Die letzten Tage des Wettbewerbs brechen an, und es wird wichtig, wie weit ich im Status bin, und was für Veränderungen ich bisher vorgenommen habe...
20170310
20170307
Fall 1 - LXXII
Ich kann es in Tatiannas Augen sehen. Die Angst. Es gibt kein Entkommen. Die Reflektion dessen, was sich hinter meinem Rücken abspielt. Ich kann es hören. Die erschrockenen Ausrufe.
20170304
LEGEND DIVIDE - Spieltests
Zum aktuellen Zeitpunkt fehlt hier noch das Ergebnis des Spieltests durch meinen Test-Partner, welche nachgereicht werden, sobald ich diese endlich habe. Deswegen werde ich fürs erste über einen anderen Teilnehmer und sein Spiel sprechen, das ich dafür wiederum testen durfte mit meiner Heimrunde....
20170301
Fall 1 - LXXI
Die Tür hinter mir wieder aufmachen, vorsichtig um die Ecke lugen. Bewegung im Hintergrund. Der schwere Vorhang wackelt etwas. Jemand wird gerade von vorne nach hinten durch bewegt. Anscheinend wollen sie gleich das nächste “Objekt“ zeigen. Grauenvoller Gedanke. Oder sind sie mit dem, was sie hier tun durch? Nur noch mehr Gründe, um mich zu beeilen. Hand in die Jackett-Innentasche, an den Revolver.
20170226
KrnvlDRspBlgs ´Feb - Auf Messers Schneide
Passend zum aktuellen Monatsthema des Karneval der Rollenspielblogs will ich ein bisschen was darüber schreiben, wie Zeit und Zeitdruck im Rollenspiel auftauchen können, wann sie sinnvoll, und wann sie es nicht so sehr sind.
20170223
Fall 1 - LXX
Ich kann die Schritte hören, wie er die Treppe vor mir runtergeht. Kann die Augen nicht vom Saal vor mir abwenden. Selbst auf die Entfernung hin sehe und erkenne ich sofort ein paar Personen, trotz der Masken, die manche sich, durchaus farbenfroh übergestülpt haben mögen....
20170220
LEGEND DIVIDE - Woche 3 Ergebnis
Woche 3 ist durch, und deswegen geht es jetzt um die Frage, was geschafft wurde, um das Spiel "spieltestbar" zu machen, und was letztlich wirklich drin gelandet ist in der Test-Version von...
20170217
Fall 1 - LXIX
Die Lücken zwischen Brüstung und Etagen-Plattform des Zwischen-Areals sind durchlässig. Es sind nur wenige Meter hinab. An die Etagen-Brüstung gedrückt. Vorsichtig darauf achtend, dass die beiden mich nicht sehen, steige ich mit einem Fuß möglichst leise über diese, und ziehe den anderen nach. Halte mich dabei hartnäckig an derselben fest. Jetzt einfach rückwärts fallen wäre schmerzhaft. ...
20170214
LEGEND DIVIDE - Woche 2 Ergebnis
Am gestrigen Montag um 7h morgens lief die Deadline für die erste Etappe, Woche 2 des Wettbewerbs ab. Was hat sich also ergeben? Darauf will ich wie folgt eingehen...
20170211
Februar-Spieletreff - UPDATE
Heute kein Eintrag, wegen vorbezeichnetem Spieletreff, diesmal der aktuellen Februar-Veranstaltung. Werden es wieder so viele Rollenspieler wie beim letzten Mal, insbesondere im Angesicht der Tatsache, dass es eigentlich als Termin für Brettspieler etc. geplant war.
Und ich sitz hier noch rum und hab immernoch das Eispack im Gesicht nach dem kieferchirurgischen Eingriff die Woche und muss größenteils die Klappe halten. *seufz*
20170208
MItternachtsgang
Es hat etwas schauriges. Etwas schönes auch. Der Wind pfeift um sie herum. Selbst im Mondlicht hat er noch das Gefühl, das seine Wangen hellrot leuchten müssten.
20170205
LEGEND DIVIDE - Grundlegende Konzept
Wie ich in der letzten Woche mitteilte, arbeite ich momentan wieder, im Rahmen eines SomethingAwful-Forum Wettbewerbs an einem kleinen Rollenspiel, aktuell unter dem Titel LEGEND DIVIDE.
20170202
Fall 1 - LXVIII
Keuchen. Der Druck auf der Brust. Der Schweiß, der langsam durch das Haar Richtung Hals und Nacken, über die Augenbrauen und die Nase rinnt. Brauche etwas mehr Eisen im Blute. Drücke mich von der Brüstung ab. Darf keine Müdigkeit vorschützen. Die halb aufstehende Tür vom Treppenhaus, welche dasselbe mit dem Foyer verbindet, wirkt einladend und abschreckend. Ein einsames, Bullaugen-gleiches Fenster im oberen Drittel, durch das ich das schwache Licht der Nachtbeleuchtung erkennen kann, das immer wieder flackert. Ich kann hier drinnen schon den Lärm des Regens hören, der gegen die große Front-Fassade des Turms hämmert.
20170130
A New Challenger Appears!
Es scheint mal wieder Zeit für einen neuen Wettbewerb im SomethingAwful-Forum zu sein, und in diesem Fall handelt es sich um einen ANIME-Rollenspiel-Wettbewerb.
20170127
20170124
GoG - Eine Stadt-Sandbox bauen
Während ich momentan noch daran arbeite, wie und ob ein Funnel-System für die Einführungsabenteuer für Gates of Gehenna sinnvoll wären, ist einer der anderen Punkte, an dem ich arbeite, und der letztlich von Bedeutung ist, das Kampagnenspiel.
20170121
Public API - Well I´ll never!
*Seufz*....
Chef kommt zu mir, möchte gerne für XING eine Applikation haben, welche über XING Public API Daten ausliest. Da ich grundsätzlich ein Yes-Men bin, versuche ich der Bitte nachzukommen, und fange an, mich in die Idee einer Verbindung über OAuth 1 und 2 einzuarbeiten, damit ich ein grundlegendes Verständnis für Web-APIs und ihre Benutzung habe sowie der notwendigen Authentifizierung dafür.
20170118
Fall 1 - LXVI
Drücke mich
langsam und vorsichtig vorwärts, lasse neben mir die Überreste des kaputten
Aschenbechers auf dem Boden zurück. Tropfen fallen herab, wo mein vom Regen
angefeuchteter Leib geschritten ist. Kann ich mich jetzt nicht auch noch drum
kümmern. Die einsame Tür, ein Glasfenster mit milchigen Umrissen zeigt ein
Firmenlogo, das seitenverkehrt nicht zu lesen ist von meiner Seite aus.
Hoffentlich ist sie nicht abgeschlossen. Drücke die Türklinke herunter,
nicht verschlossen. Husche schnell hindurch. Der dunkle Korridor vor mir, weiße
Wände, an verschiedenen Abständen unterbrochen von Durchgängen in Nebenräume, öffnet
sich an seinem Ende in einen großen Büroraum mit diversen kleinen
Nischen-Arbeitsplätzen. Grausamer Gedanke, an so einen Ort wiederzukehren.
Nur ein paar
Etagenlampen scheinen überhaupt etwas Licht hinzu, wenn der stetige Lärm hinter
mir nicht durch den Splittersturm Wind, Wasser und die Überreste der
Gebäudefassade hineindrücken würde, man wüsste hier drinnen nicht einmal, dass
dort draußen so etwas wie Wetter existieren könnte. Ein schwerer Donnerhall.
Das Licht flackert. Ich habe keine Taschenlampe dabei, das könnte schnell
unangenehm werden.
Der große Büroraum,
ausgelegt mit einem flauschigen dunkelblauen Teppich über seine gesamte Fläche,
geht in verschiedene eigene kleinere Nebenräume ab, hier irgendwo muss doch
Rezeption oder Eingang, auf jeden Fall ein Durchgang in ein Treppenhaus oder zu
den Fahrstühlen existieren! Im Halbdunkel sehr schwer auszumachen. Ein einsamer
Blitzschlag erhellt für einen Augenblick den Raum und leuchtet mir den Weg
tiefer hinein. Navigiere vorsichtig an Blumenkübeln und Aktenschränken vorbei.
Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine doppelflügelige Tür mit dem
Firmenlogo ausmachbar. Wenn das nicht der Eingang ist, fresse ich einen Besen.
Eine Lichtquelle!
Etwas erhellt von außen die doppelflügelige Tür. Fahrstuhl-Licht? Das kann doch
nicht wahr sein! Ich drücke mich schnell gegen die nächstbeste Tür, drehe am
Türgriff, und lege diese sachte hinter mir zu ran. Mein Puls geht auf 180, mein
Herzschlag dröhnt in den Ohren. Mein Rücken schmerzt vom akrobatischen Seil-Akt
da draußen. Und der Mistkerl lässt einfach nicht locker!
Ich kann hören,
wie jemand versucht, die Tür zu öffnen. Hah, Glück im Unglück, es ist
abgeschlossen. Das Klirren des Glases spricht eine andere Sprache. Es wird
nicht mehr lange dauern, und er wird hier vorbeikommen, wenn nicht…der Teppich.
Er wird die nassen Spuren im Teppich direkt zu dieser Tür verfolgen können.
Keine Panik, tief durchatmen, was habe ich hier zur Verfügung?
Kurzes Kramen in
den Taschen. Das halbkaputte B3 Astor, das mir Ríee durch Handekker hat
aushändigen lassen. Das Display ist angebrochen und auf der Rückseite ist der Hochleistungsakku notdürftig eingeklebt. Offensichtlich hatte da jemand die
Finger dran. Immerhin, trotz der Beschädigung springt es noch an. Das grelle,
bläuliche Aufleuchten blendet mich für einen Augenblick, ehe meine Augen sich
daran gewöhnen. Irgendwo draußen knirscht es. Er ist aufs Glas getreten. Er ist
drin.
Ich stehe in einem
Versorgungsraum. Zu beiden Seiten Regale voll mit Spülmitteln, Decken,
Reinigungshandschuhen, Besen, Deckeln, Müllsäcken. Was so ein typisches Büro
halt braucht. Was es nicht unbedingt braucht, ist der Lüftungsschacht der
ungefähr auf Deckenhöhe angebracht ist. Kletterpartie. Ich drücke mich rapide
und unsanft am rechten Regal in die Höhe, greife mit einer Hand zur Abdeckung
und ziehe so hart ich kann, als sich die dünnen Alu-Streben der Lüftung unter
meinen Fingern abreißen. Es wird nicht schön werden, aber ist das schnellste
was ich habe.
Ich drücke mich mit ein zwei Bewegungen auf dem Regal hinauf, wie
an einer unsicheren Leiter und greife mit beiden Händen in einem gewagten
Absatz auf den Lüftungsschacht. Ziehe mich an diesem Hoch, hinein. Es ist eng.
Sehr eng. Meine Arme sind in einem sehr unangenehmen Winkel angelegt, fast
schon fokussiert, unter schmerzhafter Verrenkung drücken ich sie an mir vorbei
nach vorne und fange an wie ein Wilder zu krabbeln. Er wird mich früher oder
später sowieso hören.
Die Richtung ist
unbestimmbar, das schlimmste das passieren könnte wäre, das es abwärts oder in
einen riesigen Lüfter gehen könnte. Hinter mir höre ich das Quietschen der Tür,
das unendlich langsam in den Schacht hinein hallt.
Ich drücke mich
stetig weiter, immer vorwärts. Für den Augenblick ist mein gekeuchtes Atmen,
das sich immer weiter stoßartig herausbringt das einzige, was neben dem
entfernten Trippeln des Sturms Geräusche fabriziert. Ich werde fast taub. Der
Knall, peitschenartig, reißt durch die Außenhaut des Lüftungsschachtes. Er
schießt auf die Punkte, wo er vermutet, dass der Schacht verläuft und ich sein
könnte. Etwas warmes läuft mein linkes Ohr entlang. Meine zuckende Hand greift
nach vorne, mein Leib bewegt sich, Automaten-gleich weiter. Ich darf nicht
stehen bleiben. Ein weiterer Peitschenknall, donnernd, bohrt sich in Leib und
Ohren. Noch hat er mich nicht getroffen. Aber im schlimmsten Fall ist es nur
eine Frage der Zeit.
Da vorn, ein
Licht! Knapp über mir eröffnet sich dort ein Gatter, durch das Licht fällt,
immer wieder zuckend durch Regen und Blitze präsent. Das Treppenhaus. Geballt
drücke ich meinen Leib gegen das Gatter. Stoße mit den Füßen gegen. Drücke mich
und das Gatter aus dem Schacht heraus. Ein dritter Knall, dort wo eben noch
mein Körper im Schacht lag zerfetzt diesen. Ich komme derweil hart auf dem
Boden der Zwischenebene des Treppenhauses auf. Hart. Aber nicht so schmerzhaft,
wie der Fall aus der oberen Etage war.
Also hoch mit dir!
Mein Atem geht
etwas keuchend. Ich kann an der Seite die Tür zum Treppenhausdurchgang der
Etage sehen. Dasselbe Firmenlogo. IDI. Huh, kommt mir bekannt vor. Egal. Halb
gegen die Brüstung gedrückt, tapere ich hinunter, Etage um Etage. Es sind ja
nur 92 Stockwerke hinunter. Mit der Zeit geht es, und ich fange an, die Stufen
einzeln oder zwei zurzeit zu nehmen, 90ste Etage….89ste Etage. 88ste…87ste…
Über mir kracht
es. Er hat das Treppenhaus gefunden. Nicht stehenbleiben. 86ste :..Der
Peitschenknall, durch unzählige Reflektionen der kleinen Wände im Treppenhaus
hin und her schallend ist ein ohrenbetäubendes Geräusch. Zu Mindestens für
meine rechte Seite. Seltsam, ich hab das auf der linken gar nicht so recht
vernommen. Weiter hinunter. Es knallt kein weiterer Schuss. 80ste Etage.
Je tiefer ich
komme, desto billiger verputzt werden die Wände. Scheinbar hat man auf den
Ebenen, die nicht direkt vermietet oder verkauft waren nicht so sehr auf das
Innere Äußere geachtet, wie weiter Oben und Unten. Es ist Dröge. 60ste Etage.
Erschöpfend. Keine Paranoia kann das Adrenalin so lange halten, wie ich noch brauche,
um unten anzukommen.
Eine Pause. Das
wäre eine großartige Idee. Machen wir eine kurze Verschnaufpause. Setze mich
auf eine Treppenstufe. 56ste Etage. Fuck, ist das hoch. Der Regen trommelt
immer noch in unerbittlicher Stärke gegen die Wände, wer weiß wann der Sturm
aufhören wird, und was er alles in Mitleidenschaft ziehen wird, ehe er fertig
ist. Selbst hier kann ich das leichte Wummern vernehmen, dass…Moment, das ist
nicht der Sturm. Hand in die Tasche, hole ich das Mobiltelefon raus. Ein Anruf.
Unbekannte Nummer.
20170115
KdRspBl - Gehenna - Zauberey und Hexewerk
Im Rahmen des aktuellen Karneval-Themas für den Januar geht es um die Stichworte "Verwunschen, verzaubert, verflucht" und deswegen schauen wir uns mal die Gates Of Gehenna-Zauberei etwas näher an.
Gates of Gehenna (GOG) benutzt nicht nur Magie, sondern teilt diese in 3 verschiedene Aspekte ein, welche alle unterschiedliche Ausprägung haben, also jeweils unterschiedlich aussehen, obwohl sie relativ gleich funktionieren. Wie kommt das?
Kurz ein mechanischer Abriss. In GOG wird Magie in Form von Talenten erworben, Feat- oder Sonderfertigkeit-gleiche Pakete, die diese Fähigkeit umfassen. Dabei sind nicht alle Talente von allen Charakteren gleichermaßen erwerbbar, manche magischen, oder okkulte, wie in GOG genannte, Talente, benötigen Voraussetzungen in Form von Charakterwerten oder einer Ausrichtung in Form eines Initialtalents, dem sogenannten Initial. Diejenigen Talente jedoch, welche für alle Ausrichtungen verfügbar sind beinhalten Beschreibungen, welche mitteilen, wie sich ein Zauber optisch verändert, wenn er von einer der drei Strömungen des Okkulten in GOG gewirkt wird.
GOG teilt seine Magie in Rituell, Blut und Pakt ein. Erstere lernen anhand von Bewegung, Gestik, Sprache und Worten zu zaubern, berechnend und effizient. Zweitere erlangen das Talent dazu als natürliche Begabung, welche ihnen dabei aus dem Handgelenk geht wie anderen sonst nur das lose Mundwerk. Und letztere haben einen Kompakt mit Wesenheiten aus jenseitigen Sphären und sind durch diese in der Lage, Zauberei zu wirken.
Unser Fokus liegt dabei auf zwei ganz bestimmte okkulte Talente, welche allen Okkultisten, solange weit genug fortgeschritten, zur Verfügung stehen, und zwar Coaxing the Soul und Soul Anchor.
Beide haben dabei grundlegend einen gemeinsamen Mechanismus zur Grundlage, welcher im Fantasy-Rollenspiel geradezu als Standard angesehen wird, nämlich die Wiederbelebung Totgeglaubter oder sterbender Charaktere, in der Mehrzahl aller Fälle von Spielercharakteren. Der wichtige Punkt aber ist hier der, was uns diese beiden Zauber letztlich erzählen, denn sie enthalten nicht nur den mechanischen Regeltext, sondern implizieren, wie so viele gute Zauber, durch ihre Existenz, Benennung und Beschreibung auch Fluff, also Hintergrundelemente welche oft am Wegesrand liegen gelassen werden.
Der erste, und vermutlich größte Whopper ist dabei, dass sowohl in der Benennung als auch durch die Beschreibung klar wird, dass GOG davon ausgeht, dass alle Charaktere eine Seele haben. Das wäre in der realen Welt etwas schwieriger mit dem Nachweis.
Desweiteren können wir durch den Regeltext einige Dinge implizieren, nämlich dass Seelen an Körper gebunden sind, also theoretisch in Beziehung zueinander stehen und somit ein Wechselspiel haben können, vielleicht auch die fleischliche Existenz gleich den Leibeszellen KULTs als Gefängnis der Seele dienen könnte, an welche diese gebunden ist.
Nun ist es so, dass ein sterbender Leib die Seele entlässt, sie somit den Körper entweicht. Die Zauber nun versuchen durch ihren Beschreibungstext klar zu machen, dass die Seele entweder returned, also zurück geholt wird, oder aber durch den Anchor, also den Anker, direkt festgezurrt.
Der Nebeneffekt ist ebenso interessant, da die Seele verankern bedeutet, dass der Charakter danach automatisch zum Unlife, also zum Untode kehrt. Da die Wiedergänger, die untoten Revenants im Hintergrund von GOG eine Rolle spielen, hat dies noch weitreichendere Implikationen, aber auf diese schauen wir hier noch nicht..
Das ist aber auch insofern interessant, als dass uns das sagt, dass die Seele irgendwohin geht, also einen Ort, von dem sie zurückgeholt werden kann. Die nächste Vermutung muss also sein, dass es womöglich ein Repositorium von Seelen geben mag, dass sie desweiteren, wenn sie also somit geholt werden können, vermutlich auch, da sie in Körpern gleich Gefäßen wandern können, auch gefangen oder gelagert werden. Hier offenbar sich eine Babylon-5-gleiche Art von Seelenfänger-Charakteren im Hintergrund, welcher implizit, aber nicht offen genannt wird.
Alternativ dazu ist die Rückholung damit verbunden, dass der Zurückholende einen Preis zahlen muss, welcher sich in direkter Lebenszeit ausdrückt. Bis zu 2w6 Jahre sind für eine Welt, in welcher man im schlimmsten Fall nur 11 Jahre alt wird ehe man den Alterstod sterben würde, eine recht radikale Menge.
Dazu kommt, dass die Tatsache, dass ein Edelstein geopfert werden muss, was impliziert, dass Objekte von Wert dabei zugrunde gehen, ob aber der Wert sich durch Opfergabe an die okkulten Mächte darstellt, oder etwas in diesen Steinen ist, dass erlaubt den Effekt zu erzeugen, ist nicht klar ersichtlich, sicherlich aber diskussionswürdig. Dazu kommt die große Disparität der Werte.
Einen Wiedergänger zu erzeugen kostet glatte 2000 Silbermark, eine echte Wiederbelebung sogar 5000, für den gleichen Preis kriegt man andernorts Kanonen und Rüstungen, oder stellt gleich eine Söldnergruppe auf, welche für einige Wochen marodieren kann. Für manche stellt es sogar ein Jahreseinkommen oder mehr dar, was man nicht mal eben so auf einen Schlag ausgeben würde. Es wird also schnell klar, dass die Wertigkeiten extrem hoch angesetzt sind. Damit sind Wiederbelebungen teuer und schwierig durchzuführen, was ihre Rarität und den Besonderheitsfaktor noch weiter nach oben setzt.
Ebenso wird deutlich, dass die Person, welche die jeweiligen Talente nutzt, auch entsprechend fähig sein muss. Wenn wir GOG durchsehen, erfahren wir, dass Werte von 2 der Durchschnitt sind. Für die niederste Art der Wiederbelebung wird aber schon 4 gebraucht, also eine Person von langjähriger Erfahrung, während für die volle Wiederbelebung sogar ein Großmeister, eine Person von fast einzigartigem Rank notwendig ist, die Sorte, für deren Ratschlag man eigene Abenteuer erleben muss.
Faszinierend.
Wenn wir all das nur aus einigen wenigen Zeilen Text erlesen können, erkennt man schnell, wie viel in selbst den kürzesten dieser Beschreibungen überhaupt mitgeteilt werden. Probiert es aus, schaut euch die Zauber eures Lieblingsrollenspiels an, und denkt nur ein paar Minuten drüber nach, was die einzelnen Inhalte aussagen. Ich bin sicher, dass ihr einiges herausfinden werdet ;)
20170112
Aufstieg und Fall des Leopold II Heinrich von Brand
Er konnte das Feuer in den Baracken sich ausbreiten sehen. Unzählige Menschen, die wie kleine Ratten aus ihren Löchern gekrochen kamen, aus Angst vor dem Fall der Decke über ihren Köpfen, während gleichzeitig weitere Artilleriesalven andere Bereiche unter Beschuss nahmen.
Der Boden wackelte. Die Reflektion des roten Scheins machte erkennbar, wenn die Plasmalanzen abgefeuert wurden, mit welchen die Zerstörer im Orbit über der Stadt standen. Schutt, Staub und Asche flog umher. Der weiß-graue Marmorboden, auf dem er stand, war an mehreren Stellen durch die fallenden Überreste der Decke aufgeplatzt, besonders dort wo große Brocken in den Fussboden eingeschlagen waren, und mitunter auch ehemals Anwesende unter sich begraben hatten. An einigen Stellen hatte das Blut, das sich lachengleich sammelte, bereits angefangen zu verhärten.
Ein Geruch von Verwesung lag in der Luft. Leopold lächelte schnippisch, nahm einen tiefen Schluck aus der Weinflasche, das Glas zu seiner Linken nur noch symbolisch in seinen Händen. Der Wein brandete ihm die Kehle hinab, war aber letztlich auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, und dort wo sein Mund nicht mehr ganz den Hals der Flasche umfasste, floßen roten Spuren des kostbaren Getränkes über seinen Bart und in die halb-offene Uniformjacke, vermischte sich mit dem Schweiß, Blut und der Erschöpfung, die sich dort angesammelt hatte.
Ein lautes Krachen in der Ferne und ein rotes Aufblitzen. Die Glanzvoll war im Sinkflug begriffen, Flammen schlugen an allen Seiten des majestätischen Schiffes hervor, und der Rauch hatte dort, wo der Sauerstoff austrat, lange Schlierbahnen, die dem Gefährt etwas hypotisierendes gaben.
Wie das titanische Schiff sich langsam dem Kuppeldach näherte, konnte er sehen, wie vereinzelt, an einigen Stellen Rettungskapseln abgelassen wurde, nur um Druck und Feuergefecht zu vergehen. Das Heck des Schiffes selbst brach, als eine weitere Lanzensalve der Koalitionsschiffe sich wie ein unbarmherziger Lichtstrahl durch die Dunkelheit fraß.
Das Rumpeln in der Entfernung und die aufkeimende pilzige Explosion deutete an, wo am Dom die Glanzvoll eingeschlagen sein musste. Nun würde es nicht mehr lange sein. Nacheinander gingen in den einzelnen Distrikten der Stadt die Lichter aus. Nur die vereinzelten Feuergefechte und das schwere Feuer der Invasionstruppen bot überhaupt noch Licht, und auch dieses nur noch gering und vereinzelt. Letztlich hielten nur die Flammen das Leuchten aufrecht.
Ein letzter Blick auf die Umgebung zeigte ihm, wie die ersten Fahrzeuge der Koalition die Tore des Hauptgebäudes erreichten hatten. Sie würden bald hier sein.
[Ein letzter Blick auf das Magazin, sicherheitshalber überprüfte er noch ob die Waffe auch wirklich entsichert war. Dann lud Johann das Magazin in die Pistole , öffnete die Tür, und trat ein.]
Er konnte die Tür des Festsaals aufgehen hören, und die Person, die mit den schneidigen schwarzen Stiefeln, wie sie nur seine Offiziere trugen, eintreten. Das Klacken auf dem Boden beim Gehen war unverkennbar. Ein kurzer Blick nach hinten zeigte ihm, dass seín Sohn war. Die makellose schwarze Uniform saß wie auf den Leib geschneidert. Sie war es ja auch.
Er konnte das Durchladen einer Pistole hören.
Er sprach, ohne sich umzusehen.
"Sic Transit Gloria Mundi"
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