen übermächtig dass es fast albern ist.

Apropos Fähigkeiten. Die Umstellung ist gut, aber eigentlich unnötigt gewesen. Perks sind besser geworden weil auch nützlich, das Fehlen einer Level-Cap gefällt mir sehr, ist mit dem neuen System aber auch unabdingbar geworden.

Und noch was. Das Fehlen von Karma und Reputation ist in meinen Augen vollkommen daneben. Es gab keinen Grund, diese Features rauszunehmen, trotzdem fehlen sie jetzt. Warum? Keiner weiß es. Sinn hat es keinen, und man kann dadurch jetzt nicht besser darstellen, wie die Charaktere gegenüber den Fraktionen stehen.

Würde ich eine Kaufempfehlung für Fallout 4 geben? Klar. Aber Bedenken habe ich trotzdem.