20160707

Shadowrun - Untersuchungen

Versetzen wir uns für einen Moment in die kleine aber feine Welt von Shadowrun. Wir schreiben das Jahr 2074. Seattle. Knight Errant hat den Polizeikontrakt für die Stadt übernommen. Die Kriminalitätsrate ist obszön hoch, während die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. Und wir werden gleich den Moment beobachten, in dem ein Verbrechen entdeckt werden wird. Ein erschreckender Moment steht uns bevor....

06:17 Uhr, 9ter Januar 2074
Ein Dienstag. Die Sonne ist noch immer hinter der dunstigen Aschewolkenglocke des Mount Rainier verschollen, die Dunkelheit hat noch alles in ihrem Griff. Die künstlichen Laternen der Straßen leuchten fast ununterbrochen. Der Drohnenverkehr über der Stadt ist gewohnt aktiv, die Stadt schläft nie.

James Smith, Sicherheitsmann von Star Security und momentan bei einem Kunden eingesetzt, hat so eben die Schranke von Bellevue passiert und fährt mit seinem Chrysler Electro, einem Kleinwagen für den er momentan die letzte Rate abbezahlt, Richtung Park- und Geländeeinfahrt zu seinem Arbeitsplatz.

Das Gebäude von Sylvan Informations ist dunkel. Es ist alles ruhig, als sein Wagen über den Kiesweg Richtung Tiefgarage rollt. Bei der Fahrt hört er Radio, momentan gerade die Musikcharts rauf und runter mit der Morgenshow von Brooke&JUBAL auf 92.5, während er langsam Richtung Tor fährt und mit einer Hand am Steuer, die andere seinen SoyKaf halten, diesen schlürft, während er zuguckt, wie das Tor automatisiert hochfährt, um ihm den Zugang zu gewähren.

Bei seinem Rundumblick (Intuition 3 + Wahrnehmung 2 = 1,2,2,4,5) fällt ihm in der Dunkelheit nichts ungewöhnliches auf, und das gehört sich auch so. Das Tor, gänzlich hochgefahren, gewährt ihm Zugang zur Tiefgarage, wo er seinen Wagen erstmal parkt, und sich dann Richtung Aufzüge macht. Beim Aussteigen verschüttet er unsanft einen Teil seines Soykafs über den Boden. Unschön, aber wird sich eine Reinigungsdrohne später drum kümmern müssen. 

Mit ruhigem Schritt, hinter ihm fährt das Garagentor wieder zu, schlendert er zum Korridor zu den Fahrstühlen. Schon auf dem Korridor kann er bemerken, dass bei Mr.Green das Trideo läuft, irgendein alter Schinken wohl. Beruhigt von der Tatsache, dass der Hausmeister bereits wach ist, wandert James zu den Fahrstühlen, von denen er einen aktiviert durch das PAN beim Näherkommen über seine SIN und Kommlink und fährt ins Erdgeschoß.

Dort angekommen, die ersten internen Gebäudelichter gehen, von Sensoren gesteuert, an, während er aus dem Fahrstuhl tritt, und wandert hinüber zur Rezeption, wo er seinen Arbeitplatz erreicht. Ein Piepen lässt ihn umherfahren, aber er blickt nur in das schwarze Antlitz einer Reinigungsdrohne, welche an der Wand entlang fährt und dabei einen feuchten Streifen am schwarzen Marmor hinterlässt.

Alles ist wie gehabt. James setzt sich, aktiviert das Terminal, loggt sich ins System ein, die Kamera-Übersicht wird nach und nach aktiviert, während er die AR (Augmented)-Brille aufsetzt, um die Überwachungssysteme zu checken, wie es seit 2 Jahren seine Routine geworden ist, und gleichzeitig alle Daten der Nacht abzurufen, eventuelle Anrufe, Nachrichten von StarSec.

Er will gerade einen tiefen Schluck von seinem SoyKaf nehmen, da bemerkt er, dass mit den Kameras etwas nicht stimmt (Wahrnehmung Auto-Erfolg). Wir sehen, wie in Zeitlupe sein Kaffeebecher den Fingern entgleitet, während James Smiith erst zu realisieren beginnt, was er vor sich sieht. Im Hintergrund können wir eine Reihe von Autos sehen, die langsam, mit verschiedenen Mitarbeitern, Richtung Tiefgarage fahren, während der Fahrstuhl plinkt und Terry Goodkind, Leiter der Frühschicht von StarSec, das Erdgeschoß betritt, nachdem er nur knapp hinter James das Gebäude betreten hat, und momentan noch vorhat, mit diesem ein ernstes Wort über Arbeitszeiten zu führen...

Eine Stunde später. 
07:20 Uhr

Es ist heller geworden. Inzwischen kann man dicke Ascheflocken sehen, welche sich langsam vom dunkel-grauen Himmel auf die Stadt machen. Der Drohnenverkehr hat zugenommen, eine Reihe von Überwachungs- und Untersuchungsdrohnen von Knight Errant und Star Security haben sich inzwischen über dem Gebäude eingefunden und überfliegen das Gelände.

Eine von ihnen hält knapp über Bodennähe eine Position und beleuchtet einen Punkt nahe der Tiefgarage. (Spatzenhirn 3 + Rigger 3 = 1,1,2,3,5,6). Eine Analyse des Bodens ergibt eine Überreicherung von Stoffen. Blutstropfen. Barghest-Blut.

Der Knight Errant-Wagen fährt auf das Gelände und hält genau auf dem Eingaggsweg des Parkgeländes vor dem Gebäude. Noch während der Wagen parkt, kann man sehen, wie Mr.Goodkind und Malachi Morgan, Geschäftsführer und Präsident von Sylvan Information, in der Eingangshalle stehen und diskutieren.

Det. Samuel "Sam" Culper und sein Partner, Det. Seth Rubens, steigen aus, während sie die Umgebung beobachten. Culper steckt sich einen Glimmstengel an, während Rubens etwas zähes, schwärzliches kaut, seine Jacke zumacht und dann Richtung Eingang wandert.

Während Det. Culper den Drohnenbericht über seine AR-Brille liest und sich den Park anguckt, betritt Det.Rubens die Eingangshalle. Er hört mit, wie Morgan Goodkind und StarSec Vorwürfe macht über die Sicherheit des Gebäudes, während Goodkind immer wieder versucht, die Vorwürfe abzuweisen, als Rubens dazwischen kommt.

Rubens zeigt kurz seine Identifkation vor, erklärt, dass er und Culper von KE kommen und wegen eines gemeldeten B&E (Breaking&Entering), CV (Cyber-Vandalism) und MPD (Malicious Property Damage) gerufen worden seien. Goodkind erklärt die Situation, während Rubens das ganze aufnimmt, und im HIntergrund beobachtet werden kann, wie Culper das Gebäude betritt.

Rubens - "Vier tote Hunde, ein Opfer, Sachbeschädigung an einem Safe, dazu die Manipulation ihrer Datensysteme. Was wurde gestohlen?"

Während Morgan etwas herumdruckst, schaut sich Culper im Gebäude selbst um, als Goodkind einschreitet.

Goodkind - "Das ist es ja gerade. Es wurde das Manuskript eines Autors gestohlen, aber ein Credstick über eine größere Summe Nuyen da gelassen."

Rubens - "Über was für eine Summe sprechen wir hier?"

Morgan - " *seufzt* 500.000 Nuyen. Ungefähr."

Culper kommt währenddessen zurück, und befragt Goodkind und Morgan nach möglichen Verdächtigen, als Rubens nach Kameradaten fragt, was Morgan verneint, da sie aus "geschäftlichen" Gründen solche hier nicht nutzen würden. Mit einem Blick zu Rubens, fragt Culper daraufhin nach dem nachzeichnenbaren Weg des Eindringlings, denn noch ist nicht klar, ob es eine oder mehrere Personen waren. 

Durch eine Inspiration (Logik 3 + Intuition 4 = 1,2,2,2,5,5,5) fragt Rubens nach den Logs der Fahrstühle, während Culper mit Goodkind zusammen die Tatzeit auf 2230 bis 6h morgens eingrenzt. Weiteres wird erst nachfolgend feststellbar sein.

Einige Tage später....

Eine Obduktion von Joshua Green, dem Hausmeister von Sylvan Informations, zeigt, dass der alte Mann an Herzversagen gestorben ist. Schocktod. Die Todeszeit wird auf ca. 3h-3:30h morgens eingeschätzt. Die Bargheste wurden unter Einwirkung von starker Wuchtwirkung und Stichwunden getötet und danach in den Zwinger-Schacht geworfen. 

Die Obduktion der Bargheste ergab sonst (Intuition 3 + Wahrnehmung  3 + Unterstützung Wissensfertigkeit Medizin = 2 Erfolge) Haut und Blut in den Zähnen eines Tieres, was in Verbindung mit den Wundmalen und dem Tierblut im Rasen auf einen Kampf und einen verwundeten Angreifer hindeutet.

Die Sensordaten des Fahrstuhls wiederum ergaben ein enorm hohe Gewichtsverteilung. Rubens konnte inzwischen ausschließen, dass es nur ein Täter war, vermutete aber aufgrund der knapp 700 Kilo, welche sich laut Sensoren im Fahrstuhl befanden eine Gruppe von mindestens 4-5 Personen, vermutlich Orks, mindestens einem Troll. Culper hatte währenddessen durch Ermittlung der Logbücher (Hacker-Fähigkeit 4 VS Detektiv Culper 3 = 2 vs 0 Erfolge, Sieg für Hacker), nichts weiteres in der Richtung herausfinden können.

Eine Nachfrage bei den verschiedenen Viertel-Posten ergibt, dass sich um die Tatzeit nur ein Fahrzeug in das Viertel begeben hat, ein Wuxing Xia, ein Kleinbus-Fabrikat aus Asien mit einem Leih-Kennzeichen. Auf den Kamera-Bildern des Postens ist nur undeutlich zu erkennen, dass es mindestens 3 Personen sein müssen, eine davon ein Troll, während der Nachtwächter auf dem Posten (Erinnerungsvermögen 5 = 3,3,4,4,6) sich nur undeutlich an die Ereignisse erinnern kann, irgendwas mit einem Rohrbruch. Rubens schlußfolgert, dass es, aufgrund der fehlenden Eintragungen, einen Hacker gegeben haben muss, vermutlich einer der Personen im Kleinbus.

Das Nummernschild wird zurück verfolgt (Logik 3 + Investigatives 4 = 1,2,2,4,4,5,5), wodurch die Spur zu einem Autoverleih in Downtown führt. Das Verhandlungsgeschick von Det. Rubens (Cha 3 + Einschüchtern 5 = 2,2,3,4,4,5,5,6) führt zu einem Namen in den Unterlagen von "Larry´s Used Car Lot 24/8!s". Eine Troll-Frau, deren vollständige SIN-Nummer angegeben ist.

(Vorteil Digitaler Doppelgänger > Wurf 7 = 1,1,1,1,2,2,4)

Ein Einsatzteam von KE klopft eine Stunde später an eine Unterschichts-Wohnung in Auburn. 20 Minuten später liegt die Troll-Frau tot am Boden, während ein KE-Beamter ins Krankenhaus muss, und Rubens und Culper erklären müssen, was 1.man jetzt wegen der 4-köpfigen Familie machen würde und 2.Wie es sein könne, dass diese Person, für die Zeugen belegen können, dass sie zur Tatzeit woanders war, eine Tatverdächtige sein soll...

20160704

Fall 1 - LI


Wie um meine Worte zu akzentuieren, donnert es im Hintergrund. Ein bedrohliches Donnern, das für einen kurzen Moment jedwede Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Kinder schreien und Alte zusammen zucken lässt, während die Beleuchtung des Geschäfts einige Sekunden lang flackert. Der Moment vergeht ebenso schnell wie er begann, und sie schaut mich an, räuspert sich kurz.


Verkäuferin - Wie meinen? Wir haben eine breite Auswahl an verschiedensten Kostümen jedweder Sparte. Für was für einen Anlass suchen sie denn was?


Zeichner - Ich habe später…heute, also eigentlich bald …ähh…eine Kostümparty zu der ich möchte?


Die Augenbraue geht nach oben. Sie wirkt nicht überzeugt. Wer hätte es erwartet. Wie sollte sie auch, angesichts einer solchen Aussage. Kann es natürlich nicht zeigen, würde mich aber am liebsten selber hier schelten. Ernsthaft Zeichner, wie kann man sowas beknacktes sagen?!


Verkäuferin - Ich kann…ihnen ein paar Exemplare raus legen. Haben sie bestimmte Vorlieben? Was ist ihre Größe?


Noch während sie redet, steht sie auf und umrundet den kleinen Tisch mitsamt Kasse, flitzt an mir vorbei, und fängt an in einigen der verschieden Aufhängungen rumzukramen, ehe sie ein paar hochgradig verschieden aussehende und wirkende Einzelelemente von Verkleidungen heraus holt und mir auf einem Schaukasten an der Seite beginnt aufzulegen.


Verkäuferin – Unabhängig davon haben wir ein Kostüm unter diesen, das ihnen sicherlich zusagen werden. Das hier wäre etwas wie es der klassische Bond, im Stil der 60er, also Roger Moore, getragen hätte, während wir auch eine entsprechende Uniform für den Gentleman von Welt hätten…


Sie redet und redet und redet und ich habe schon nach kurzem bemerkt, das die verschiedenen Details für mich nicht nur vollkommen unwichtig sondern auch absolut nutzlos sind. Eine Sammlung von verschiedenen Jacken, Jacketts, Uniformjacken, eine veritable Fundgrube an seltenen, absonderlichen und hochgradig bizarren Komplett-Kleidungsstücken.


Das Telefon klingelt. Sie hält inne. Schaut zu mir, noch ein paar seltsam geformte „Verkleidungen“ auf dem Arm, die andere Hälfte bereits teilweise wie zur Schau ausgelegt auf dem Schaukasten, während sie sich nicht so recht zu entscheiden weiß, ob sie jetzt zum Telefon hechten soll, oder erst die Sachen ablegen, die sie noch bei sich trägt.


Verkäuferin – Einen Augenblick bitte, ich bin sofort wieder da.


Im Hintergrund klingelt das Telefon weiterhin. Unablässig und beständig.


Zeichner – Ok.


Es muss leicht verschmitzt aussehen, wie ich jetzt grinse, während sie sich wegdreht und , die verschiedenen Kleidungsstücke immer noch auf dem Arm, Richtung Telefon am Tresen eilt und den Hörer abhebt. Die Vorstellung ihrer Person dauert keine paar Sekunden, als ob sie einen vorbereiteten Text runter rattert.


Es ist ein ausgezeichneter Moment, dass ich mich kurz umschaue, vielleicht auch in der Hoffnung, ein paar andere Kleidungsstücke zu finden, die man sinnvoll tragen kann. Die vielfachen Reihen von Kleidungsstücken, ob an Haken, oder Garderobe-Ständern versprechen eine reichhaltige Auswahl aller Arten von Kleidungsstücken. Meine Schritte führen mich entlang einer Reihe in den hinteren Bereich, mit den Umkleide-Kabinen.


Die Auswahl ist größer als man auf den ersten Blick denken würde. Gerade hier, im hinteren Bereich kommen nun Masken zum Vorschein, einfache Verkleidungsutensilien, falsche Bärte und verschiedene Hüte, Monster-Masken und Superhelden-Kostüme, Capes und Zorro-Attrappe-Schwerter.


Ein kurzer Blick über die Schulter. Sie ist immer noch am telefonieren. Jetzt geht sie gerade in ein Hinterzimmer. Anscheinend sind es entweder wichtigere Inhalte, oder bedeutende Dinge, die da diskutiert werden müssten.


Es wäre eigentlich, geradezu augenscheinlich ein günstiger Moment. Aber sollte ich wirklich jetzt….kurz entschlossenen Schritten rüber zu den Kleidungsstücken, welche sie auf dem Schaukasten ausgebreitet hat, das markierte Hemd mit der Rosenblüte am Revers, die Diner-Jacke, die Anzug-Hose eines britischen Gentleman. Mein Blick fällt auf einen Trenchcoat mit der Aufschrift WWI. Wie ein stummer Ruf.


Ein kurzer Griff in meine aktuellen Taschen. Ich kann mich vermutlich nicht einmal ausweisen, kann ich kaum etwas da lassen, um mich zu entschuldigen für das, was ich plane. Eigentlich schon verabscheuungswürdig grausam, unter diesem Umständen. Nach und nach sammle ich die genannten Kleidungsstücke auf, und eile schnellen Schrittes Richtung Umkleidekabine. 


Jetzt muss es ganz schnell gehen. In Windeseile habe ich Hosen, Hemd und grundlegende Kleidung gewechselt, soweit ich kann. Die Socken kann ich nicht austauschen, ebenso wenig die Unterkleidung, aber das ist auch gar nicht so schlimm. Wie oft achtet da schon einer drauf. Ein kurzer Blick in den Spiegel bestätigt meinen Verdacht. Adrett und Leger. Ein Mann von Welt.


Die Sachen, die ich vorher an hatte? Zusammengelegt auf dem Stuhl der Umkleidekabine. Ob es das besser macht? Ein Blick aus der Kabine. Sie ist immer noch am telefonieren im Hinterzimmer. Ich drücke den Vorhang beiseite, trete heraus, greife mir den britischen Weltkriegs-Trenchcoat von der Stange. Er gleitet mühelos über.


Für die einen ist es ein Kostüm. Für die anderen, eine Lebensweise.


Mit wenigen sanften, aber bestimmten Schritten, stehe ich an der Tür, die Klinke zur Außenwelt, zum stürmischen Regen und Hinterhof, der hinauf auf die Straßen führt, schon vor mir. Und doch kann ich nicht einfach so gehen. Kann das Gefühl nicht abschütteln, dass es falsch wäre.


Ich marschiere zum Tresen, ein Blick über denselben zeigt mir jede Menge erdenklicher und nutzloser Büro-Utensilien für einen langweiligen Tag im Büro. Ich greife mir Stift und Zettel und notiere die Anschrift meines Büros mitsamt dem Namen. Einer Entschuldigung. Einer kurzen Danksagung. Platziere den Zettel auf der Kasse, klar in ihrem Sichtfeld, wenn sie zurück kommt. Und eile zur Tür.


Mit einem harten, beherzten Griff, drücke ich die Klinke hinunter. Schlage den Kragen des Trenchcoats hoch. Und trete in den Regen hinaus.

20160701

FATE - Danach

Wir haben uns gestern Abend den Spaß gemacht, endlich einmal FATE auszuprobieren; neben DUNGEON WORLD das andere große amerikanische Rollenspielsystem, das nach Savage Worlds nach Deutschland rübergeschwappt ist und bei uns sowohl in der FATE Core-Variante als auch als FATE TURBO, also in der Schnellstart-Variante zu bekommen ist.

Um das Fazit für all diejenigen kurz zu halten, die nicht lange lesen wollen. Den Spielgeschmack meiner Truppe hat es nicht getroffen.

Wir probierten FATE Accelerated aus, sind ein wenig auf die Aspekte und die Möglichkeiten eingegangen mit einem einfachen Szenario, aber letztlich war es inhatlich dermaßen anders für mich als Spielleiter, der hier frei improvisiert hat um den Spielern alle Möglichkeiten zu geben, wie auch für die Spieler, die komplett überfordert vom System schienen, dass der Spielspass letztlich auf der Strecke blieb.

Fakt ist für mich jedoch folgendes: Ich muss FATE erstmal bei jemandem spielen, der die Philosophie vollkommen durchblickt hat, welche das Spiel und seine Mechaniken transportiert.

Natürlich habe ich in der Vergangenheit einige Mechaniken von Fate selber abgeschrieben, weil diese Systeme insgesamt besser waren als das Gesamtsystem direkt zu nehmen, aber mir ist dabei nie diese Diskrepanz zwischen den Spielmechaniken und der extremen Schwammigkeit desselben aufgefallen.

Von meiner Seite aus kann ich das System also nicht empfehlen. Über die einzelnen Settings schweige ich mich erstmal aus, da muss ich tiefer in die Materie dringen, davon ab, dass mich längst nicht alles interessieren wird. Aber das nur soweit.

20160628

Worte von Leidenschaft

Ein kleiner Ausschnitt aus anderen Werken meiner Feder...

Worte von Leidenschaft

Person 1 - Matthew, ich sage dir, das musst du dir anhören! Ein solch dreistes Pamphlet ist mir in all meinen Jahren noch nicht untergekommen! Empörend, Sinnlich, ich kann gar nicht genügend Beschreibungen dafür finden.

Person 2 - Wie bitte?

Matthew Darber, 14th Baron Darshire, schaute verwirrt auf. Klappte mit seiner rechten die kleine silberne Halblesebrille von der Nase und schüttelte den Kopf. Das lockere, weißblonde Haar, das erst langsam aus dem Bürstenhaarschnitt herauswuchs, in den es gepresst worden war, und die hageren Gesichtszüge vereinten einen ganz und gar scharfsinnigen, aber ebenso verwirrten Gesichtsausdruck, der von einer fast schon zierlich anmutenden Nase beherrscht und harten Augenbrauen überzogen war.

Ihm gegenüber, immer wieder wie vom Skorpion gestochen, wanderte Francis William Sedwick, Viscount Sedwick, um den kleinen aus Zitronenholz gefertigten Beistelltisch, während er ein Schriftstück in Händen hielt, immer wie einen Moment stehen blieb, um erneut aufzulachen.

Darber - Francis.

Keinen einzigen Blick würdigte Francis ihn, als ob er nicht über das Schriftstück in seinen Händen, das sich bei näherer Betrachtung offensichtlich um ein mehrseitiges Dokument zu handeln schien, aufregte.

Sedwick - Hier, hör dir diese Passage einmal an...

Mit diesen Worten näherte er sich dem großen seitlichen Fenster, das, von schweren, weißen Vorhängen umrahmt und diese geradezu einkesselnd, nur einen dünnen Lichtblick inmitten des ansonsten geradezu düsteren Studierzimmers des Herrn Baron ließ, der es bevorzugte, in aller Ruhe und bei einsamen Lichte seine Stunden zu verweilen. Gleichwohl spitzte er die Ohren angesichts dessen, was sein Freund ihm dort vorbringen wollte.

Sedwick - "...euer Antlitz, so verzeiht mir diese Worte, erschien mir eher gemeißelt, denn geboren, denn diese Perfektion kann nur den Händen eines Italieners oder Griechen entspringen, und mein Herz springt entzwei, klopf und wütet in meiner Brust, so ich euch erneut erblicken mag."  Händen eines Griechen oder Italieners, hörst du.

Bei diesen Worten drückte, knüllte seine Hand die Seiten geradezu zusammen, dass ein scharfes Ratschen die Luft erfüllte, als das Papier der Belastung nicht vollends standhielt, während Francis das Dokument nun freudestrahlend in Richtung seines alten Freundes wedelte.

Darber - Und wer schickt dir solche Zeilen?

Noch bei dem Gedanken an die bevorstehenden Worte musste sich Matthew die Stirn mit dem linken Handrücken massieren, während er gleichzeitig auf den Beinen sein Buch vorsichtig davon abhalten musste, dass es nicht hinunter glitt.

Francis während dessen schien in seiner Freude nur noch breiter zu grinsen, was die Verhältnisse seines straffen, schon soldatengleichen Gesichtes, das von einem harten Schnurrbart von beachtlicher Länge und Größe und seiner steten Tracht in der Ausgehuniform eines britischen Gardeoffiziers einen geradezu seltsamen Eindruck machte, vor dem so manche Dame schon ihr Korsett gelöst hatte. Eine Tatsache, die sich Francis zu nutze gemacht hatte, wie Matthew, zu seinem Leidwesen, schon mitbekommen hatte.

Sedwick - Das ist es gerade. Das Dokument ist unterzeichnet mit dem Familiennamen. Nur diesem. Suffolk! Und ich habe eine große Vermutung, welche Dame das sein könnte. Ich fand es nämlich zufällig bei meinen Sachen als wir vor einigen Tagen von den Feierlichkeiten des Attaché von Veneziens, du weißt schon, diesem Marcoisten, zurückkehrten.

Darber - Ich erinnere mich dunkel. Wo du meintest, dich in einem Wettstreit mit diesem allglatten Habsburger messen zu müssen. Ein fürchterlicher Gesell, dieser von M.

Sedwick - Exakt. Und ich sage dir, der englische Sieg in den Gewässern des großen Brunnens war ein klares Votum. Erinner dich nur an den Moment wie ich an dem hunnischen Schlitzohr vorbeizog. Die Lady Bettersville brach direkt zusammen vor Hysterie. Und ich weiß, dass die Suffolk auch dabei gewesen sein muss.

Darber - Suffolks, mein Lieber. Wenn ich mich recht erinnere war sie, wenn, in Begleitung ihres Bruders dabei.

Sedwick - Hah. Umso besser. Indem ich mich mit ihm anfreunde, wird mir ihr Herz von alleine zufliegen. Eine Dame, die so für mich entbrannt ist, kann nicht einfach in der Einsamkeit stehen gelassen werden.

Matthew legte das Buch beiseite. Er wusste, dass in diesem Moment Francis nicht mehr aufzuhalten sein würde, und erhob sich während seine Freund sprach, um das Buch wegzulegen und begann bereits zu überlegen, wo er denn seine Reisepfeife verstaut hatte, ehe er nach den Bediensteten klingeln würde.

Sedwick - Matthew, alter Haudegen, ich finde, es wird an der Zeit, dass wir eine Reise an die Klippen von Northset machen müssen! Es wartet eine Dame und ein Herz auf meine Eroberung!

20160625

Gedanken zur See

Zur allgemeinen Abwechslung mal etwas anderes. Deshalb heute ein kleines Gedicht.

Auf Grauen Wellen

Sanft fliegt die Graue See,
Unter Heck und Bug davon,
Beugt Auf, mutig und in Stößen
Mannschaft, Schiff, von Hin zu He

Der Horizont, ein blaues Band
Die See, ein graues Laken,
Das Schiff zieht weiter an dem Haken,
entlang dem Rand, von Wand zu Wand.

Und setzen die Rotoren einst aus,
die Fahrt hinab in dunkles Tief,
verschlingt die See die nach uns rief,
in Sturm und Donner,
mit Mann und Maus.

Riding the Grey

Mellow, Quiet, the Grey Sea goes,
bellow our ships great rump be´lows,
Jumps up and down, casts waves on high,
shakes Man and Ship to go awry.

Horizon, far, endless blue.
The sea, goes grey in grey,
a dirty sheet, a lumpen white,
from side to side, through and through.

When whistle, clang and belching stops,
we drop to farthest deep,
the sea devours whole and there,
as Storm and Thunder rend asunder,
the ship and people, only weep,
for lost dreams.

20160622

Verspätete Übersicht

Ein paar Worte zu Filmen der letzten Zeit, da ich ansonsten hier Leerzeilen habe, und wer diesen Blog lange genug verfolgt weiß, dass ich so etwas hasse, zumindestens in den Phasen meiner vorgetäuschten Aktivität. (25.06.16)

High-Rise (2016)
Eine Verfilmung eines sozialkritischen Romans aus dem ´70ern Großbritanniens über die Entwicklung der Gesellschaft in einem quasi-autarken Hochhausgebäude. Perfide gespielt, großartige Performance von Hiddleston, Jeremy Irons, etc. Stark abstrahiert. Ein Schaustück über Gesellschaft in Zeitraffer, unbehelligt von den Elementen der Außenwelt. Das Hochhaus als Mikrokosmos der Menschen und ihrer Verhaltensweisen. Extrem böse in seinen Inhalten, aber auch mit Längen. Amüsanterweise dachte ich durch die Abstraktheit des Films zwischenzeitlich, dass sie das Buch extrem zusammen fassen mussten, aber stattdessen ist das Buch gerade einmal 200 Seiten lang und somit hier eher "ausgeschmückt" worden. Kein Film für einen vergnüglichen Abend, aber extrem durchdachtes Gucken.

JOY (2016)
Ich muss ja gestehen, Jennifer Lawrence langsam nicht mehr sehen zu können, aber das scheint wohl sehr stark an den Hunger-Games-Filmen zu liegen. In diesem Film spielt sie gegen Robert de Niro und Bradley Cooper als starke, selbstbewusste junge Frau welche ihre Idee hat und letztlich auch alles dafür tut sie durchzusetzen. Obwohl ich selber kein Freund von BioPics bin (zu oft einseitig oder beschönigend), war die Erfolgsgeschichte von Joy Mangano doch als Film sehr interessant gemacht und spannend anzugucken. Es war sogar im letzten Drittel etwas emotional, auch wenn der Regisseur hier an seine Grenzen gestoßen ist und einen letztlich nicht abgeholt hat. Trotzdem, kann man definitiv gucken.

Mr.Right (2016)
Ufff. Sam Rockwell und Anna Kendrick über eine Liebschaft von Neurotikern als Romantische Komödie inmitten seichter Action-Szenen. Die Story ist so belanglos wie man dachte, aber es macht Spaß zuzusehen und die Witze zünden eigentlich immer ganz gut, vor allem handeln die Personen eigentlich immer recht sinnvoll, was ich sonst gerne zu kritisieren weiß. Ich sag mal, keine Pflicht zu sehen aber hab schon schlimmere Filme gesehen.

WARCRAFT (2016)
Dicker Brocken. Absurd Lang. Optisch teilweise eindrucksvoll, aber immer übertrieben, massiv bizarr geschnitten und effektiv nur für Fans und Kenner. Und für Langzeit-Fans dann wiederum enttäuschend, da er doch Teile der Warcraft-Hintergrundgeschichte, welche seit Warcraft-1 aufgebaut wurde, umschmeißt und viel unnötiges reinhaut. Der Plot selbst ist absolut vorhersehbar, die Dialoge klingen oft grauenvoll und selbst Dominic Cooper, der ja wenigstens in Preacher zeigt dass er schauspielern kann, ist hier fehl am Platze. Das wäre eine Film für Personen wie Brian Blessed gewesen, HAMMING IT UP. Leute, denen bewusst ist, dass die Handlung Quark ist und trotzdem mit der Gewalt eines Donners schauspielern, aber wir haben stattdessen nur Holzbretter bekommen, die überdimensionierte Kostüme tragen.

WIR (1982)
Die Verfilmung von Jewgeni Samjatins Roman von 1920, wegweisend in seiner Dystopie und das Vorbild für 1984 und Schöne Neue Welt ist heute schwer zu ertragen. Nicht, weil wir uns so sehr in einem Kurs bewegt haben, der so anders verlief in seinen Bahnen, sondern weil der Film natürlich ein Produkt seiner Zeit ist. Und einen Epos zu verfilmen erfordert immer Kraft, besonders angesichts der schweren Dialoge. Vieles von dem, was man in dem Film sieht erkennt man in anderen, besseren Verfilmungen der Filme, die man nach ihm gesehen hat, wieder. Die Folter der Ausbrechenden. Der Versuch, ein willfähriges Mitglied zum Individualismus zu bekehren. Der letzte Staat und die Saat der Vergangenheit. Es ist ein Film, den man sicherlich mal gesehen haben sollte, aber wie gesagt, ein Vergnügen war es nicht.

Legend (2015)
Man muss Tom Hardy lassen, zwei Charaktere zur gleichen Zeit auf dem Bildschirm zu verkörpern, die trotz allem vollkommen unterschiedlich sind, ist eine reife Leistung. Und dann auch noch die Geschichte eines Brüderpaares, das so knallhart wie die Crays war. Guter Film. Etwas lang. Harte East-End-Akzente, musste mir mehrfach "die Ohren putzen" um das komplett zu verstehen. Ansonsten, cooler Gangster-Film. Und ´60s!

20160619

Verspätung

Eigentlich hätte hier heute ein neuer Zeichner-Post stehen sollen. Stattdessen kann ich nur, heute, 6 Tage später (25.06.16), die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und mich selber schelten. Ich kann unzählige Ideen verwirklichen und schreiben, den Anfang zu 1000 und einer Geschichte schaffen. Aber ich bin nicht in der Lage, mich selbst zu motivieren, ein Ende zu schaffen/schreiben.

Es ist zum aus der Haut fahren!...

20160616

NordCon ´16 - Bilder!

Keine Con kann es sicher erlauben, von mir nicht fotografiert zu werden, wenn ich mal da war, uns so erging es auch der NordCon. Unter dem unten stehenden Link eine Übersicht von unserer Ankunft am Freitag bis hin zu den letzten Momenten des Sonntags als ich noch Bilder machen konnte..

Link

20160614

Rausm ausm ´Haus

Heute aus dem Krankenhaus entlassen worden. CT, EEG und MRT haben keine nennenswerten Erkenntnisse gebracht.

Was genau also da passiert ist, warum mein Körper meinte, einen quasi-epileptischen Anfall hinlegen zu müssen, mitsamt Komplett-Körper-Verkrampfung, bleibt mir fürs erste ein Rätsel. 

Wir gucken mal, was die kommenden Wochen bringen, ich vertraue jedenfalls darauf, dass am Ende herauskommt, dass es ein Einzelfall war, der durch Schlafmangel, Koffein-Überkonsum, Zuckerüberschuß, Stress und ähnliche Faktoren zustande kam. 

Jetzt aber erstmal den langen Weg nach Hause....

20160613

NORDCON ´16 - Danach

Einen Tag später. Tief durchatmen. Dann die ersten Bilder sortieren, gucken was erhalten geblieben ist.
Zunächst einmal wird es sicherlich die CON bleiben, welche mir am längsten im Gedächtnis bleibt, denn  wenn diese Zeilen online gehen, bin ich im Krankenhaus in Hamburg weil ich einen Anfall hatte in dessen folge mein gesamter Körper krampfte und ich kurzzeitig das Bewusstsein verlor.

Insofern mehr zu meinem Status sobald es weitergeht. Erstmal zur Con selber.

Ein kurzer Rückblick.
NordCon 2016. Erneut mit unzähligen Lesungen, Rollenspielrunden, Workshops und verschiedenstem Tralala. Schon als wir uns letztes Jahr dorthin aufmachten wussten wir, dass wir in diesem Jahr wiederkehren mussten. Und auch als wir, Freitag erst kurz nach 23h Abends angekommen dort unser Lager aufschlugen, konnte man schon in der Luft die allgemeine Anspannung, die Vorfreude spüren.

Weswegen es uns erstmal zur Zombipocalypse im obersten Stockwerk verschlagen hatte. Am nächsten Tag versuchten wir es dann mit unterschiedlichen Dingen, ich startete eine DPCRPG-Runde, was leider aufgrund mangelnder Begeisterung nach Hinten losging, und entschied mich, den Rest der Zeit bis zu meiner Abendrunde GoG mit Rumlatschen zu verbringen.

Das hatte den großen Vorteil das ich lustig mit verschiedensten Bekannten rumalbern konnte, die ich unterwegs traf, diverse Gespräche mit den Händlern führte, darunter auch mit Jammes Raggi IV, dem Autoren von Lamentations of the Flame Princess und auch einiges an €uronen auf der Con gelassen haben. Desweiteren habe ich Bekanntschaft mit dem Damen und Herren der SMS Buddenbrock, einem Schiff und der Besatzung der Royal Manticoran Navy gemacht, welche das Honorverse rund um die Honor-Harrington-Romane vorgestellt haben.

Am Nachmittag dann eine kleine Pathfinder-Society-Runde, die war ganz witzig, aber auch eher...belanglos, ist wohl das Wort der Wahl, würde ich sagen.

Am Abend dann konnte ich, wie geplant, Gates of Gehenna antesten, was auch durchaus einiges an Spaß gemacht hat, obwohl die Encounter eher in den Hintergrund rückten, da die Spieler die meiste Zeit auf eine amüsante Art und Weise gegeneinander gearbeitet haben.

Der Sonntag war dann wiederum erfüllt von einer zweiten Pathfinder-Society-Runden die mir auch fast den letzten Nerv geraubt hat. Amüsanterweise war es dann am Ende derselben, dass ich zusammen gebrochen bin. Aber dazu zu einen späteren Zeitpunkt mehr.

Was war gut?
Direkter Händlerkontakt, viel Auswahl an Rollenspielen, wie üblich eine große Bandbreite an Ständen, auch ausländische Händler und ein paar interessante Workshops

Was war schlecht?
Massiver Überlauf von Spielern, Gleichzeitig traute sich wiedermal niemand was "neues auszuprobieren", keine Belohnung für das Leiten von Vorangekündigten Rollenspielrunden, etc.

- DPCRPG
> Fand leider nicht statt. Trotz mehrfacher Nachfrage und diversen Interessierten, war letztlich nur eine Person überhaupt bereit, sich zur vereinbarten Zeit einzufinden. Sehr, sehr schade.

- GOG
> Die Gates-Of-Gehenna-Runde war, wie angedacht, eine Einstiegsrunde für eine Online-Partie, gleichzeitig hat sie aber auch einen sehr schönen Blick in das Spielverhalten mancher Personen geöffnet. Ich habe glücklicherweise vorgefertigte Charaktere dabeigehabt, was das gröbste auffangen konnte.

- Andere Runden
Halt die beiden PFS-Runden, aber die waren quasi wie Feuer und Wasser. In der ersten haben wir mit den richtigen Mitspielern und Spielleiter sogar noch etwas Rollenspiel gehabt, aber in der zweiten war das ganze eher...ich sag mal abturnend. Aber kein Wunder, wer zwei 8-10jährige Kinder mitspielen lässt, darf nicht zuviel Gehalt erwarten. Und wenn der Spielleiter selber klingt als wenn er noch im Stimmenbruch wäre, wundert mich das noch weniger. Aber unsere Mitspieler hat es eh kaum gestört. Da war ehe das ROLE-playing im Vordergrund.

20160610

Die Fahrt geht nach Hamburg!

Es ist mal wieder soweit, die Fahrt geht in den Norden.

Das Ziel?

Und wieder einmal werde ich natürlich berichten, sobald ich wieder zurückgekehrt bin, wie es sich dabei ausnimmt, was gut, was schlecht war. Und welchen Miss- oder Erfolg wir hatten bei den verschiedenen Aktionen, denn natürlich wird auch die NTORGA wieder als subversives Grüppchen dabei sein und ein bisschen "werben"...

Es geht zwar erst um 20h los mit der Con, aber wir werden natürlich rechtzeitig Richtung Hamburger Land starten. Und es krachen lassen!

20160608

Was für ein Tagesstart

4h Schlaf. 2 Module die noch nicht fertig sind. 
Ein paar Regeltweaks. Schicht beginnt in 15 Minuten.
Desweiteren ein kaputter Hauptmonitor vor meinen Augen. 
So fängt der Morgen doch richtig gut an. *seufz*

20160607

QUILL X - Abschlussbericht

Nun haben wir wahrlich alle Briefe gesehen, alle Elemente erkundet.

Und damit kommen wir auch erneut zum großen Problem des ganzen. Denn viel mehr ist da nicht. Man kann ein paar Schreibstile ausprobieren, aber insgesamt scheint QUILL mehr Zufallswürfel-Spiel mit Schreibübung als wirkliches SOLO-Rollenspiel zu sein. 

Eigentlich schade. Faktisch heißt das natürlich, dass ich damit diese Artikelreihe jetzt soweit erstmal Ad Acta lege. Es war durchaus eine interesante Erfahrung, aber es scheint klar, dass hier etwas anderes her muss. Vielleicht muss ich den Blick doch noch einmal auf Traveller legen, das, was den Bereich SOLO-Spiel angeht, sich ja bisher sehr sehr deutlich hervorgehoben hat mit seinen Zusatzbänden.

Ich denke, ich werde mir mal ein paar Sachen angucken, vielleicht auch ein wenig wieder selbstgeschriebenes Material ausprobieren. Abwarten und Tee trinken.

20160604

QUILL IX - Am Drachen vorbei


Ein letztes Mal entführt werden wir nun ins Frankreich des Frühen Roccoco, in die Zeit des Sonnenkönigs, Louis XVI, wo wir als Poet Jacques Letour versuchen wollen. Die Dame unseres Herzens wartet, in der Höhle des Drachen....
Poet - Federführung: 1 - Sprache: 3 - Herzlichkeit: 2
Verbotene Liebe
Hintergrund
- Wir korrespondieren mit Florence de´Paíne, deren Mutter, die Dame Béthanie de´Paíne ist, eine einflussreiche Dame am Königshof. Sie ist zudem sehr schutzbedacht über ihre Tochter und erlaubt niemanden, Florence auf eine romantische Art zu treffen. Wir haben jedoch Florences Augenmerk auf uns gezogen und schleichen schon seit einigen Monaten dort umher.
- Wir sind regelrecht vernarrt in Florence und möchten ihr mittels unseres Briefes einen Antrag machen. Dabei müssen wir jedoch auf die Dame Béthanie achten, falls der Brief zu offensichtlich unsere Liebe für Florence deklariert. Stattdessen müssen wir geschickt mit unseren Worten umgehen und niemals direkt auf einen Hochzeitsantrag deuten, nur für den Fall, dass die Frau Mutter den Brief abfängt.

Korrespondenz-Regeln

- Wir müssen den Brief in einem verschlüsselten Skript schreiben, das nur wir und Florence verstehen. Am Ende des Briefes gibt es einen separaten Wurf auf Federführung über ihr Verständnis, der bei Erfolg selbst +2 oder Misserfolg -2 Punkte gibt.

Tintenfass
Rasen/Garten, Köter/Hunde, Weiß/Elfenbein, Ente/Schwan, Scheinend/Schimmernd, Wohlgeboren/Adlig, Schleudern/Werfen, Gestank/Geruch, Schwein/Sau, Cherub/Engel

Unser Brief

Ehrenwerte Mademoiselle,

erneut schreibe ich euch, um euch auf die Mißstände des schiefen(Schnörkel > Herzlichkeit > 5,+ > +) Garten(Wort > Sprache > 4,5,6 > +) und der ungezogenen(Schnörkel > Herzlichkeit > 3,6 > +) Hunde(Wort > Sprache > 1,4,5 > +), welche stetig dort umherstreunen, aufmerksam zu machen, denn einiges an Beschwerde hat sich zugezogen.(Satzende > Federführung > 4 > -)

Da ich weiß, dass ihr nicht für alles Sorge tragen könnt, würde ich darum bitten, dass ihr trotzdem auf das strahlende(Schnörkel > Herzlichkeit > 2,3 > -) Elfenbein(Wort > Sprache > 1,4,5 > +) achtet, das so sorgsam alles umgibt. Hier ziemt sich zu bemerken, dass auch schöne(Schnörkel > Herzlichkeit > 3,6 > +) Enten(Wort > Sprache > 2,3,4 > -) gesehen werden können.(Satzende > Federführung > 6 > +)

Zudem solltet ihr euch einig sein, dass ihr, sofern ihr eine Betrachtung durchführt, dies nicht nur von Sonne schimmernd(Wort > Sprache > 3,4,4 > -), sondern als wahrliche(Schnörkel > Herzlichkeit > 1,2 > -) Adlige(Wort > Sprache > 3,3,5 > +) eure Begleitung vortrefflich zu wählen verstehen solltet.(Satzende > Federführung > 6 > +)

So ihr denn gewillt seid, auch grässliches und übelstes(Schnörkel > Herzlichkeit > 1,3 > -) davon zu schleudern(Wort > Sprache > 3,5,6 > +), sollte alsbald auch der dumpfe(Schnörkel > Herzlichkeit > 2,6 > +) Gestank(Wort > Sprache > 3,3,4 > -), der nach allem wohl der Sau(Wort > Sprache > 1,2,5 > +) angehören muss, die auf den Feldern grassiert.(Satzende > Federführung > 6 > +)

Abschließend kann ich nur mitteilen, dass ihr wohl daran tut, diese Verhältnisse zu beachten, dann könnt ihr sicher sein, dass ein hehrer(Schnörkel > Herzlichkeit > 1,3 > -) Engel(Wort > Sprache > 1,3,5 > +) euch anhören und alsbald ins Himmelsreich, so ihr denn diesen begleiten wollt, begleiten würde.(Satzende > Federführung > 2 > -)

Hochachtungsvoll,
euer treuester Diener,
Jacques Letour
(Satzende > Federführung > 3 > -,-)

Das Ergebnis
Wörter:+,+,+,-,-,+,-,+,+
Verschnörkelungen:+,+,-,-
Federführung: -,+,+,+,-,-,-


Der Brief in Reinform
Ehrenwerte Mademoiselle,

erneut schreibe ich euch, um euch auf die Mißstände des schiefen Garten und der ungezogenen Hunde, welche stetig dort umherstreunen, aufmerksam zu machen, denn einiges an Beschwerde hat sich zugezogen.

Da ich weiß, dass ihr nicht für alles Sorge tragen könnt, würde ich darum bitten, dass ihr trotzdem auf das  Elfenbein achtet, das so sorgsam alles umgibt. Hier ziemt sich zu bemerken, dass auch schöne Enten gesehen werden können.

Zudem solltet ihr euch einig sein, dass ihr, sofern ihr eine Betrachtung durchführt, dies nicht nur von Sonne schimmernd, sondern als  Adlige eure Begleitung vortrefflich zu wählen verstehen solltet.

So ihr denn gewillt seid, auch grässliches davon zu schleudern, sollte alsbald auch der dumpfe Gestank, der nach allem wohl der Sau angehören muss, die auf den Feldern grassiert.

Abschließend kann ich nur mitteilen, dass ihr wohl daran tut, diese Verhältnisse zu beachten, dann könnt ihr sicher sein, dass ein Engel euch anhören und alsbald ins Himmelsreich, so ihr denn diesen begleiten wollt, begleiten würde.

Hochachtungsvoll,
euer treuester Diener,
Jacques Letour
Konsequenzen

Florence antwortet, ist aber verwirrt über unseren Brief, wobei sie damit natürlich auch unseren Heiratsantrag nicht bestätigt....

20160601

Erschöpft.

Blääehh.....wer auf die Uhr schaut, wird bemerken, dass es eine geradezu unmögliche Uhrzeit ist. Der Grund ist einfach. 

Ein Projekt, an dem ich seit knapp einem Jahr arbeite,  
Rise and Decline of a Galactic Imperium 
ging soeben an den ausgewählten Künstler, der hoffentlich in den nächsten Tagen einen Kostenvorschlag und ein schniekes Design bastelt, um dem ganzen einen optischen Anstrich zu verleihen, der am Ende des Tages nicht nur wie eine Excel-Tabelle aussieht.

Das mir das, allein aufgrund der typischen Kosten für Art Design, natürlich die Haare vom Kopf fressen könnte, ist selbstverständlich, aber ich habe das Gefühl, das Design und derartiges für mich geradezu mein effektives Hobby ist, das etwas ist, das sich zu investieren lohnen wird.

Ändert aber nichts daran, dass ich mich vermutlich jetzt erstmal hinlege, und versuche ein wenig Schlaf zu bekommen. Argh.